Begabte Photonen

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Begabte Photonen

Beitragvon All » Sa 10. Mär 2012, 17:19

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Re: Begabte Photonen

Beitragvon contravariant » Sa 10. Mär 2012, 17:41

Ernst hat geschrieben:Es bietet sich eine Alternative an. Nimmt man die beobachtete isotrope LG als praktisch erwiesen an, dann ist im Beobachter IS (IS in welchem der Beobachter ruht) die LG tatsächlich konstant. In anderen IS ist aber die LG entsprechend der Galileitransformation c' = c +- v. Die LG wird behandelt, wie jede andere auch. Klassische Physik.
Die Grenzgeschwindigkeit c im Beobachter IS bleibt erhalten. Damit ist auch der asymptotische Verlauf der kinetischen Energie über v erklärt. Das einzige praktische Indiz, welche für die SRT sprach.
Längen und Zeiten bleiben unverändert. RdG ist nicht. Die LG ist variant.

Dann ist aber offensichtlich die Maxwellsche Elektrodynamik nicht korrekt, da diese nicht Galileiinvariant ist. Hast du da eine Alternative zur Hand? Am besten noch eine, die genauso gut mit experimentellen Beobachtungen übereinstimmt?
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Re: Begabte Photonen

Beitragvon Ernst » Sa 10. Mär 2012, 18:20

contravariant hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Es bietet sich eine Alternative an. Nimmt man die beobachtete isotrope LG als praktisch erwiesen an, dann ist im Beobachter IS (IS in welchem der Beobachter ruht) die LG tatsächlich konstant. In anderen IS ist aber die LG entsprechend der Galileitransformation c' = c +- v. Die LG wird behandelt, wie jede andere auch. Klassische Physik.
Die Grenzgeschwindigkeit c im Beobachter IS bleibt erhalten. Damit ist auch der asymptotische Verlauf der kinetischen Energie über v erklärt. Das einzige praktische Indiz, welche für die SRT sprach.
Längen und Zeiten bleiben unverändert. RdG ist nicht. Die LG ist variant.

Dann ist aber offensichtlich die Maxwellsche Elektrodynamik nicht korrekt, da diese nicht Galileiinvariant ist. Hast du da eine Alternative zur Hand? Am besten noch eine, die genauso gut mit experimentellen Beobachtungen übereinstimmt?

Wieso wäre die nicht korrekt? In jedem Beobachtersystem (IS in welchem der Beobachter ruht) ist ja LG= c=konst.

Die variante LG ist nur die Inverse zur varianten Zeit/Länge incl. RdG. Prinzipiell ändert das gar nichts, außer daß die Hilfskonstruktionen ZD, LK und RdG entfallen und die Physik klassisch bleibt.
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Re: Begabte Photonen

Beitragvon Bell » Sa 10. Mär 2012, 18:31

Ernst hat geschrieben:
All hat geschrieben:Entweder akzeptiert man die Relativität der Gleichzeitigkeit mit allen ihren Folgen oder man akzeptiert sie nicht.

Die RdG ist meines Erachtens ganz inakzeptabel. Eine These, welche diese Folgerung zeitigt, gehört in die dritte Reihe. Es gibt nach meiner Kenntnis auch keinen Anhaltsunkt zur praktischen Stützung einer solchen absurden Folgerung.
Ist also die RdG inakzeptabel, so ist es auch der zugrunde liegende Ansatz der konstanten LG=c in allen IS. Das ist dann offensichtlich falsch.

Es bietet sich eine Alternative an. Nimmt man die beobachtete isotrope LG als praktisch erwiesen an, dann ist im Beobachter IS (IS in welchem der Beobachter ruht) die LG tatsächlich konstant. In anderen IS ist aber die LG entsprechend der Galileitransformation c' = c +- v. Die LG wird behandelt, wie jede andere auch. Klassische Physik.
Die Grenzgeschwindigkeit c im Beobachter IS bleibt erhalten.(...)
Längen und Zeiten bleiben unverändert. RdG ist nicht. Die LG ist variant.

Wenn ich es richtig sehe, ist doch aber auch bei dem von Dir Formulierten die 'RdG immer noch zwangsläufig vorhanden. Diese ergibt sich doch unmittelbar aus dem Postulat, dass für jeden Beobachter in seinem IS (IS in welchem der Beobachter ruht) die LG tatsächlich konstant ist.

Ich sehe da gar keinen Unterschied von Deiner Formulierung zu dem Postulat, auf dem die SRT aufbaut ... dem der Konstanz der LG nämlich. Für jeden Beobachter scheint sich doch das Licht mit c +-v von einem anderen Beobachter/IS (bei klassischer Betrachtung) fortzubewegen.
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Re: Begabte Photonen

Beitragvon contravariant » Sa 10. Mär 2012, 18:34

Ernst hat geschrieben:Wieso wäre die nicht korrekt? In jedem Beobachtersystem (IS in welchem der Beobachter ruht) ist ja LG= c=konst.

Die variante LG ist nur die Inverse zur varianten Zeit/Länge incl. RdG. Prinzipiell ändert das gar nichts, außer daß die Hilfskonstruktionen ZD, LK und RdG entfallen und die Physik klassisch bleibt.

Die Newtonsche Mechanik ist Galileiinvariant, die Maxwellsche Elektrodynamik ist nicht Galilei- sondern Lorentzinvariant. Darüberhinaus wird normalerweise davon ausgegangen, dass in allen Intertialsystemen dieselben Naturgesetze gelten.

Da gibt es nun ein offensichtlich ein Problem, alles drei kann nicht richtig sein. Bei der SRT wird die Newtonsche Mechanik ersetzt. Bei der Äthertheorie gibt es nur noch ein Intertialsystem. Wenn du nun die Galileitransformationen zur Grundlage nimmst, dann musst du offensichtlich eine der anderen beiden Annahmen ändern. Bei anderne Diskussionen scheinst du ja generell von der Existenz von verschiedenen Inertialsystemen auszugehen. Dann brauchst du aber auch eine Galileiinvariante Formulierung der Elektrodynamik.
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Re: Begabte Photonen

Beitragvon Ernst » Sa 10. Mär 2012, 20:23

Bell hat geschrieben:Wenn ich es richtig sehe, ist doch aber auch bei dem von Dir Formulierten die 'RdG immer noch zwangsläufig vorhanden. Diese ergibt sich doch unmittelbar aus dem Postulat, dass für jeden Beobachter in seinem IS (IS in welchem der Beobachter ruht) die LG tatsächlich konstant ist.

Nein, in der SRT ist die LG in jedem IS konstant c. Das läßt sích nur hinbiegen durch eine Verbundmaßnahme aus ZD, LK und RdG.
In der Alternative ist die LG nur im IS konstant, in welchem der Beobachter ruht , in anderen IS ist sie c'=c+-v. Daher gelten die klassischen Verhältnisse gleiche Zeit, gleiche Länge, keine RdG.

Die LG wird genauso behandelt, wie jede ander Geschwindigkeit. Mit dem Unterschied, daß die LG im IS, in welchem der Beobachter ruht, stets c besitzt.

Kommt das Licht aus einer Quelle eines anderen IS, ist die LG im "BeobachterIS" immer c. D.h. im QuellenIS besitzt sie c+-v. Das Licht legt also in der universellen Zeiteinheit im QuellenIS tatsächlich einen anderen Weg zurück als im BeobachterIS. Gemessen mit der gleichen universellen Zeit und dem gleichen universellen Längenmaß. Längen und Zeiten sind unverändert.

Ist ja dann nicht anders als bei einem Auto. Das legt in gleichen Zeiteinheiten klassisch in unterschiedlichen IS auch unterschiedliche Wege zurück.

Wenn man postuliert, im BeobachterIS sei c stets konstant, ergeben sich eben die beiden Möglichkeiten, das hinzubekommen:
a) durch die Annahme c=konst in allen IS. SRT. Das bringt die Paradoxa ZD, LK, RDG. Sehr merkwürdiges.
b) durch die Annahme, die LG ist ausschießlich im BeobachterIS konstant und in andere IS variabel. Ergibt keine merkwürdigen Folgerungen und alles bleibt physikalisch klassisch.
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Re: Begabte Photonen

Beitragvon Ernst » Sa 10. Mär 2012, 20:29

contravariant hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Wieso wäre die nicht korrekt? In jedem Beobachtersystem (IS in welchem der Beobachter ruht) ist ja LG= c=konst.

Die variante LG ist nur die Inverse zur varianten Zeit/Länge incl. RdG. Prinzipiell ändert das gar nichts, außer daß die Hilfskonstruktionen ZD, LK und RdG entfallen und die Physik klassisch bleibt.

Die Newtonsche Mechanik ist Galileiinvariant, die Maxwellsche Elektrodynamik ist nicht Galilei- sondern Lorentzinvariant. Darüberhinaus wird normalerweise davon ausgegangen, dass in allen Intertialsystemen dieselben Naturgesetze gelten.

Da gibt es nun ein offensichtlich ein Problem, alles drei kann nicht richtig sein. Bei der SRT wird die Newtonsche Mechanik ersetzt. Bei der Äthertheorie gibt es nur noch ein Intertialsystem. Wenn du nun die Galileitransformationen zur Grundlage nimmst, dann musst du offensichtlich eine der anderen beiden Annahmen ändern. Bei anderne Diskussionen scheinst du ja generell von der Existenz von verschiedenen Inertialsystemen auszugehen. Dann brauchst du aber auch eine Galileiinvariante Formulierung der Elektrodynamik.

Nein, die brauche ich nicht. Die Version ist ja nicht eine komplette GT. Die würde ja auch im Beobachter IS eine variable LG beinhalten. Hier wird aber postuliert, daß im BeobachterIS die LG stets konstant c ist. Damit bleibt Maxwell universell gültig; es gilt in allen BeobachterIS.
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Re: Begabte Photonen

Beitragvon contravariant » Sa 10. Mär 2012, 20:34

Ernst hat geschrieben:Nein, die brauche ich nicht. Die Version ist ja nicht eine komplette GT. Die würde ja auch im Beobachter IS eine variable LG beinhalten. Hier wird aber postuliert, daß im BeobachterIS die LG stets konstant c ist. Damit bleibt Maxwell universell gültig; es gilt in allen BeobachterIS.

Maxwell kann nur dann in allen IS gelten, wenn man zwischen diesen IS lorentztransformiert. Genau das bedeutet "Lorentzinvariant".
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Re: Begabte Photonen

Beitragvon Ernst » Sa 10. Mär 2012, 20:40

contravariant hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Nein, die brauche ich nicht. Die Version ist ja nicht eine komplette GT. Die würde ja auch im Beobachter IS eine variable LG beinhalten. Hier wird aber postuliert, daß im BeobachterIS die LG stets konstant c ist. Damit bleibt Maxwell universell gültig; es gilt in allen BeobachterIS.

Maxwell kann nur dann in allen IS gelten, wenn man zwischen diesen IS lorentztransformiert. Genau das bedeutet "Lorentzinvariant".

Richtig. Hier gilt Maxwell nur im jeweiligen BeobachterIS. In hypotetischen IS, wo nicht beobachtet wird, ist eine Gültigkeit belanglos. Es wird immer beobachtet, daß Maxwell gültig ist.
In diesem IS unterscheidet sich nichts gegenüber der SRT.
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Re: Begabte Photonen

Beitragvon contravariant » Sa 10. Mär 2012, 20:43

Ernst hat geschrieben:Richtig. Hier gilt Maxwell nur im jeweiligen BeobachterIS. In hypotetischen IS, wo nicht beobachtet wird, ist eine Gültigkeit belanglos.

Man braucht ja kein hypothetische IS. Zwei gegeneinander bewegte Beobachter, die sich gegenseitig EMWellen zuschicken reichen völlig.
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