Bell hat geschrieben:1) Ist die Längenkontration in der SRT materieller, physikalischer Natur? Ja / Nein
Wenn Ja:
2) Was ist die Ursache der materiellen Längenkontraktion in der SRT:
a) Ein Geschenk von oben gemäß Minkowski? Ja / Nein
b) Der von Einstein 1920 wieder eingeführte Äther? Ja / Nein
Da ich von der SRT nichts verstehe, kann ich Ihnen die Frage auch nicht beantworten. So wie ich es verstanden habe, ist die Ursache der Längenkontraktion in der physikalischen Geometrie der Raumzeit zu suchen.
Verursacht Deiner Meinung nach diese "
physikalische Geometrie der Raumzeit" aus der SRT eine materielle Verkürzung des bewegten Objekts? Verkürzt sich Deiner Meinung nach das bewegte Objekte materiell und physisch in Bewegungsrichtung, wie von Lorentz angenommen?
Bell hat geschrieben:Vielleich wären Sie aber so freundlich mir nun meine Frage zu beantworten:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Die Interpretation der Myonen-Experimente von den Relativisten als Längenkontraktion eines Myons ist haarsträubend und stark umstritten. Oder hast Du es seit Jahren nicht mitbekommen?
Vielleicht sind Sie so nett zu erläutern was denn an der Interpretation haarsträubend ist und wer sie bestreitet. Wie lautet denn die richtige Interpretation?
Das ist so, dass julian apostata behauptet hat, dass die Längenkontraktion experimentell nachgewiesen gewesen wäre, einerseits durch das Michelson-Morley Experiment, andererseits durch das Myonen-Experiment.
Die Verkürzung des Arms des Interferometers von MM wurde jedoch überhaupt nicht gemessen, jedoch nur von Lorentz als Hypothese
angenommen. Eine Messung der Verkürzung des Arms liegt nämlich weit außerhalb des Messbares und wurde nie nachgewiesen. Es ist also kein experimenteller Befund, sondern nur eine Annahme von Lorentz. Noch einmal: Bitte nicht Annahme und experimenteller Nachweis verwechseln, das ist wesentlich.
Genauso, wurde die Verkürzung eines bewegten Myons nicht experimentell gemessen, weit verfehlt, sie liegt noch viel weiter außerhalb des Messbares als die Verkürzung des Arms eines Interferometers, kann man sich vorstellen. Zumal man auch nicht die Länge eines Myons im Ruhezustand messen kann, die Dinger sollen ziemlich quirlig sein, habe ich mir erzählen lassen. Es ist also haarsträubend zu behaupten, man hätte die Längenkontraktion von Myonen experimentell nachgewiesen. Also auch da handelt es sich nicht um ein experimentellen Befund, sondern um eine Annahme.
Auch bei der GPS-Technologie kann ich mir nicht vorstellen, dass man eine Verkürzung der Länge des Satellits oder der Länge des Autos je gemessen hätte.
Auch rein theoretisch bei dem Zwillingsparadoxon habe ich nie erlebt, dass man eine Verkürzung des reisenden Zwillings berechnen würde: Man berechnet m.W. nur die Verlangsamung seines Alters, mehr nicht. Dementsprechend nehme ich an, dass man beim Zwillingsparadoxon nicht annimmt, dass der reisende Bruder sich in Bewegungsrichtung verkürzt.
Das ist also alles nicht sehr schlüssig mit der Längenkontraktion in der SRT, kann man wohl sagen, und die Frage bleibt bestehen:
Geht man in der SRT von einer realen, physikalischen, materiellen Verkürzung der bewegten Objekte wie Lorentz es annimmt, auch wenn sie nie experimentell nachgewiesen wurde?
Viele Grüße
Jocelyne Lopez