Kritik des 1. newtonschen Axioms

Hier werden andere Standardmodelle der Physik kritisiert oder verteidigt

Re: Kritik des 1. newtonschen Axioms

Beitragvon mmgarbsen » Di 7. Apr 2009, 15:32

Werter Herr Katscher,

leider ist der Betrachter nicht fähig, unter H, J oder 0 zu erkennen, ob ein Körper ruht oder sich bewegt.

Bei einem fließenden Gewässer oder einer rollenden Billardkugel ist der Unterschied zwischen Ruhe und Bewegung schon eher wahrnehmbar.

Ich nehme Ihre Zeilen zum Anlaß, um nochmals zu behaupten, daß es zwei verschiedene Welten gibt. Eine reale existierende Welt für alle Menschen. Und eine künstlich aus physikalischen Begriffen, Hauptsätzen und Zuständen von Physikern für Physiker geschaffene Scheinwelt.

Man sollte, auch in einem Wissenschaftsforum, diese beiden Bereiche strikt trennen.

MfG

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Re: Kritik des 1. newtonschen Axioms

Beitragvon Heinrich Katscher » Do 9. Apr 2009, 00:06

mmgarbsen hat geschrieben:leider ist der Betrachter nicht fähig, unter H, J oder 0 zu erkennen, ob ein Körper ruht oder sich bewegt.


Werter Herr mit Nicknamen "mmgarbsen",

jede Bewegung muss als relativ gewertet werden, weil ihre Registrierung einen Beobachter erfordert. Als Zwei-Körper-Problem ruht ein Objekt, wenn es dem Beobachter gegenüber seinen Platz nicht ändert - und dies auch dann, wenn sich beide mit beliebiger Geschwindigkeit krummlinig bewegen. Erst die Existenz eines dritten, d.i. eines Referenzkörpers im Raum ermöglicht zu entscheiden, ob bzw. wie sich der beobachtete Körper dem Beobachter gegenüber bewegt.

Bewegungen können mit verschiedenen Geschwindigkeiten erfolgen. Diese werden grössen- und richtungsmässig durch Vektoren dargestellt. Impulsgrössen J sind den Geschwinigkeiten proportional. Impulsmomente H = J x R dagegen entsprechen Vektorprodukten aus Impulsgrösse J und Entfernung R ihres Angriffspunktes. Ein wenig Hirnschmalz erfordert dabei die Tatsache, dass Impulsmomente H auch dann Werte H haben können, wenn die Summe aller Einzelimpulse j, d.i. J (= 0) , den Wert Null hat.

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Re: Kritik des 1. newtonschen Axioms

Beitragvon mmgarbsen » Do 9. Apr 2009, 10:04

Hallo Herr Katscher,

mein Realname ist Manfred Müller. Da ich im Internet schon seit ca. 10 Jahren unter mmgarbsen schreibe, möchte ich auch nichts daran ändern, zumal ich immer noch zu dem stehe, was ich vor 10 Jahren schon gesagt oder geschrieben habe.

Ihre Erklärungen bezüglich der Bewegung sind sicherlich interessant, aber nicht uneingeschränkt anwendbar. Ich bin überrascht, daß auch Geschwindigkeiten durch Vektoren dargestellt werden, weil bislang doch immer Käfte oder deren Richtung diurch solche Pfeile gekennzeichnet wurden.

Welche Maßeinheit gibt es eigentlich für die Bewegung? Die Ableitung aus der Impulsgröße ist ja wohl doch mehr theoretischer Natur.

Sie schreiben, daß jede Bewegung einen Beobachter erforderlich macht. Muß ich daraus schließen, daß sich, als es noch keine Menschen ( also Beobachter ) gab, sich auch nichts bewegt hat?

Wie Sie sehen versteigt sich die moderne Wissenschaft mit ihren Aussagen immer mehr in Widersprüche.

MfG

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Re: Kritik des 1. newtonschen Axioms

Beitragvon Heinrich Katscher » Fr 10. Apr 2009, 00:25

mmgarbsen hat geschrieben: Ich bin überrascht, daß auch Geschwindigkeiten durch Vektoren dargestellt werden, ...............
Welche Maßeinheit gibt es eigentlich für die Bewegung? ................
Die Ableitung aus der Impulsgröße ist ja wohl doch mehr theoretischer Natur.

Sehr geehrter Herr Müller,

jede physikalische Erscheinung, die neben ihrer Grösse auch durch ihre Richtung charakterisiert ist, kann durch einen VEKTOR beschrieben bzw. charakterisiert werden. Dies gilt z.B. auch für Temperaturgefälle im Raum. Diese werden jedoch nicht durch diskrete (konstante) Vektoren, sondern durch GRADIENTEN und GRADIENTENFELDER charakterisiert. Dies haben VEKTOFELDERN gegenüber räumlich sich ändernde Vektoren (Gradientendifferenzen).

BEWEGUNGen sind Ortsänderungen, derem Masseinheit primär ein Längenmass ist. Weil jedoch Standortsortsänderungen schnell und langsam erfolgen können, benötigt man sekundär ein ein Bezugsmass, d.i. definierte Standortsänderung, die ein ZEITMASS bildet. Der Quotient aus Längenmass L und Zeitmass T ist die GESCHWINDIGKEIT v = L /T.

Die IMPULSGRÖSSE J = N v ist der Geschwindigkeit proportional. Das Symbol N als Anzahl der einen Impuls auslösenden Nukleonen verwende ich provokativ. Die Grösse J unterscheidet sich nämlich nur zahlenmässig von der gebräuchlichen Impulsgröse I = M v, die definitorisch dem Produkt aus Masse M und Geschwindigkeit v entspricht.
- Ergo ipso :
M = N . mn,
wenn mn die in kg oder anders angegebene "Nukleonmmasse" ist, (mn = 1,67E-27 kg).

Wer sehen will, kann sehen: es geht auch ohne "(relativistische) Masse".

Sie schreiben, daß jede Bewegung einen Beobachter erforderlich macht. Muß ich daraus schließen, daß sich, als es noch keine Menschen ( also Beobachter ) gab, sich auch nichts bewegt hat?


Sie provozieren ! Ohne Bewegung gäbe es keinen Kosmos. Weder Sie und ich, bzw. keine Fauna und keine Flora. Die Schöpfung der Welt und die Kosmologie einschliesslich Urknall dagegen sind bzw. betrachte ich als mernschliche Erfindungen, als unbeweisbare Sciens Fictions.

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Re: Kritik des 1. newtonschen Axioms

Beitragvon mmgarbsen » Fr 10. Apr 2009, 11:34

Sehr geehrter Herr Katscher,

zunächst einmal muß ich Ihnen meine Anerkennung aussprechen, daß Sie mit sehr viel Geduld versuchen, mir die Physik in ihren Grundzügen zu erklären. Seien Sie mir deshalb nicht böse, wenn ich Ihre Aussage mitunter bezweifle. Es ist zwar Ihre Ansicht, aber nicht Ihre Entdeckung.

Sie schreiben zum Beispiel: "Bewegungen sind Ortsveränderungen." Meine Meinung dazu ist: "Bewegung ist ein Zustand, der zu einer Ortsveränderung führt." Dazwischen liegen zwei Ereignisse. 1. und 2. Beobachtung der Örtlichkeiten.

Die Distanz zwischen den beiden Beobachtungen wird als Zeit bezeichnet, obwohl es sich dabei um eine zurückgelegte Strecke handelt. Bei näherer Betrachtung stellt man nämlich fest, daß Zeit immer von einer zurückgelegten Wegstrecke abgeleitet wird.

Ihren letzten Absatz beginnen Sie mit: "Sie provozieren !" Dann lassen Sie sich dochmal provozieren! Und weiter: "Ohne Bewegung gäbe es keinen Kosmos." Stimmt! Aber warum wird der Bewegung seitens der Wissenschaften so wenig Bedeutung beigemessen?

Es wird auch immer nur der Frage nachgegangen, was sich da bewegt. Viel wichtiger ist doch eine Antwort auf die Frage, "wie und wohin sich etwas bewegt."

Daß die Bewegung der Ursprung des Seins ist, habe ich schon vor langer, langer Zeit festgestellt. Wenn wir einmal davon ausgehen, daß sich alle Objekte schon immer bewegt haben, dann hat auch die Zeit keinen Anfang gehabt. Hierdurch wird der Begriff "Unendlichkeit" auch viel anschaulicher.

MfG

Manfred Müller
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Re: Kritik des 1. newtonschen Axioms

Beitragvon Hannes » Fr 10. Apr 2009, 14:03

Hallo mmgarbsen !

    "Die Distanz zwischen den beiden Beobachtungen wird als Zeit bezeichnet, obwohl es sich dabei um eine zurückgelegte Strecke handelt. Bei näherer Betrachtung stellt man nämlich fest, daß Zeit immer von einer zurückgelegten Wegstrecke abgeleitet wird."

Ist richtig. Wenn wir irgendein Ding ansehen, schauen wir schon in die Vergangenheit.
Besonders eindrucksvoll ist diese Ansicht, wenn wir den Sternenhimmel ansehen:
Je nach optischer Möglichkeit oder Unterstützung durch Teleskope können wir fast
bis zu Urknall zurückschauen.
Wenn wir einen Spiegel auf unserem Nachbarstern anbringen könnten,
könnten wir sogar unsere eigene Vergangenheit sehen .

Mit Gruß Hannes
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Re: Kritik des 1. newtonschen Axioms

Beitragvon Faber » Fr 10. Apr 2009, 15:10

mmgarbsen hat geschrieben:Die Distanz zwischen den beiden Beobachtungen wird als Zeit bezeichnet, obwohl es sich dabei um eine zurückgelegte Strecke handelt. Bei näherer Betrachtung stellt man nämlich fest, daß Zeit immer von einer zurückgelegten Wegstrecke abgeleitet wird.

Das stimmt nicht.

Zeit wird genauso wie Länge durch Vergleich mit einem Maßstab ermittelt.

So mag Person A eine abgesteckte Strecke in einem Tag zurücklegen und Person B dieselbe Strecke in 2 Tagen. Die Zeit wird anhand der Position der Sonne am Himmel ermittelt.

Würde man die Zeit von der zurückgelegten Wegstrecke ableiten, dann wären die mittleren Geschwindigkeiten beider Personen gleich.

Die Herstellung guter Maßstäbe ist nicht ganz einfach.

Gruß
Faber
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Re: Kritik des 1. newtonschen Axioms

Beitragvon mmgarbsen » Fr 10. Apr 2009, 19:59

@ Bruno

Die UTC- Sekunde ist eine Definition und keine gemessene Zeit. Ursprünglich war eine Sekunde der 86 400 ste Teil einer Erdumdrehung. Am Erdumfang des Äquators gemessen also eine Strecke von 1 666,67 km.

Auch die Feinstrukturkonstante ist nur ein theoretischer Begriff. Irgendwo habe ich einmal geschrieben, man solle doch bitte schön die Realität nicht mit künstlichen Begriffen vermischen.

MfG
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Re: Kritik des 1. newtonschen Axioms

Beitragvon mmgarbsen » Fr 10. Apr 2009, 20:18

Hallo Hannes,

vielleicht kannst Du mal ein bisschen näher erklären, was es bei Dir heißt: "den Sternenhimmel ansehen"?

Eigentlich können wir ja nur Lichtsignale aus dem Sternenhimmel empfangen. Als diese Signale ausgesandt wurden war Vergangenheit. Wenn wir die Signale empfangen ist Gegenwart. Das sind die zwei Ereignisse, von denen ich sprach. Der Zwischenraum zwischen diesen beiden Ereignissen ist die Strecke, die wir als Zeit bezeichnen.

MfG

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Re: Kritik des 1. newtonschen Axioms

Beitragvon Hannes » Fr 10. Apr 2009, 20:30

Hallo mmgarbsen !

    "Eigentlich können wir ja nur Lichtsignale aus dem Sternenhimmel empfangen. Als diese Signale ausgesandt wurden war Vergangenheit. Wenn wir die Signale empfangen ist Gegenwart. Das sind die zwei Ereignisse, von denen ich sprach. Der Zwischenraum zwischen diesen beiden Ereignissen ist die Strecke, die wir als Zeit bezeichnen."

Ja, so habe ich es auch gemeint.

Mit Gruß Hannes
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