Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Trigemina » Do 9. Apr 2009, 00:17

Faber hat geschrieben:1.) Die Abstände zwischen den Toren und dem Detektor sind auch im Autosystem konstant und gleich.
2.) Trigemina hat nicht -wie behauptet- diese Abstände berechnet.
3.) Trigemina hat die von den Lichtblitzen zurückzulegenden Strecken berechnet.
4.) Die von den Lichtblitzen zurückzulegenden Strecken stimmen nicht mit den o.g. Abständen überein.
5.) Punkt 10.) in meinem nun widerlegten Beweisversuch ist falsch.



#10, 14, 16 sind falsch auf deiner Liste! Wenigstens hast du die #10 dank Dietmars Zeichnung :D als falsch erkannt.

Gruss
Trigemina
 
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Faber » Do 9. Apr 2009, 23:06

@Trigemina

Korrekt. 14.) und 16.) folgen aus 10.) und sind nun mit 10.) gefallen.

Gruß
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Faber » Do 9. Apr 2009, 23:09

Nach dem ersten Flop riskiere ich eine weitere Pleite:

Die Garage benötigen wir nun eigentlich nicht mehr. Aber solange es keine Abwrackprämien für Garagen gibt, lassen wir sie stehen, damit sie die Umwelt dort versaut, wo sie es bisher getan hat.

Im Boden der Garage sei ein schräger Tunnel angebracht, wie im oberen Teil des Bildes unten zu sehen. Am Automobil sei ein Laser angebracht. Steht das Automobil über dem Tunnel, so strahlt der Laser gegen die Tunnelwand.

In der Mitte des Bildes ist die Sicht des Garagiers gezeigt, der mit dem Tunnel ruht, wenn das Automobil mit v < c vorbeifährt. Das Automobil erscheint horizontal verkürzt, gerade so, dass der Laserstrahl nun für eine kurze Weile durch den Tunnel läuft, ohne die Wände des Tunnels zu berühren.

Unten im Bild die Situation aus Sicht des Autofahrers, der seinerseits Garage, Fahrbahn und Tunnel verkürzt sieht. Der Laser strahlt wiederum gegen die Tunnelwand.

Am Ende des Tunnels sei ein Detektor, der nur dann reagiert, wenn der volle Laserstrahl ihn ohne Tunnelwandreflektionsverluste erreicht. Der Detektor zündet wie gehabt eine Bombe.

Aus Sicht des Garagiers wird die Bombe gezündet. Aus Sicht des Autofahrers nicht.

Irgendwelche Einwände?

Gruß
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Faber » Fr 10. Apr 2009, 13:18

@Bruno

Metaphysik ist die Wissenschaft, die das Seiende als solches zum Thema hat und die großen Bereiche und Gesetzlichkeiten des Wirklichen, und die das Bleibende und den Zusammenhang in allem Wechsel der Erscheinungen und Äußerungen sucht (Philosophisches Wörterbuch).

Gegen Metaphysik ist ganz und gar nichts einzuwenden, im Gegenteil, ohne Metaphysik lässt sich überhaupt keine Physik betreiben.

Kant meint (in seiner Schrift "Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft", 1786), dass die "Körperlehre" allein durch "Anwendung der Mathematik" zur "Naturwissenschaft" werden könne. Sowie weiters, dazu müssten "Prinzipien der Konstruktion der Begriffe, welche zur Möglichkeit der Materie überhaupt gehören, vorangeschickt werden".

Es ist also die "Metaphysik" Kants, die nichts mit der Realität zu tun hat, sondern erklärtermaßen nur mit der Konstruktion von Begriffen aus gewissen Prinzipien. Die "Physik" Einsteins ist offenbar eine korrekte "Körperlehre" im Sinne von Kant.

Bruno hat geschrieben:Die Relativitätstheorien Einsteins sind keine physikalischen Theorien, sondern Metaphysik der Erscheinungen eines jüdischen Esoterikers.

Die Relativitätstheorien Einsteins sind keine Metaphysik. Einstein folgt wohl aber der "Metaphysik" Kants: seine "Physik" basiert auf der Konstruktion von Begriffen aus gewissen Prinzipien, nicht aber auf den Gesetzlichkeiten des Wirklichen.

Bruno hat geschrieben:Raum und Zeit und somit Längenkontraktion und Zeitdilatation sind nämlich Begriffe, "die gar nicht (ihrem ganzen Inhalte nach) in der Erfahrung gegeben werden können," und deshalb "niemals durch Erfahrung widerlegt werden" können.

Meinen Sie das jetzt ironisch?

Raum und Zeit sind nach Kant konstruierbare Begriffe. Kant ist ein Materialist und ein Phantast. In Wahrheit sind Raum und Zeit immaterielle Gegenstände der Wirklichkeit. Sie existieren in der Wirklichkeit. Bei Kant existieren sie nur in der Phantasie des Beobachters.

Sie sollten Ihre gegen Einstein gerichteten Vorwürfe gegen dessen Vordenker Kant richten!

Bruno hat geschrieben:Du kannst Dir all diese blödsinnigen Gartenzaun- und Garagen-gedankenexperimente getrost schenken!

Wenn Sie hier einen Beweis vorlegen, dass die SRT nicht durch konsequente Anwendung der Postulate und der Lorentztransformation auf Gedankenexperimente zu Widersprüchen geführt werden kann, werde ich das gerne tun.

Einstweilen würden aber bereits sachliche Einwände gegen das Auto-Laser-Tunnel-Gedankenexperiment demoralisierend auf mich wirken.

Gruß
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Hannes » Fr 10. Apr 2009, 18:37

Hallo Dietmar !

    „ PS: Diese Paradoxien bringen tatsächlich nichts. Die Lorentztransformation ist ausschließlich dazu da, Koordinaten von Ereignissen zu transformieren - die dahinter liegende objektive Realität des Stattfindens der Ereignisse wird dadurch nicht angetastet“

Endlich eine vernünftige Antwort !
Solche Paradoxien machen doch die SRT lächerlich.
Und da gibt es noch einen ganzen Haufen davon.

Mit Gruß Hannes
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Faber » Fr 10. Apr 2009, 19:44

@Dietmar

Ich habe eine neue Zeichnung angefertigt (s.u.).

Angenommen, der Winkel des Lasergerätes sei 45°. Die Geschwindigkeit des Autos und der Winkel des Tunnels seien so gewählt, dass zu dem dargestellten Zeitpunkt ein Lichtblitz den Tunnel durchquert ohne die Tunnelwände zu berühren.

Transformieren wir nun in das System des Garagiers. Für den Lichtblitz nehmen wir das Ereignis "Austritt aus dem Lasergerät" und das Ereignis "Erreichen des Tunnelendes". Dann ergibt sich die im Bild an zweiter Stelle dargestellte Situation.

Das Licht tritt zwar nun nicht mehr parallel zur Längsachse des Lasergeräts aus selbigem, wohl aber senkrecht zur Vorderseite des Lasergeräts, aus der es austritt.

In beiden Fällen löst der Detektor am Ende des Tunnels die Bombe aus.

Nun bringen wir an der Seitenwand des Lasergerätes noch eine Blende an, wie in der unteren Hälfte des Bildes gezeigt. Aus Sicht des Autofahrers kein Problem. Aus Sicht des Garagiers wird aber das Licht blockiert.

Aus Sicht des Autofahrers löst der Detektor am Ende des Tunnels die Bombe aus, aus Sicht des Garagiers nicht.

Gruß
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Jocelyne Lopez » Fr 10. Apr 2009, 20:52

Hannes hat geschrieben:Hallo Dietmar !

    „ PS: Diese Paradoxien bringen tatsächlich nichts. Die Lorentztransformation ist ausschließlich dazu da, Koordinaten von Ereignissen zu transformieren - die dahinter liegende objektive Realität des Stattfindens der Ereignisse wird dadurch nicht angetastet“

Endlich eine vernünftige Antwort !
Solche Paradoxien machen doch die SRT lächerlich.
Und da gibt es noch einen ganzen Haufen davon.



Ja, es gibt einen ganzen Haufen davon, aber da hilft nichts: Das Wort „Paradoxon“ soll eben nur die Widersprüche und die Logikbrüche der Relativitätstheorie „dezent“ formulieren: Sie stehen verschleiert für "Theoriefehler". Man will aber nicht offen sagen, dass die RT widersprüchlich und unlogisch ist, sonst würde man eben zugeben, dass sie fehlerhaft und nicht annehmbar ist, und dass sie die physikalische Realität nicht darstellt. Man sagt also einfach, dass es "Paradoxien" gibt, die aber mit der RT gelöst werden können. Sie können aber mit der RT eben nicht gelöst werden… :( Sie sind und bleiben Paradoxien, also Theoriefehler. .

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon contravariant » Fr 10. Apr 2009, 23:14

Jocelyne Lopez hat geschrieben:[...] Theoriefehler.

Das kannst du nicht beurteilen, siehe:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:[...]dass ich mich mit der mathematischen Herleitungen einer Theorie - auch noch auf englisch - hier beschäftigen will und kann[...]
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Harald Maurer » Fr 10. Apr 2009, 23:27

pauli hat geschrieben:Lieber Harald,

verrate mir mal bitte, warum Jocelyne permanent rumsülzen darf und ich nicht mal ab und zu?


Wenn (wie z.B. im vorhergehenden Beitrag von Jocelyne ersichtlich) kein persönlicher Angriff eines Teilnehmers vorliegt, sondern allgemein über die SRT (oder sonstige Theorien) gesülzt wird (womit Jocelyne außerdem nicht Unrecht hat, denn die Lösungen der SRT-Paradoxa werden durch ein anderes Paradoxon erkauft - nämlich durch eine Gleichzeitigkeit, die nicht gleichzeitig ist !), gibt es keinerlei Grund einzuschreiten. Anders sind hingegen Deine Schmähungen, die sich stets direkt gegen die Person eines Teilnehmers richten. Das ist eben der Unterschied. Du kannst meinetwegen nach Herzenslust permanent über Theorien, Ideologien und dergl. sülzen, aber die Teilnehmer meines Forums sind zu respektieren. Wer sie beleidigt, beleidigt mich!

Grüße
Harald Maurer
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon contravariant » Fr 10. Apr 2009, 23:41

Harald Maurer hat geschrieben:(womit Jocelyne außerdem nicht Unrecht hat, denn die Lösungen der SRT-Paradoxa werden durch ein anderes Paradoxon erkauft - nämlich durch eine Gleichzeitigkeit, die nicht gleichzeitig ist !)

Doch hat sie. Die Forderung nach absoluter Gleichzeitigkeit ist is etwas so sinvoll wie die Forderung, dass sich zwei Objekt, die sich für einen Beobachter hintereinander befinden, auch für alle anderen Beobachter (unabhängig von deren Position und Blickwinkel) hintereinander befinden sollen.
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