Scheinkräfte

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Scheinkräfte

Beitragvon Ernst » Di 24. Jan 2012, 22:23

Hannes hat geschrieben:Earnest !
Es ist in der gesamten Literatur einheitlich dargelegt, daß Trägheitskräfte incl. Zentrifugalkraft Größen sind, welche ausschließlich im beschleunigten Bezugssystemen verwendet werden.

Die Zentripetalkraft gehört doch auch zu den Trägheitskräften. Wieso wird die nicht auch abgeschafft ?
Du hast noch immer nicht erklärt, wie die Seile der Gondel zu ihrer Schräglage gekommen sind. Welche Kraft bringt sie zu einer solchen Lage ?

Die Zentripetalkraft ist keine Trägheitskraft.
Die Erklärung der Schräglage ist in dem Papier ausführlich erklärt:

Bild

Du mußt es nur mal lesen.

Ernst
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: Scheinkräfte

Beitragvon Hannes » Mi 25. Jan 2012, 07:53

Hallo Earnest !
Die Zentripetalkraft ist keine Trägheitskraft.
Die Erklärung der Schräglage ist in dem Papier ausführlich erklärt:

Die von dir eingestellte Erklärung ist logisch nicht nachvollziehbar.
Die Behauptungen stehen ohne Logik im Raum. Deshalb ist es ja dann notwendig, bei der Rechnung wieder die Trägheitskraft einzuführen, da sonst die Berechnungen falsch wären.
Wir sollten uns Gedanken machen, wie diese Trugschlüsse entstehen und wie man diese offensichtlichen Gedankenfehler bereinigen kann.
Die Erklärungen des ETH sind mit einem logischen Menschenverstand nicht vereinbar und nicht nachvollziehbar..
Ich warte auf deine Erklärungen, sofern du welche bringen kannst.
Mit Gruß
Hannes
Hannes
 
Beiträge: 3201
Registriert: Do 1. Jan 2009, 01:56

Re: Scheinkräfte

Beitragvon Lothar Pernes » Mi 25. Jan 2012, 10:48

Chief hat geschrieben:Gras wächst gegen die Kräfte.

Bild
Wachsendes Gras orientiert sich stets in entgegengesetzter Richtung zur effektiv wirkenden Kraft.
Befindet sich der Grassamen auf einer rotierenden Scheibe, so werden Gewichtskraft und Zentrifugalkraft vektoriell addiert.
http://expweb.phys.ethz.ch/01/08/08/bas01.pdf

graswachstumgegenKräfte01.jpg
graswachstumgegenKräfte01.jpg (49.04 KiB) 4304-mal betrachtet

Das ist hier, in der Auseinandersetzung mit den dümmlich-arroganten relativistischen Zentrifugalkraft-Leugnern, ein schon geniales Experiment. Ebenso einfach wie überzeugend. Es beweist die reale Existenz der Zentrifugalkraft, und zwar unabhängig vom Bezugssystem.

Und es zeigt, daß es bei der ETHZ nicht nur Scheinkraft-Vertreter gibt, sondern auch geistreiche Gegner dieser ideologischen, dogmatischen Sekte. Es rettet somit wenigstens halbwegs die Ehre der ETHZ.

Und es beweist, daß sogar die kleine Graspflanze mehr Intelligenz, Logik und Kraftvektor-Gespür besitzt als Ernst und Co.

Respekt und Anerkennung dem Experimentator und seinem Gras.

Mit freundlichen Grüßen
L. Pernes

Nachtrag: Die Worte "xxxxxx Scheinphysiker" nehme ich zurück und ersetze sie durch "Scheinkraft-Vertreter". Ich möchte nicht irgendwie zum "abschwören" gezwungen werden. Inquisitorische Eigenschaften und Dogmen sind hier schon deutlich genug erkennbar.
Zuletzt geändert von Lothar Pernes am Mi 25. Jan 2012, 15:54, insgesamt 1-mal geändert.
Lothar Pernes
 
Beiträge: 258
Registriert: Do 18. Mär 2010, 10:19

Re: Scheinkräfte

Beitragvon Jürgen » Mi 25. Jan 2012, 11:16

Lothar Pernes hat geschrieben:Das ist hier, in der Auseinandersetzung mit den dümmlich-arroganten relativistischen Zentrifugalkraft-Leugnern, ein schon geniales Experiment. Ebenso einfach wie überzeugend. Es beweist die reale Existenz der Zentrifugalkraft, und zwar unabhängig vom Bezugssystem.

Und es zeigt, daß es bei der ETHZ nicht nur hirnlose Scheinphysiker gibt, sondern auch geistreiche Gegner dieser ideologischen, dogmatischen Sekte. Es rettet somit wenigstens halbwegs die Ehre der ETHZ.

Und es beweist, daß sogar die kleine Graspflanze mehr Intelligenz, Logik und Kraftvektor-Gespür besitzt als Ernst und Co.

Respekt und Anerkennung dem Experimentator und seinem Gras.

Mit freundlichen Grüßen
L. Pernes


Hallo Lothar,
auch wenn du noch so viele Bsp. uns hier offerieren willst...genauso wie Chief, Hannes oder scharo etc. pp...es ist und bleibt einfach Unsinn!

Wenn das dein ehemaliger Physiklehrer lesen täte...er würde sich allmählich fragen, was er wohl dir und auch den anderen "Mitstreitern" gelernt hat.
Das ist ja langsam ein Trauerspiel, Leute...


So nun von meiner Seite zum aller letzten Mal die korrekte Erklärung...wobei ich weiß, dass garantiert nix verstanden wird:

Die Zentripetalkraft (oft auch Zentralkraft genannt, obwohl dies eigentlich eine Klasse von Kräften beschreibt) ist die wirkende physikalische Kraft, die an einem Körper angreift, der sich auf einer krummlinigen Bahn bewegt. Insbesondere ist die Zentripetalkraft für kreisförmige Bahnen verantwortlich: Sie „zieht“ den Körper nach innen zum Kreismittelpunkt bzw. zur Drehachse und hält den Körper so auf einer Kreisbahn. Der Begriff leitet sich von petere (lat. für sich begeben, aufsuchen, anstreben, streben zu/nach) ab.
Der mitbewegte Beobachter nimmt die Zentrifugalkraft wahr, die auch als Fliehkraft bezeichnet wird. Diese leitet sich vom lateinischen Verb fugere (lat. für fliehen, flüchten vor) her. Die Zentrifugalkraft ist dabei nach außen gerichtet und im Gegensatz zur Zentripetalkraft eine Scheinkraft. Technische Anwendungen der Zentrifugalkraft sind die Zentrifuge und der Fliehkraftregler.

Zentripetal- und Zentrifugalkraft hängen eng miteinander zusammen. Dabei ist die Zentrifugalkraft eine Scheinkraft, die ein mitbewegter Beobachter wahrnimmt, der der Zentripetalkraft ausgesetzt ist. Scheinkraft bedeutet in der Physik, dass sie nur in beschleunigten Bezugssystemen auftritt, und keinen materiellen Ursprung hat. Das heißt, ein außenstehender ruhender Beobachter wird keine Zentrifugalkraft messen. Das lässt sich an einfachen Beispielen verdeutlichen: Fährt man im Auto schnell eine Kurve, so spüren die Insassen eine radial (senkrecht zur Fahrtrichtung) nach außen gerichtete Kraft auf sich wirken. Betrachtet man aber als Außenstehender einen nassen sich drehenden Fahrradreifen, so sieht man die Wassertropfen tangential (und nicht etwa radial) vom Reifen wegfliegen. Eine radial vom Mittelpunkt wegführende Kraft ist also nicht vorhanden, sondern tritt nur für mitbewegte Beobachter in Erscheinung.

Nach dem Trägheitsprinzipialgesetz (1. newtonsches Axiom) haben alle Körper eine ihnen innewohnende Trägheit. Jeder Körper behält nach diesem Prinzip seine Geschwindigkeit und Bewegungsrichtung bei, sofern keine äußeren Kräfte auf ihn einwirken. Er bewegt sich dann geradlinig gleichförmig oder steht still.

Isaac Newton erklärt jede Geschwindigkeits- und Richtungsänderung durch eine von außen auf den Körper wirkende Kraft. Beobachtet man eine Richtungsänderung, so weist die Kraft immer in Richtung der Ablenkung.

Um einen Körper auf eine Kreisbahn zu zwingen, wird eine beständige Ablenkung in Richtung des Mittelpunktes benötigt. Diese wird als Zentripetalkraft bezeichnet. Diese Kraft ist daher die Ursache der Kreisbewegung. Und es gibt nur diese "eine" Kraft namens Zentripetalkraft :!:

Gruss,
Jürgen
Jürgen
 
Beiträge: 79
Registriert: Do 3. Mär 2011, 12:52

Re: Scheinkräfte

Beitragvon Ernst » Mi 25. Jan 2012, 12:05

Hannes hat geschrieben:Die Erklärungen des ETH sind mit einem logischen Menschenverstand nicht vereinbar und nicht nachvollziehbar..
Ich warte auf deine Erklärungen, sofern du welche bringen kannst.

Das ist nichts spezifisches der ETHZ, sondern das wird in allen Lehrmedien so gelehrt, wovon ich diverse deckungsgleiche Darstellungen hier verlinkt und zitiert habe. Und Millionen Studenten lernen das und wenden es dann später an. Und es paßt hervorragend in ihren Verstand. Da wäre es doch angebracht, zu prüfen, ob es nicht an Deinem eigenen "logischen Menschenverstand" liegt und nicht an dem Unverstand der Millionen Lehrkräfte und Studenten. Und ohne dich kränken zu wollen, es liegt sicher auch an deinem unvollkommenen Grundlagenwissen. Daher habe ich dir ja freundschaftlich geraten, da nachzuhaken.

Ich versuchs dennoch mal, Dir das vorstellungsmäßig begreiflich zu machen. Das Karussell stehe zunächst. Nun packe eine Gondel und ziehe sie nach außen. Dann lasse sie los. Sie wird doch dann nach innen gezogen. Also ein schräggestelltes Seil (im Zusammenwirken mit der Gewichtskraft) bewirkt auf die Gondel eine Kraft nach innen. Nicht anders ist es bei Rotation des Karussells. Die schräggestellte Kette bewirkt eine Kraft nach innen. Wäre die Gondel von der Kette getrennt, würde sie tangentiel davonfliegen. Die nach innen gerichtete Kraft des Seils hält sie aber davon ab und erzwingt die Richtungsänderung der Geschwindigkeit der Gondel ein Stück nach innen, so daß sie sich auf dem Kreis bewegt.

Ernst
Zuletzt geändert von Ernst am Mi 25. Jan 2012, 21:45, insgesamt 1-mal geändert.
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: Scheinkräfte

Beitragvon Ernst » Mi 25. Jan 2012, 12:16

Chief hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:
Chief hat geschrieben:Sowohl auf den Ball als auch auf die Begrenzung wirken noch die Trägheitskräfte.

Also auf den Ball wirkt die Kraft der Begrenzung und zusätzlich eine Trägheitskraft?

Entgegengesetzt zueinander. Eine ist Zentripetal- und die andere Zentrifugalkraft.

Das ist ja nun mal ein Wort. Die Kräfte sollen doch sicher den gleichen Betrag haben?

Dann ergibt sich vektoriell
Fres=Fzp+Fzf=0
Also auf den Ball wirkt überhaupt keine unausgeglichene Kraft. Das ist dynamisch dazu gleichwertig, daß überhaupt keine Kraft wirkt. Fragt sich, wieso denn der Ball keine geradlinige gleichförmige Bewegung ausführt, sondern ganz offenbar beschleunigt bewegt ist.

Betragsmäßig ergibt sich
Betragssumme = m*ω²*r - m*ω²*r = 0
Keine Kraft mehr übrig zur etwaigen Beschleunigung.

Ernst
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: Scheinkräfte

Beitragvon Ernst » Mi 25. Jan 2012, 12:53

Lothar Pernes hat geschrieben:Und es beweist, daß sogar die kleine Graspflanze mehr Intelligenz, Logik und Kraftvektor-Gespür besitzt als Ernst und Co.

Du hast wohl zuviel von dieser Graspflanze, Sorte Cannabis, gehascht, Ansonsten ist es unvorstellbar, daß ein einzelner Mensch solchen konzentrierten Unsinn verzapfen kann, indem er alles verwechselt, was zu verwechseln ist.
Und auch die ehrenwerten Mitarbeiter der ETHZ werden Dir deshalb verzeihen, daß Du ihnen solche quatschige Aussage unterstellst.

Die Aussage von Ernst & Co ist einfach, daß Trägheitskräfte wie die Zentrifugalkraft ausschließlich im beschleunigten Bezugssystem verwendet werden.
Daß deshalb die bewegte Animation von W. Fendt richtig und die von Chief falsch ist.
Und diese Aussage bezüglich der Verwendung von Trägheitskräften nur im beschleunigten Bezugssystem erklären die ETHZ Lehrer auch für Dein Gras:
Die Trägheitskraft Zentrifugalkraft wird zur Beschreibung im rotierenden Bezugssystem verwendet:

http://www.educ.ethz.ch/unt/um/phy/me/kreis/kreis.pdf
Katzengras.png
Katzengras.png (50.35 KiB) 4022-mal betrachtet


Ernst
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: Scheinkräfte

Beitragvon Hannes » Mi 25. Jan 2012, 14:51

Hallo Chief !
Da steht im rotierenden System und nicht im rotierenden Bezugssystem! Ach so wenn die Pflanze nicht rotiert dann wächst sie senkrecht nach oben! Sehr schlau!

Kannst du mir sagen, welcher Unterschied zwischen rotierendem System und rotierendem Bezugssystem besteht ?
Hannes
Hannes
 
Beiträge: 3201
Registriert: Do 1. Jan 2009, 01:56

Re: Scheinkräfte

Beitragvon Ernst » Mi 25. Jan 2012, 15:01

Chief hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:...Die Kräfte sollen doch sicher den gleichen Betrag haben?

Dann ergibt sich vektoriell
Fres=Fzp+Fzf=0
Also auf den Ball wirkt überhaupt keine unausgeglichene Kraft. Das ist dynamisch dazu gleichwertig, daß überhaupt keine Kraft wirkt. Fragt sich, wieso denn der Ball keine geradlinige gleichförmige Bewegung ausführt, sondern ganz offenbar beschleunigt bewegt ist.
...


Diese Aussage ist mit der Aussage
Ernst hat geschrieben:...Die Kraft der "Massenträgheit" ... ist kleiner als die angreifende Kraft...

gleichwertig! :mrgreen:


Dein üblicher Ausweg; wenn Du nicht mehr weiter weißt, kommt Jux und Dallerei und Blödelei.
Trollerei statt Verstand.

Sachlich bist Du hier wieder mal Ko.
.
.
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: Scheinkräfte

Beitragvon Ernst » Mi 25. Jan 2012, 15:06

Chief hat geschrieben:
...Der Beobachter neben der Scheibe "sieht" diese Kraft nicht. Denn sie ist von seinem
Standpunkt aus gesehen gar nicht nötig. Die Kugel ist ja beschleunigt, und es muss also eine
resultierende Kraft geben, welche die Beschleunigung verursacht. Es braucht keine andere
Kraft, welche diese aufhebt
.


Klar, Newton III muss weg! :roll: :roll: :roll:


Quatsch.
.
.
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

VorherigeNächste

Zurück zu Relativitätstheorie

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 21 Gäste