@Trigemina
Trigemina hat geschrieben:Nach genauer Durchsicht der kompletten Liste ergeben sich somit folgende falschen, der SRT widersprechenden Aussagen:
#10, 14, 16
Die genannten Punkte ergeben sich durch regelgerechte Anwendung der SRT-Postulate, der Lorentztransformation und der Voraussetzungen des Beispiels.
Zu den Punkten:
Faber hat geschrieben:10.) Aus der Sicht von A legen beide Lichtblitze denselben Weg der Länge L' bis zum Detektor zurück.
Die Längen L0 und L1 der beiden Wege von dem einen Tor zum Detektor und von dem anderen Tor zum Detektor sind voraussetzungsgemäß gleich und konstant L0 = L1 = L = const.
Der Autofahrer sieht diese beiden Längen lorentzverkürzt L'0 und L'1. Die Lorentzkontraktion von Objekten oder Abständen konstanter Länge ist unabhängig von Ort und Zeit. (Das ergibt sich unmittelbar aus der Lorentztransformation. Bildet man die Differenz zweier x'-Werte, x' = gamma * (x - vt), wird der vt-Term eliminiert.) Daher gilt unmittelbar einleuchtenderweise auch L'0 = L'1 = L'. Der Autofahrer sieht die Garage zwar verkürzt, einzelne Punkte der Garage aber zueinander relativ unbewegt. Er sieht eine starre Garage. Er sieht eine starre vordere Garagenhälfte und er sieht eine starre hintere Garagenhälfte und beide sehen jederzeit gleich lang aus.
Da der von den beiden Lichtblitzen zurückzulegende Weg die Länge L'0 bzw. L'1 hat, folgt meine Aussage 10.) SRT-gemäß.
Wären die Längen ungleich, weil zeit-/ortsabhängig, was würde dann passieren? Der Autofahrer sähe eine i.a. unsymmetrische Anordnung. Würde die ganze Garage mit der Zeit länger oder kürzer werden? Würde der Mittelpunkt der Garage in bezug auf die Garage oszillieren? Würde er sich immer weiter in eine Richtung bewegen?
Rechnen Sie bitte vor, was der Autofahrer ihrer Ansicht nach SRT-gemäß sieht:
L'0 = f(x',t') = ???
L'1 = f(x',t') = ???
(Wenn ich Sie richtig verstanden habe, hängen ihrer Meinung nach die Längen auch noch vom Abstand Auto-Garage zum Zeitpunkt t = t' = 0 ab. Wählen Sie Ihnen geeignet scheinende Startbedingungen.)
Faber hat geschrieben:14.) Aus der Sicht von A benötigen beide Lichtblitze dieselbe Zeit L'/c vom jeweiligen Tor bis zum Detektor.
Voraussetzung hierfür ist, dass L' sowie auch c konstant sind. c ist voraussetzungsgemäß konstant. L' ist konstant, wenn Punkt 10.) akzeptiert wird.
Faber hat geschrieben:16.) Aus der Sicht von A sind beide Lichtblitze zeitlich gleich weit von dem Moment entfernt, in dem die Bombe ausgelöst wird.
Punkt 16.) formuliert nur Punkt 14.) mit anderen Worten.
Fazit: Punkt 14.) und 16.) ergeben sich trivialerweise, wenn Punkt 10.) akzeptiert wird. Strittig ist nur (noch), ob meine Aussage 10.) nach den Regeln der SRT korrekt von mir begründet wurde. Da Sie das bestreiten, zeigen Sie bitte, dass L'0 = L'1 = L' nicht zutrifft. Geben Sie an, was mit den konstanten gleichen Abständen L0 = L1 = L aus Sicht des Autofahrers Ihrer Meinung nach geschieht:
L'0 = f(x',t') = ???
L'1 = f(x',t') = ???
Gruß
Faber