Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Newton

Beitragvon rmw » Di 27. Dez 2011, 21:13

Ernst hat geschrieben:Ich laß es daher mit Dir.

Ja lassen wir es. Anscheinend ist für dich Massenträgheit ein unbekanntes Gebiet.

Ernst hat geschrieben:Wäre alle 5, bei scharo 6.

Was du dir vornimmst scheint nur recht kurz zu halten, ich hoffe es geht dir nicht immer so.
Mit der Ernstschen Benotung kann ich ohne weiteres leben. Nachdem was du hier von dir gibst war auch Newton völlig daneben.
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Re: Newton

Beitragvon Ernst » Di 27. Dez 2011, 21:23

rmw hat geschrieben:Mit der Ernstschen Benotung kann ich ohne weiteres leben.

Du irrst. Es ist nicht meine subjektive Benotung, sonder diejenige nach den objektiven Maßstäben der gelehrten und angewandten Mechanik. Wer die Massebeschleunigung an der Feder in der Amplitude zu Null wähnt, verdient die 6. Wer in Bezugssystemen vom Typ IS mit Trägheitskräften operiert, verdient die 5-. Ganz objektiv.
Und wenn er sich verbessern will, muß sowas schlucken (stellvertretend für 1000 Quellen hier wiki):

Trägheits- oder Scheinkräfte sind die Kräfte, die auf Körper nur wirken, wenn man sie nicht in einem Inertialsystem, sondern in einem beschleunigten Bezugssystem beschreibt. Hierzu gehören beispielsweise Bezugssysteme, die fest mit einem beschleunigten Objekt verbunden sind, also auch solche, bei denen das Objekt seine Richtung ändert. Ein Sonderfall solcher Bezugssysteme ist das Bezugssystem der Erdoberfläche, da jeder ihrer Punkte aufgrund der Erddrehung ständig seine Richtung ändert.


Wer´s nicht schluckt, fällt eben durch. Überall auf der Welt, wo Technische Mechanik gelehrt wird. Absolut.
Punkt. Ende.

Gruß
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » Di 27. Dez 2011, 21:30

Highway hat geschrieben: Ernst komm mal wieder runter, es greift dich ja niemand persönlich an.

Das würde mir nicht viel ausmachen. Wenn aber die klassische Mechanik hier nicht nur so durch den Kakao gezogen wird, sondern zudem alle Lehrmeinungen verachtet werden, genauso wie 99,9% der Literatur, dann eben gibt´s Saures. ;)

Gruß
Ernst
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Re: Newton

Beitragvon Kurt » Di 27. Dez 2011, 22:24

Trägheits- oder Scheinkräfte sind die Kräfte, die auf Körper nur wirken, wenn man sie nicht in einem Inertialsystem, sondern in einem beschleunigten Bezugssystem beschreibt.


Vielleicht sollte man das ganze ein bisserl durcheinandersetzen.

Trägheits- oder Scheinkräfte


Andersrum, Kräfte werden durch die Trägheit erst -erschaffen-
Ohne Trägheit gibts keine einzige Kraft.

die auf Körper nur wirken, wenn man sie nicht in einem Inertialsystem, sondern in einem beschleunigten Bezugssystem beschreibt.

Von der Trägheit verursachte, also immer vorhandene Kräfte, wirken immer, denn sie sind -Naturgegeben-.
Wenn sie in einer bestimmtem Beschreibungsart nicht wirken dann ist das nicht die Natur direkt beschreibende Art.


Gruss Kurt
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Beitragvon rmw » Di 27. Dez 2011, 22:30

Ernst hat geschrieben:Wenn aber die klassische Mechanik hier nicht nur so durch den Kakao gezogen wird...

Was du hier vertrittst ist nicht so sehr klassische Mechanik, sondern eher ein Art relativistische Anpassungsmechanik, auch wenn dir das selbst nicht bewußt zu sein scheint.

Ernst hat geschrieben:
rmw hat geschrieben:Wenn der Springer in der Luft ist wird er konstant mit g verzögert (Bewegung nach oben) bzw. beschleunigt. Da Gravitation und Massenträgeit auf beliebig kleine Materieteilchen wirken und sich dort aufheben merkt der Springer nichts davon, er fühlt sich schwerelos.


Genau.

Hier stimmst du übrigens Kraft und Gegenkraft aus Gravitiation und Massenträgheit zu und bemerkst es gar nicht.
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Hannes » Di 27. Dez 2011, 22:40

Lieber Ernst !
Das würde mir nicht viel ausmachen. Wenn aber die klassische Mechanik hier nicht nur so durch den Kakao gezogen wird, sondern zudem alle Lehrmeinungen verachtet werden, genauso wie 99,9% der Literatur, dann eben gibt´s Saures.

Eigentlich tust du mir schon leid, wie du dich verrannt hast und wie alle auf dich einreden.
Wenn du schreibst :
Das ist falsch. Im nichtrotierenden Bezugssystem gibt´s keine Trägheitskraft.
Dann lass doch zwei Eisenbahnzüge auf gerader Strecke aufeinander auffahren. Ohne Antrieb oder sogar mit gezogener Notbremse.
Dann wirst du sehen, was die Trägheitskraft ausrichten kann.
Und wenn du schreibst:
Aber sowohl auf die Masse als auch auf den Faden wirkt nur eine einzige Kraft.
dann wäre der Faden nicht gespannt. An dem Faden muss man an beiden Enden ziehen, damit er gespannt ist. Mit ZWEI entgegengerichteten Kräften.
Und wenn du schreibst:
Die Federkraft ist in jeder Position der Masse im dynamischen Fall gleichgroß wie im statischen Fall.

Was ist der Unterschied zwischen dynamischen und statischen Fall ?Das ist doch die Bewegung !Wie stellst du dir einen statischen Fall vor ? Einen Fall ohne Bewegung kann ich mir nicht vorstellen.
Die Federkraft ändert sich bei Bewegung der Masse doch ständig und bleibt nicht gleichgroß. Trägheitskraft der Masse und die Federspannungskraft sind in jedem Moment gleich groß, natürlich in entgegengesetzter Richtung.
Und wenn die Federkraft weg ist, ist plötzlich die Trägheitskraft verschwunden.

Und du getraust dich, anderen eine Klassifikation zu erteilen ?
Soll ich da lachen oder weinen ?

Mit Gruß
Hannes
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Re: Klassische Mechanik

Beitragvon Ernst » Mi 28. Dez 2011, 12:25

rmw hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:
rmw hat geschrieben:Wenn der Springer in der Luft ist wird er konstant mit g verzögert (Bewegung nach oben) bzw. beschleunigt. Da Gravitation und Massenträgeit auf beliebig kleine Materieteilchen wirken und sich dort aufheben merkt der Springer nichts davon, er fühlt sich schwerelos.

Genau.

Hier stimmst du übrigens Kraft und Gegenkraft aus Gravitiation und Massenträgheit zu und bemerkst es gar nicht.

Ja natürlich stimmt das. Du mußt aber schon mal lesen, was ich zwanzigmal schrieb; die Massenträgheit wird in der Bewegungsgleichung entsprechend dem zweiten Newtonschen Axiom berücksichtigt.
Das hat mit "Trägheitskraft" in ihrem physikalisch definierten Sinn überhaupt nichts zu tun.

Gruß
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Re: Impuls

Beitragvon Ernst » Mi 28. Dez 2011, 12:47

Highway hat geschrieben: Impulserhaltung bedeutet paarweises Auftreten gleich großer, einander entgegengerichteter Kräfte - ich denke das ist amtlich.

Die Impulserhaltung gilt nur für geschlossene Systeme. In unserem Fall existiert keine Impulserhaltung. Der Impuls der Masse wird während ihres Umlaufs stetig verändert.

Impulsänderung/Zeit ist Kraft.

dp/dt=F
p=m*v
m*dv/dt=F
v und F sind Vektoren

In unserem Fall bewirkt die stets rechtwinklig zur Bahn angreifende Zentripetalkraft eine stetige Richtungsänderung der Geschwindigkeit (der Betrag bleibt konstant). Der Vektor der Geschwindigkeit wird stetig verändert und damit auch der Impuls. Alles die Wirkung einer einzigen Kraft.
Allerdings bleibt hierbei die Energie der Masse konstant.

Gruß
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » Mi 28. Dez 2011, 13:29

Hannes hat geschrieben: Dann lass doch zwei Eisenbahnzüge auf gerader Strecke aufeinander auffahren. Ohne Antrieb oder sogar mit gezogener Notbremse.
Dann wirst du sehen, was die Trägheitskraft ausrichten kann.

Ach Hannes. Den Vorgang kann man aus beiden Bezugssystemen beschreiben. Einmal aus dem System der Schiene. Da reichen zur Beschreibung nach Newton die "richtigen" eingeprägten Kräfte aus. Gleichwertig kann man das aus dem beschleunigten Bezugssystem Zug beschreiben. Da müssen zusätzlich in die Rechnung "nicht richtige" mathematisch definierte Kräfte, genannt Trägheitskräfte, eingeführt werden.
Hannes, ich rate dir bei Interesse ehrlich, dich hier nicht auf Leute wie Chief, Scharo oder Lothar zu verlassen, sondern einführende Physik- und Mechanikliteratur zu studieren. Und dann gegebenenfalls das nachzuvollztiehen, was ausgebildete Leute dazu erklären. Harald hat die ganze Geschichte der umlaufenden Kugel exakt beschrieben. rmw hat das Feder-Masse System anschaulich beschrieben. Es ist an Dir, das zu verstehen. Beginnen kannst Du damit, das folgende wirklich zu verinnerlichen:

wiki hat geschrieben:Trägheits- oder Scheinkräfte sind die Kräfte, die auf Körper nur wirken, wenn man sie nicht in einem Inertialsystem, sondern in einem beschleunigten Bezugssystem beschreibt. Hierzu gehören beispielsweise Bezugssysteme, die fest mit einem beschleunigten Objekt verbunden sind, also auch solche, bei denen das Objekt seine Richtung ändert. Ein Sonderfall solcher Bezugssysteme ist das Bezugssystem der Erdoberfläche, da jeder ihrer Punkte aufgrund der Erddrehung ständig seine Richtung ändert.


Gruß
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Re: Impuls

Beitragvon Ernst » Mi 28. Dez 2011, 14:03

Highway hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:
Die Impulserhaltung gilt nur für geschlossene Systeme.

Das ist nicht richtig, wie ich auch schon zuvor geschrieben habe.

wiki hat geschrieben:Der Impulserhaltungssatz ist einer der wichtigsten Erhaltungssätze der Physik und besagt, dass der Gesamtimpuls in einem abgeschlossenen System konstant ist.


Deine Rechnung zur konstante Impulssumme (Impulsänderung Null) ist ja richtig. Sie bezieht sich aber eben auf die Summe aller Impulse der beteiligten Parts. Aber die einzelnen Parts können selbstverständlich zeitlich veränderte Impulse besitzen.
In unserem Fall ist das ein wenig schwer zu erkennen. Die Zentripetalkraft wirkt auf die Kugel und verändert stetig deren Impuls. Das andere Ende der Schnur steckt in einem zentralen Erdanker. Dabei wird infolge der Reaktionskraft auf den Anker auch die Erde ein gaaaanz kleines bischen bewegt und daher deren Impuls entsprechend entgegengesetzt verändert. Die Impulssumme bleibt daher Null, wie Du vermutestest. Aber der Impuls der Kugel verändert sich selbstredend.
Etwas besser ist das an zwei gleichgroßen Sternen zu erkennen, die sich gegenseitig um den gemeinsamen Schwerpunkt umkreisen. Jeder Stern einzeln ändert stetig seinen Impuls. Die Impulssusmme bleibt Null.

Respekt und Gruß
Ernst
Zuletzt geändert von Ernst am Mi 28. Dez 2011, 20:37, insgesamt 1-mal geändert.
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