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Wie hier insbesondere bei Harald ersichtlich wird, bestehen Schwierigkeiten beim Zuschauer, den relativistischen Hütchenspielertrick Nummer vier zu durchschauen.
Lothar Pernes hat geschrieben: Der vierte Hütchenspielertrick besteht darin, daß dem Zuschauer die falsche "Logik" vermittelt wird, daß für die Umlaufbewegung allein die Zentripetalkraft sorgt, welche die Gondel auf eine Kreisbahn zwingt, und daß eine an der Gondel angreifende Zentrifugalkraft als Gegenkraft zur Zentripetalkraft die Gondel kräftefrei machen würde, so daß sie tangential nach außen wegfliegen und nicht mehr auf einer Kreisbahn umlaufen würde. Daß dem aber natürlich nicht so ist, sondern daß gerade das Gleichgewicht zwischen Zentripetalkraft und Zentrifugalkraft die Gondel auf einer Kreisbahn umlaufen läßt, und nicht auf einer Spiralbahn wie bei einem Ungleichgewicht, läßt sich hier dem physikalisch weniger Begabten dadurch demonstrieren, daß bei einem auf einer Kreisbahn umlaufenden Satelliten ebenfalls Zentripetalkraft und Fliehkraft im Gleichgewicht sein müssen, also entgegengesetzt gleich groß. Und dabei ist kein Seil im Spiel, das die Kreisbahn erzwingt. Und der Satellit ist dabei absolut schwerelos und "kräftefrei", eben weil Zentripetalkraft und Fliehkraft im Gleichgewicht sind. Und dennoch und gerade deshalb bleibt die Kreisumlaufbahn erhalten.
Wem das noch immer nicht reicht, dem sei die folgende Vorstellung und Hilfestellung, und folgender absoluter Beweis geboten:
Im leeren Weltall (um jede zusätzliche Komplikation durch Schwerkraft zu vermeiden) seien zwei gleich große Massen mit einem (masselosen) Seil miteinander verbunden, und sie bewegen sich beide auf einer (auf ein und derselben) Kreisbahn um den gemeinsamen Schwerpunkt.
Für jede der beiden Massen gelten dann also die absolut gleichen physikalischen Bedingungen, insbesondere, was die Kräfte betrifft.

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Aus dem Bild ist eindeutig ersichtlich,
1. …daß an den Enden des Seiles nach außen ziehende reale Zentrifugalkräfte wirken müssen, damit das Seil gespannt wird und gespannt bleibt,
2. …daß das Seil selbst keine Zentripetalkraft erzeugt, sondern nur überträgt von einer Masse zur anderen,
3. …daß deshalb die Zentripetalkraft der einen Masse von der Zentrifugalkraft der anderen erbracht wird und erbracht werden muß,
4. …daß deshalb Zentripetalkraft und Zentrifugalkraft entgegengesetzt gleich groß sein müssen, und
5. …daß deshalb die Zentrifugalkraft eine ebenso physikalisch reale Kraft ist wie die Zentripetalkraft, und keine „Scheinkraft“ ist,
6. …daß die Zentrifugalkraft der einen Masse die Gegenkraft zur Zentrifugalkraft der anderen Masse ist und umgekehrt,
7. …daß deshalb also gemäß 3. Zentripetalkraft und Zentrifugalkraft an ein und derselben Masse zueinander actio und reactio erfüllen,
8. …daß an jeder der beiden Massen Gleichgewicht zwischen Zentripetalkraft und Zentrifugalkraft besteht,
9. …daß deshalb, wie schon nach 5., die Zentrifugalkraft ebenso wie die Zentripetalkraft eine reale physikalische Kraft ist, und keine „Scheinkraft“,
10. …daß diese Kraftzusammenhänge 1 bis 9 aus jedem beliebigen Bezugssystem betrachtet die absolut gleichen sind und bleiben.
Aus den rechts daneben abgebildeten relativistischen „Lösungen“ geht eindeutig hervor, daß bei diesen keine der vorstehend genannten Punkte 1 bis 10 zutrifft. Die relativistischen „Lösungen“ sind lediglich mathematische Schein-Lösungen mit zwar durchaus richtigen Berechnungsergebnissen, aber die physikalischen Zusammenhänge sind nach Hütchenspieler-Manier gezielt falsch dargestellt, um daraus die physikalisch grotesk falsche Konsequenz behaupten zu können, daß Fliehkräfte nicht reale Kräfte, sondern nur mathematische Scheinkräfte sind. Das Motiv hierzu ist, wie schon dargelegt, daß die Fliehkraft als reale Kraft die ART widerlegt.
Mit freundlichen Grüßen
L. Pernes