Joachim hat geschrieben:Der Faktor 1/wurzel(1-(v/c)²) ist immer größer als Null, wenn der Batrag von v kleiner als c ist. Ob v positiv oder negativ ist, ist unerheblich, da das Verhältnis v/c quadriert wird.
Anmerkung am Rande: Sie wollten sicher "größer als Eins" anstelle von "größer als Null" sagen (wie aus Ihrem ursprünglichen Einwand hervorgeht) .
Ansonsten: Stimmt. Mein Irrtum. Meine Entgegung ist falsch. Hinweis an mich selbst: erst nachdenken, dann antworten.
Neue Antwort auf den ursprünglichen Einwand:
Joachim hat geschrieben:Sie sehen übrigens, dass ihre errechneten Längen
|x1' - x0'| = |(x1 - x0)| / sqrt(1 - (v/c)^2)
keineswegs die Längenkontraktion beschreiben, denn diese Längen sind größer als |x1 - x0|.
In meiner Rechnung kommen folgende Gleichungen vor:
|x1' - x0'| = |(x1 - x0)| / sqrt(1 - (v/c)^2)
|x2' - x1'| = |(x2 - x1)| / sqrt(1 - (v/c)^2)
Der Betragswert auf der linken Seite ist dabei größer als der Betragswert auf der rechten Seite. Über die Interpretation der Bedeutung dieser Tatsache mag streiten, wer will. Die Interpretation der Gleichungen tut nichts zum Ausgangspunkt und zum Ergebnis der Rechnung, innerhalb derer sie auftauchen.
Ich hätte genausogut die Koordinaten des hier gestrichenen Systems ungestrichen benennen können sowie umgekehrt. Dann wäre die Wurzel unter dem Bruchstrich auf der gestrichenen Seite aufgetaucht. Ich hätte auch die entsprechende Gleichung der inversen Transformation nehmen können. Am Resultat der Rechnung ändert das alles nichts.
Frage an Joachim: Bestreiten Sie das Resultat?:
Resultat: |x1' - x0'| = |x2' - x1'| <=> |x1 - x0| = |x2 - x1|
Und um vorzubeugen: Bestreiten Sie folgende Äquivalenz?:
|x1' - x0'| = |x3' - x2'| <=> |x1 - x0| = |x3 - x2|
(jeweils für irgendwelche ungestrichenen und gestrichenen x-Werte zu einem beliebigen Zeitpunkt)
Joachim hat geschrieben:Faber hat geschrieben:Nur ist im Koordinatensystem, in dem die Garage bewegt ist, der Weg eines Lichtstrahls nicht mit dem Abstand von Tor zu Detektor identisch.
Das habe ich auch nicht in Frage gestellt. Nur ist im Koordinatensystem, in dem die Garage bewegt ist, der Weg eines Lichtstrahls nicht mit dem Abstand von Tor zu Detektor identisch.
Das bestreite ich.
Ich sage: die Lichtstrahlen bewegen sich voraussetzungsgemäß geradlinig sowohl parallel zur x-Achse als auch parallel zur x'-Achse. Beide Beobachter wissen, dass sich ein Lichtblitz mit konstant c ( = c') geradlinig bewegt. Beide Beobachter werden daher die Zeit, die ein Lichtblitz von einem Punkt zu einem anderen Punkt benötigt, per Abstand (= Weglänge ) geteilt durch c berechnen. Der Betrag der Relativgeschwindigkeit der Lichtblitze zu einem der Systeme ist c, in beiden Fällen. Und ein jeder der Beobachter wird für beide Lichtblitze denselben Zeitwert berechnen, da für jeden von ihnen die beiden Abstände gleich sind. Daher werden beide sagen: "Die Bombe explodiert, wenn beide Garagentore aus meiner Sicht gleichzeitig geschlossen werden."
Sie begründen Ihre Aussage nicht (und verraten auch nicht, welches Geheimnis sich dahinter verbergen soll. Die Skalierung beider x-Achsen ist jeweils äquidistant. Die Zeiger der beiden Uhren, die die Zeit anzeigen, bewegen sich mit konstanter Winkelgeschwindigkeit. Lichtblitze legen in gleichen Zeiten gleiche Strecken zurück; ganz egal, in welchem Inertialsystem der Beobachter sich befindet).
Gruß
Faber