Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon contravariant » Sa 3. Dez 2011, 12:19

Hannes hat geschrieben:Wo bleiben deine Gegenargumente ?

Du definierst in deiner "Theorie" ausschließlich Bezugssysteme, die relativ zu mir ruhen
viewtopic.php?f=6&t=353&start=1490#p33196
Und in jedem dieser BS hast du ein v_lokal=0

Kannst du natürlich machen. Ist halt nur ein bisschen unpraktisch, wenn jemand etwas ausrechnen will und dann erstmal bei mir anrufen muss um zu fragen, ob ich grade Rad oder Auto fahre..
contravariant
 
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Hannes » Sa 3. Dez 2011, 15:42

Hallo Contra !
Du definierst in deiner "Theorie" ausschließlich Bezugssysteme, die relativ zu mir ruhen
viewtopic.php?f=6&t=353&start=1490#p33196
Und in jedem dieser BS hast du ein v_lokal=0

Kannst du natürlich machen. Ist halt nur ein bisschen unpraktisch, wenn jemand etwas ausrechnen will und dann erstmal bei mir anrufen muss um zu fragen, ob ich grade Rad oder Auto fahre..

Meine "Theorie" ist doch nur meine persönliche Ansicht. Eine Theorie braucht schon etwas mehr.Habe auch nicht vor, eine Theorie zu machen. Aber ich verstehe unter v_lokal=0 die zu ihren Himmelskörpern ruhenden Bezugssysteme.
Aus dem gleichen Grund ist v_ Erde=0. Die LG ist daher nach allen Richtungen isotrop und
je nach Lichtleiter auch konstant. Ist doch nicht so schwer zu verstehen.
Wenn dann die Herrn Physiker des 19. Jahrhunderts gesagt haben, zu ihren ruhenden Meßgeräten ist die LG invariant, so kann ich das verstehen.
Bewegte Meßgeräte waren damals nicht möglich und Exoplaneten hat man auch nicht beobachtet. So verändert sich eben die Zeit und mit ihr auch das Wissen der Menschen.
Dass man die LG als Maßband nehmen kann, ist nur in lokalen BS (wie auf der Erde) in einem homogenen Lichtleiter wie z.B Luft sinnhaft.. Zur Messung im astronomischen Bereich verwendet man sowieso andere Maßstäbe (die astronomische Entfernungsleiter, die aus mehreren Komponenten zusammengesetzt ist). "Lichtjahre" dienen nur der besseren Vorstellung der Leser. Die Astronomen rechnen mit Parsec.
Jedenfalls hat mich deine freundliche Antwort gefreut.
Mit Gruß
Hannes
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Gerhard Kemme » Sa 3. Dez 2011, 18:49

Ernst hat geschrieben:
Gerhard Kemme hat geschrieben: Nimmt man als Beispiel solche Vorstellungswelt, dann wäre erstmal ein Vergleich der Geschwindigkeiten notwendig, d.h. der Impuls zur Bewegung der Ätherteilchen läuft mit c und eine (Quer-)Bewegung des Äthermediums v_äther wäre wesentlich langsamer - und wäre somit als kaum relevant anzunehmen..

Das ist Unfug. "Impulse" in Luft werden als Schallwellen übertragen. Die Wellen selbst beinhalten den Impuls. Wellen und Impuls zu trennen und sie getrennt laufen lassen, ist Kokolores.


Man wird - wenn man sich mit wenig erforschten naturwissenschaftlichen Sachverhalten befaßt - nicht zu 100pro nur mit enggefaßten physikalischen Größen und Begriffen arbeiten können - denn ein etablierter Wissenskanon hat es nun einmal an sich, daß eine Absicherung gegen neue Erkenntnisse vorhanden ist - zumindest wären dies meine Ansichten und Einsichten zu solchem, d.h. der Begriff "Impuls" wird meinerseits mehr allgemein als umgangssprachlicher Begriff verwendet und soll bedeuten, dass eine Kraftwirkung von einem Ätherteilchen zum anderen weitergegeben wird. Da es sich um eine Modellvorstellung handelt, können durchaus einzelne Teilchen oder "Luft"-Moleküle, d.h. O2- oder N2-Moleküle, betrachtet werden, dass sich dann nach einer einzelnen Auslenkung etwas Wellenartiges - hin und her Schwingendes - ergibt, sei zugestanden - aber es soll zuvor beschrieben werden, was passiert, wenn ein Ätherteilchen der schnellen Bewegung eines Objektes ausgesetzt werden.
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Re: Coriolismärchen

Beitragvon scharo » Sa 3. Dez 2011, 20:08

Lieber Ernst,

zu Deinem 1 x 1
„Wir nehmen Bezug auf das rechte Bild. Aber da ist jetzt kein Motorradfahrer, sondern eine Kugel, welche mit einem Seil zum Mittelpunkt verbunden ist. Das äußere nichtrotierende Bezugssystem nennen wir einfach Außensystem Und das Bezugssystem der rotierenden Scheibe nenne wir Innensystem. Und nun Schritt für Schritt:
1.Eingeprägte Kräfte (auch als freie oder äußere Kräfte bezeichnet) sind unabhängig vom Bezugssystem. Sie müssen deshalb innen und außen gleich sein.
2. Im Außenssystem wirken ausschließlich eingeprägte Kräfte.
3. Im Außensystem rotiert die Kugel mit der Winkelgeschwindigkeit der Scheibe ωs und zusätzlich mit der Winkelgeschwindigkeit der Kugel ωm relativ zur Scheibe. ω_ges = ωs + ωm
4. Die Zentripetalkraft im Außensystem ist daher Fzp = m*ω_ges²*R = m*(ωs + ωm²)*R = m*ωs²*R + m*ωm²*R + 2*m*ωs*ωm*R
5. Im Innensystem rotiert die Kugel nur mit ωm
6. Im Innensystem muß daher wirken eine Zenrtripetalkraft Fzp'=m*ωm²*R
7. Tatsächlich wirkt aber die aus dem Außensystem größer errechnete unveränderliche Zentripetalkraft Fzp = m*ωs²*R + m*ωm²*R + 2*m*ωs*ωm*R. Denn die ist ja bezugssytemunabhängig.
8. Es muß im Innensystem folglich eine Gegenkraft vorhanden sein, welche die Kraft Fz auf die Kraft F'z reduziert, indem sie Fz entgegenwirken.
9. Die Gegenkraft muß sein Fz-Fz' = (m*ωs²*R + m*ωm²*R + 2*m*ωs*ωm*R) - m*ωm²*R = m*ωs²*R + 2*m*ωs*ωm*R“

Richtig, und das was „fehlt“ ist genau der Rest der Gleichung für Fzp bei zwei sich überlagerten W oder Vbahn. In dem Moment, als der innere Beobachter Ws in seine Berechnung einführt („Max weiß ganz genau“), sind die Gleichungen für beide Beobachter identisch, eine Fc einzuführen ist reinste Mogelei, oder von mir aus unerlaubte mathematische Spielchen ohne physikalischen Hintergrund.

„10. Wir führen noch ein v=ωm*R bzw. ωm=v/R , die Beziehung zwischen der Umfangsgeschwindigkeit der Kugel auf der Scheibe v und der Winkelgeschwindigkeit der Kugel auf der Scheibe ωm“

Wieso? Wieso nicht eine v = Ws*R oder beide W mit v/R ersetzen?

„11. Die Gegenkraft auf der Scheibe muß damit sein Fz-Fz' = m*ωs²*R + 2*m*ωs*ωm*R = m*ωs²*R + 2*m*ωs*(v/R)*R = m*ωs²*R + 2*m*ωs*v“

Nach wie vor der unveränderte Rest der unzutrennenden Fzp-Gleichung.

„12. Die Gegenkraft besteht aus zwei Komponenten
13. Erste Komponente m*ωs²*R ist ausschließlich abhängig vom Radius der Kugel auf der Scheibe. Diese Kraft nennt man Trägheitskraft.
14. Zweite Komponente 2*m*ωs*v unterscheidet sich dadurch, daß sie ausschließlich von der Geschwindigkeit der Kugel auf der Scheibe abhängig ist. Diese andere Kraft nennt man Corioliskraft.“

Unsinn! Was würdest Du verzählen, wenn Ws mit v/R ersetzt wäre? - Wer hat mir in die Hose gescheißt?
Es sind keine zwei Kraftkomponente, sondern zwei mathematische Terme, die zu einer einzigen Gleichung der Wges., zu einer einzigen Kraft aus Wges gehören und nicht getrennt werden dürfen, sonst kommt nur ein Schuh heraus.
Und alle Deine Autoren, die sowieso zu 99% voneinander abschreiben, versuchen einfache, grundsätzliche und 100 Jahre vor Coriolis bekannte Sachverhalte so umzudrehen, um eine Mystifizierung der Physik, wie Chief sagte, zu erreichen - eine Wichtigtuerei und sonst nichts dahinter.
Die Situation ist eindeutig und vollständig nur mit Fz beschrieben. Die Messergebnisse bestätigen das eindeutig, dagegen ist die grundlose Einführung einer Fc nicht zu erklären und widerspricht der Messergebnissen.
Frag jetzt nicht, wie man messen kann, bzw. muss!

Extra an Harald:

Deine ursprüngliche Stellungnahme war absolut richtig. Deine Berichtigung dagegen sehr mangelhaft.
Erstens: Äquator - wir reden über den horizontalen C-Effekt und der ist sogar per Definition am Äquator = 0. Genauso wie der vertikale am Pol = 0.
Zweitens: Dass eine Eisenbahn auf dem Äquator in West- oder Ostrichtung weniger oder mehr auf die Schienen drücken würde, hat mit Coriolis nicht das Geringste zu tun – das ist ganz einfach die Fzf. Bestimmt hast Du einen Globus zu hause. So ein Globus hat einen Rahmen, in dem die Achse des Globus befestigt ist. Nun drehe den Globus und erkläre uns, ob auf den Rahmen bestimmte Kräfte wirken, ob Du da eine Corioliskraft siehst! Nun stelle den ganzen Globus auf eine sich drehende Scheibe und drehe den Globus zusätzlich. Siehst Du jetzt irgendeine mystische Corioliskraft auf dem Globusrahmen? Kannst Du aus Zimmer- und aber auch aus Globusoberfläche alle Kräfte einwandfrei berechnen, ohne irgendwelche Corioliskräfte anzuwenden? Kannst Du alle diesen Fz messen und die Berechnung bestätigen? No Problem, wirst Du sagen.
Kannst Du eine Corioliskraft messen? – Wohl kaum.

Liebe Grüße
Ljudmil
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Harald Maurer » Sa 3. Dez 2011, 21:19

scharo hat geschrieben:Kannst Du eine Corioliskraft messen? – Wohl kaum.

Man kann die Corioliskraft nicht nur messen, sondern sie wird auch in technischen Anwendungen genutzt:
z.B. hier http://de.wikipedia.org/wiki/Corioliswaage oder hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Coriolis-Massendurchflussmesser
Video dazu: http://www.youtube.com/watch?v=NFa5fecX-0s
Erklärung zur Corioliskraft: http://theory.gsi.de/~vanhees/faq-pdf/coriolis.pdf

Grüße
Harald Maurer
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Re: Coriolismärchen

Beitragvon Ernst » Sa 3. Dez 2011, 21:29

Lieber Ljudmil,

Tut mir Leid. Du bist in Sachen Mechaik inkompetent.

@An alle anderen.
In der Sache Coriliskraft sind hier und in der früheren Diskussion viele ausssgekräftigen Quellen angegeben. Ich kann sie allen Teilnehmern nur empfehlen. Zusammengenommen ermöglichen sie einen vielseitigen Einblick in die systematische Behandlung solcher Probleme in der Mechanik.
Ich versichere auch, es handelt sich nicht zu 99% um Plagiate eines fakes. ;)

Liebe Grüße
Ernst
Zuletzt geändert von Ernst am Sa 3. Dez 2011, 23:54, insgesamt 2-mal geändert.
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Corioliskraft

Beitragvon rmw » Sa 3. Dez 2011, 21:42

Also gegen die Corioliskraft an sich hat ja kaum jemand etwas einzuwenden. Aber wozu es gut sein soll die Differenz von Fliehkräften jetzt plötzlich zur Corioliskraft zu erklären ist in der Tat nicht einzusehen.
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Re: Coriolismärchen

Beitragvon Ernst » Sa 3. Dez 2011, 22:29

Chief hat geschrieben: Die Schreibweise ist offensichtlich 'unkonventionell'. Das ist aber kein Grund einen "persönlichen Angriff" zu starten.

Diese "unkonventionelle" Mathematik führt auf eine "unkonventionelle" Physik, wo eben in der Amplitudenposition die Beschleunigung Null ist.

PS: Was sagst du denn zu seiner Feder-Masse? Da warst Du trotz Aufforderung sehr zurückhaltend. Nur Highway hatte bisher den Mumm, sich zu äußern.

Gruß
Ernst
Zuletzt geändert von Ernst am Sa 3. Dez 2011, 23:49, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Corioliskraft

Beitragvon Ernst » Sa 3. Dez 2011, 22:34

rmw hat geschrieben:Also gegen die Corioliskraft an sich hat ja kaum jemand etwas einzuwenden. Aber wozu es gut sein soll die Differenz von Fliehkräften jetzt plötzlich zur Corioliskraft zu erklären ist in der Tat nicht einzusehen.

Weil sie nur im Sonderfall die Richtung der Fliehkraft hat. Bei kleiner Abweichung von der tangentialen Bahn gehts schon daneben. Hatte ich dir bereits erwähnt.
Und weil sie nicht, wie die Fliehkraft allein ortsabhängig ist, sondern zusätzlich von der Relativgeschwindigkeit ist.
Und weil sich nur damit ein einheitliches Rechenmodell für alle denkbaren Situationen erstellen läßt.

Gruß
Ernst
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Re: Coriolismärchen

Beitragvon Ernst » Sa 3. Dez 2011, 23:38

Chief hat geschrieben: Wenn Du unter einer "tangentialen Bahn" kreisförmige Bewegung um den gleichen Mittelpunkt verstehst dann kann ich bestätigen dass nur in diesem Fall (also bei Abweichung von der kreisförmigen Bahn) die Corioliskräfte zu berücksichtigen sind. Und zwar nur dann wenn die Kräfte auch messbar sind.

Du bestätigst nur, daß du´s noch immer nicht gepackt hast. Guck Dir mein Bild dazu noch mal an. Eventuell wird´s noch. Die vorhandene Coriliskraft wird nur etwas aus der Radialen gedreht, ist aber für die Kräftebilanz immer genauso entscheidend.

Ernst hat geschrieben:
PS: Was sagst du denn zu seiner Feder-Masse? Da warst Du trotz Aufforderung sehr zurückhaltend. Nur Highway hatte bisher den Mumm, sich zu äußern.

Von einer Aufforderung weiß ich nichts, das ist mir irgendwie entgangen.

Naja, war mehr ´ne Einladung zur Äußerung. Also was ist mit der Feder-Masse und der Beschleunigung in der Amplitudenposition. :?:

Gruß
Ernst
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