Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon scharo » Mo 21. Nov 2011, 19:40

Lieber Ernst,

einiges bringst Du durcheinander. Deine Formeln stellt kein Mensch in Frage – so steht in jedem Leerbuch. Nun, meine aber auch – was ist bei meiner Beschreibung falsch? Das würde mich interessieren – und nicht nur pöbeln ohne die geringste Erklärung. Kann ja sein, dass meine Überlegung irgendwo daneben gegangen ist – wo, würde ich gerne wissen? Oder kannst Du das nicht? Nachplappern aus dem Lehrbuch kann jeder.
Dass bei 0 v am größte und a = 0 ist, weiß jeder.
Dass dt oder Delta t vor und nach OTP und UTP a am größte ist, auch.
Es geht aber exakt um OTP und UTP.
Ist die Geschwindigkeit dort für dt = 0?
Ist die Summe der Kräfte dort für dt = 0?
Ist ein Gegenstand, der auf dem Tisch seit einem Monat ruht, durch g beschleunigt oder nicht?

Extra für Kopernikus: Wenn die SUMME der Kräfte dort nicht 0 wäre, würde die Geschwindigkeit auch nie den 0-Wert erreichen. Und dass sie die 0 erreicht, ist wohl ersichtlich, sonst gäbe es kein Richtungswechsel. Dass die (nur) Federkraft dort am größte ist, weiß wohl jedes Kind. Was ist aber mit den Gegenkräften?

„Insbesondere Dein Standpunkt, die Corioliskraft wirke nur bei radialer Relativbewegung, macht jede Diskussion dazu überflüssig.“

Und das ist eine glatte Lüge, bzw. bodenlose Unterstellung, lieber Ernst.
Die Sache sieht gaaanz anders aus, noch nicht mitgekriegt?
Es ging genau um Deine unbegründete Behauptung, wie hier mit dem roten Beobachter – auch bei Kreisbewegung, d.h. bei unverändertem r der Körperbewegung auf der Scheibe. Wie ich sehe, machst Du denselben Fehler, wie damals. Bei dem roten Beobachter existiert keine, absolut keine Corioliskraft oder -Effekt. Das haben Dir alle bestätigt – Du hast mit beharrliches Schweigen geantwortet.
Nun, gibt es bei dem Roten Coriolis – ja oder nein?
Wenn ja – erkläre es uns bitte! Aber nicht mit Zitaten und abgeschriebenen Formeln, das zieht bei uns nicht.
Wenn nein, dann entschuldige Dich bitte für den Schmarrn, den Du mehrmals über mich geschrieben hast.

@ Hannes
Danke für die Komplimente! Du versuchst zumindest mich zu verstehen, andere versuchen das nicht mal im Ansatz, sondern durch billige Beleidigungen sich zu profilieren.

Liebe Grüße
Ljudmil
scharo
 
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Kopernikus » Mo 21. Nov 2011, 20:14

scharo hat geschrieben:Lieber Ernst,


Extra für Kopernikus: Wenn die SUMME der Kräfte dort nicht 0 wäre, würde die Geschwindigkeit auch nie den 0-Wert erreichen. Und dass sie die 0 erreicht, ist wohl ersichtlich, sonst gäbe es kein Richtungswechsel. Dass die (nur) Federkraft dort am größte ist, weiß wohl jedes Kind. Was ist aber mit den Gegenkräften?

„Insbesondere Dein Standpunkt, die Corioliskraft wirke nur bei radialer Relativbewegung, macht jede Diskussion dazu überflüssig.“

Und das ist eine glatte Lüge, bzw. bodenlose Unterstellung, lieber Ernst.


Liebe Grüße
Ljudmil


Ich weiß eigentlich nicht, warum Sie jemanden mit Lieber anreden,
wenn Sie ihn niedermachen, ist das Ihre Art von Spaß ?.
Daß Sie die Physikalischen Gesetze nicht verstehen, ist eindeutig zu erkennen,
Bei Ihnen steht es wie gemeißelt, was sich nicht bewegt erfährt auch keine Kraft.
Kopernikus
 
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Gerhard Kemme » Mo 21. Nov 2011, 20:24

Ernst hat geschrieben:
Gerhard Kemme hat geschrieben: Die SRT ist der Vorläufer der Äthertheorie - bitte nimm einige Koordinaten einer Kugel im Ruhesystem IS und berechne dann die Koordinaten für ein schnell bewegtes Bezugssystem IS' - und was wird man entdecken? - Dass sich diese Kugel wie elastisches Objekt im Fahrtwind verformt hat - d.h. wie ein Wassertropfen

Welch ein Unsinn. Der Tropfen verformt sich im Fahrtwind, weil eine Kraft auf ihn wirkt. Und die macht, daß der Tropfen irgendwann "stehen bleibt". Hätte der Äther solche Eigenschaften, müße früher oder später jede Bewegung zum Stillstand kommen. Deine Vergleiche sind physikalischer Nonsense.


Dies hatten wir u.a. bei dem Thema LK hin und her debattiert - bitte bei der Gegenargumentation keine Zusatzbedingungen annehmen - es war von einem schnell bewegten BS IS' die Rede - wie dessen Bewegung zustande kommt, war nicht gesagt.
Es geht nur darum, dass bei der SRT sich ein Kreis im Ruhesystem IS deformiert, wenn die Längenangaben ins Bewegtsystem IS' umgerechnet werden, d.h. es gibt eine Verkürzung in (positiver) x-Richtung, während in y-Richtung die Werte y=y' gleich bleiben. Nach momentanen Kenntnisstand sieht ein Kreis im Ruhesystem dann wie ein (Wasser-)Tropfen im Bewegtsystem aus. Und nichts anderes würde man erwarten, wenn man einen elastischen Ballon mit hoher Geschwindigkeit im Äther bewegt. Somit sehe ich durchaus Aspekte einer Äthertheorie in der SRT von A.E.

Einige Links zum Vergleich:

viewtopic.php?f=6&t=335&start=790&hilit=gleichungen+lorentztransformation

viewtopic.php?f=6&t=335&hilit=gleichungen+lorentztransformation&start=740#p21560

viewtopic.php?f=4&t=344&p=21335&hilit=+deformiert#p21379
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Kopernikus » Mo 21. Nov 2011, 20:37

Chief hat geschrieben:
Kopernikus hat geschrieben:...
Bei Ihnen steht es wie gemeißelt, was sich nicht bewegt erfährt auch keine Kraft.


Ljudmil hat gesagt dass "die SUMME der Kräfte gleich Null ist" und das stimmt selbstverständlich während der ganzen Zeit. Trägheitskraft und Federkraft sind ganze zeit im Gleichgewicht.



Die Summe ist natürlich nicht Null,
die Trägheitskraft nimmt ab, die Federkraft zu bis Max Auslenkung
Kopernikus
 
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » Mo 21. Nov 2011, 20:42

Lieber Ljudmil,
scharo hat geschrieben: Nun, meine aber auch – was ist bei meiner Beschreibung falsch?

Alles

scharo hat geschrieben: Bleibst Du noch bei Deiner Behauptung, ... dass bei oberen und unteren Totpunkt (die 0-Position), z.B. bei Kugel auf Feder, wo zwei Kräfte entgegengesetzt und gleich groß sind, die Beschleunigung am größten sei?

Da meinst Du ja wohl, daß ich spinne, obgleich meine "Behauptung" das kleine 1x1 der Technischen Mechanik ist.

„die maximalen Beschleunigungen treten im oberen und unteren Totpunkt auf.“
Siehst Du, man soll sich nicht immer auf die Leerbücher verlassen.

Und da meinst Du wieder mal, daß Deine (Un)Kenntnis die gelehrte Technische Mechanik aushebelt.

Ganz eindeutig sind meine Aussagen korrekt und Deine ganz falsch. Obgleich es sich um den einfachsten denkbaren Fall der Dynamik handelt.

Und auf dieser Basis ist es klar, daß Deine Aussagen zur Corioliskraft schon gar nicht richtig sind. Du hast stets (damals gegenüber Tria und mir) fest behauptet, daß die Corioliskraft nur bei radialer Bewegungskomponente gilt, und schon gar nicht bei rein tangentialer Richtung. Und zwischenzeitlich hast Du überhaupt nichts dazu gelernt. Wieder behauptest Du, auf die rote Person wirke keine Corioliskraft. Aber Du liegst immer noch ganz daneben. Es wirkt eine Corioliskraft. Und stell Dir vor, die Aussage stammt primär nicht mal von mir, sondern vom Autor dieser Animation. Aber Deine Reaktion in dieser Sache ist ja bestens bekannt. Der Autor hat auch keine Ahnung, wie auch die diversen Autoren aller anderen früher herausgesuchten Quellen. Aber laß es Dir sagen. Du liegst da genauso elementar falsch, wie mit der "Ablehnung" der maximalen Beschleunigung im OT des FMSs.

Und da muß ich Dir ehrlich sagen, daß ich Dich in Sachen Technische Mechanik für wenig kompetent halte. Und ich werde mit Dir auch nicht mehr über dieses sachgebiet reden. Da kannst Du Dich aber weiter an Hannes halten. Der ist hier bekannt als Spezialist für Technische Mechanik.

Lieber Ljudmil, ich schätze Dich als Teilnehmer in diesem Forum. Das muß aber auch erlauben, solche Dinge auszusprechen, die sich auf Deine sachliche Kompetenz auf diesem Fachgebiet der technischen Mechanik beziehen.

Liebe Grüße
Ernst
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » Mo 21. Nov 2011, 21:08

Chief hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:...
Wäre es anders und der Stern käme mit 0,5c auf uns zu und in seiner Athmosphäre liefe das Licht mit 0,9c, dann ergäbe deine Rechnung 0,5+0,9=1,4c . Und solche LG gibt es nicht. Die Summe beider Geschwindigkeiten kann höchstens gegen c gehen. Wie das funktioniert, kannst Du bei Sagnac nachlesen.
...


Wie kommst Du dazu so etwas zu behaupten? :?
Sagnac hat gerade das Gegenteil bewiesen.

Entschuldigung. Es sollte heißen Fizeau :!:
hab ich korrigiert.

Gruß
Ernst
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Kurt » Mo 21. Nov 2011, 21:10

Ernst hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:
Nein Harald, sie können sie nicht gemessen haben, das ist technisch unmöglich. Sie haben sich selber was vorgemacht.
Und eine solche können sie nur dann erhalten wenn sie vorher den Nullpunkt eingestellt haben.
Das konnten sie nicht!
Der "Ersatznullpunkt" hat keinen Bezug zu dem Messergennis, denn er ist rein zufällig irgendwo.

Für wie dämlich hältst du die damaligen Physiker :?: :?: :?: Und diejenigen, welche das Experiment kommentierten?
Hier ist ein Link, in welchem an einer Stelle wiederum auf die Originalarbeit mit Versuchsaufbau und Versuchsdurchführung verlinkt wird.

http://www.conspiracyoflight.com/Michelson-Gale/Michelson-Gale.html


Hallo Ernst, ich halte sie eher für besonders intelligent.
Das schützt aber nicht davor sich selber was vorzumachen.

Überlege dir wie sie die Verschiebung messen haben konnten, nicht wie sie es angenommen haben, sondern wie es technisch gehen könnte.
Es geht/ging nicht mit dem was sie zur Verfügung hatten.


Gruss Kurt
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Gerhard Kemme » Mo 21. Nov 2011, 21:25

Kopernikus hat geschrieben:
Harald Maurer hat geschrieben:
Kopernikus hat geschrieben:es ist doch konsens, daß die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum oder Äther , im IS gemessen, immer den Betrag c hat, oder?

Dass das Licht in jedem IS immer den Betrag c habe, ist ein unbewiesenes Postulat.


bleiben wir mal bescheiden.
die Geschwindigkeit c ist ein unbewiesenes Postulat,


Wenn man ein bewegtes Objekt (Fahrzeug) als IS hätte, welches durch einen Lichtstrahl überholt wird, dann wäre: v_Relativ=c-v - das ist bei allen Überholvorgängen so. Insofern ist nicht die Lichtgeschwindigkeit c ein unbewiesenes Postulat, sondern es ist nicht nur unbewiesen, sondern widerlegt, dass Licht in allen IS dieselbe Lichtgeschwindigkeit c hätte.

Kopernikus hat geschrieben:1) Kann man die LG überhaupt messen ?


Ja - u.a. mit der Zahnradmethode von Armand Fizeau.

Kopernikus hat geschrieben:2) wenn ja, mit welchem Versuch messen Sie die LG,


Menschen leben in einer arbeitsteiligen (Welt-)Gesellschaft und es reicht, dass genügend Fakten vorhanden sind, um einen Sachverhalt als bewiesen anzunehmen - man muß nicht in den USA selber gewesen sein, um anzunehmen, dass dort Menschen wohnen etc.

Kopernikus hat geschrieben:3) wenn ja, Haben Sie die LG gemessen ?


:mrgreen: Ist Nordamerika bevölkert? Wenn ja: Waren Sie in Nordamerika?
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » Mo 21. Nov 2011, 21:26

Chief hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:...Wieder behauptest Du, auf die rote Person wirke keine Corioliskraft...

In diesem Fall hat er recht.
Auch wenn sich rote Person tatsächlich bewegt wirkt nur die Zentrifugalkraft.

Nein Chief, da ist keine Zentripetalkraft. Wo siehst Du die denn angreifen? Dann müßte da ein Seil von der Kugel zum Zentrum sein.
Jede Relativbewegung einer Masse auf einem rotierenden Bezugssystem führt zu einer Corioliskraft.
Eine anwesende Zentrifugalkraft müßte auch im IS vorhanden sein. Aber da bewegt sich der rote ja nicht.
Merke: Wo eine Relativbewegung im rotierenden Bezugssystem auftritt, da entsteht eine Corioliskraft.
Wie es der Autor für die rote Person dargestellt hat, ist es korrekt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Rotierendes_Bezugssystem#Rotierendes_Bezugsystem:
Für die Trägheitskraft, die auf einen Körper der Masse m wirkt, der sich am Ort Bild befindet und mit der Geschwindigkeit Bild bewegt, gilt dann
Bild

In einem nicht rotierenden, gleichmäßig beschleunigten Bezugssystem (bremsender Zug) bleibt nur der erste Term. Er ist proportional zur Beschleunigung und in diesem Fall unabhängig von Ort und Zeit.

In einem gleichmäßig rotierenden Bezugssystem (Karussell) bleiben nur der zweite und der dritte Term. Der zweite ist die Corioliskraft, der dritte die Zentrifugalkraft.
In einem beschleunigt rotierenden Bezugssystem (anfahrendes Karussell) bleiben die letzten drei Terme, da die Winkelbeschleunigung dann von Null verschieden ist. Der letzte Term wird als lineare Beschleunigungskraft bezeichnet.


Gruß
Ernst
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Harald Maurer » Mo 21. Nov 2011, 21:31

Kopernikus hat geschrieben:1) Kann man die LG überhaupt messen ? .
2) wenn ja, mit welchem Versuch messen Sie die LG,
3) wenn ja, Haben Sie die LG gemessen ?


1) Jede Geschwindigkeit kann man prinzipiell messen. Die Frage ist, ob bei einer Messung der Lichtgeschwindigkeit die Genauigkeit ausreicht, um eine allfällige Abweichung von c, verursacht durch Ätherdrift, feststellen zu können. Bei Zweiwegmessungen ist das von vornherein nicht möglich; bislang durchgeführte Einwegmessungen (wie sie z.B. beim GPS zum Einsatz kommen) sind nicht genau genug, um die Konstanz von c zu überprüfen. Hier wird a priori davon ausgegangen, dass die LG aufgrund diverser Einflüsse nicht konstant ist.

2) Es gibt unterschiedlichste Methoden zur Messung der LG, von der Zahnradmethode, Spiegelradmethode oder mit rotierenden Prismen etc. Alle diese Zweiwegmessungen erbrachten unterschiedliche Ergebnissse. Daher wurde die LG 1983 mit Beschluss festgelegt und nicht gemessen - wobei man sich auf die aktuellsten Messungen stützte, wozu z.B. das Ergebnis von Louis Essen zählte, welcher die LG durch Messungen der Wellenlängen von Mikrowellen in einem Hohlresonator hochrechnete und daher auch einen berechneten und nicht direkt gemessenen Wert erzielte, in welchem z. B. der ohne Zweifel vorhandene globale Sagnac-Effekt nicht enthalten ist. Die Physik rechnet daher mit einer definierten aber nicht gemessenen Konstante, ohne sich darum zu kümmern, ob die LG tatsächlich dieser Konstante entspricht - was auf der Erdoberfläche auch schon wegen des Sagnac-Effektes nicht der Fall ist!

3) Ebenso wie beim MM-Versuch die LG nicht unmittelbar gemessen wurde, haben wir im Jupiter-Projekt ( http://www.mahag.com/allg/jup.php ) die Laufzeiten von Radiosignalen über eine Strecke von über 14 km gemessen und sie verglichen. Dabei haben wir zur Synchronisation Radiosignale vom Jupiter benutzt. Die Auswertung der Daten ist noch nicht fertig, bzw. ist das Buch, in welchem das Projekt behandelt wird, noch nicht vollendet. Siehe auch das Pamphlet gegen das Experiment bei http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Harald_Maurer und meine Stellungnahme dazu: http://www.mahag.com/allg/eso.php. Ebenso wie das OPERA-Experiment heftig umstritten wird, gibt es gegen das Jupiter-Experiment vehemente Angriffe und Untergriffe. Es ist nicht einfach, Ergebnisse von Experimenten, welche der SRT widersprechen, zu veröffentlichen. Tatsächlich ist bei Messungen dieser Art (wie auch beim OPERA-Exp.) die Synchronisation das Problem und der empfindlichste Angriffspunkt.

Eine eindeutige präzise Messung der Einweg-Lichtgeschwindigkeit gibt es bis heute noch nicht. c=299792,458 km/s ist ein beschlossener Wert, und c=const ist nach wie vor ein unbewiesenes Postulat. Unser Experiment, das eine Laufzeitdifferenz von rund 120 ns erbrachte, was einer Erdgeschwindigkeit gegen den CMB von etwa 358 km/s entspricht (Smoot: 371 km/s) hat ebenso wie das OPERA-Experiment nur dann eine Aussagekraft, wenn es von anderen Forschern mit demselben Ergebnis reproduziert wird. Ähnliche Ergebnisse erbrachten die Messungen von Navia & Augusto, Silverstoon, Marinov, deWitt u.a. Wobei es sich bei diesen Forschern nicht nur um Elektrotechniker wie mich handelt (der lt. AC sein Kapperl nie findet und nicht mal eine Wasserwaage bedienen kann), sondern auch um Wissenschaftler, die an Universitäten tätig sind oder waren.

Die Neutrinos des OPERA-Experimentes widerlegen c als Grenzgeschwindigkeit; dass durch präzise Messungen auch das Postulat c=const widerlegt werden wird, ist nur noch eine Frage der Zeit.

Grüße
Harald Maurer
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