Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon contravariant » Do 17. Nov 2011, 21:40

Chief hat geschrieben:Greiner hat von einem anderen Typen abgeschrieben. :(

Nanu. Jetzt passt dir aufeinmal deine eigene Literaturreferenz nicht mehr.
Du solltest den Greiner vielleicht tatsächlich mal lesen und versuchen zu verstehen, anstatt immer nur "Phyiker haben unrecht" zu schreien. Dann werden vielleicht gewisse Zusammenhänge klarer.
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon galactic32 » Do 17. Nov 2011, 21:50

Gerhard Kemme hat geschrieben:... Es wirken ständig Kraft und Gegenkraft - und eine solche Gegenkraft ist die Trägheitskraft, d.h. bei der Kreisbewegung wird der Massepunkt versuchen, seinen Bewegungszustand zu erhalten, d.h. der Geschwindigkeitsvektor der Umfangsgeschwindigkeit zeigt tangential zum Umfang. Die Zentripetalkraft beschleunigt den Massepunkt in Richtung Drehachse - wobei einerseits der Winkel zwischen Geschwindigkeitsvektor und Zentripetalkraft nicht 90° beträgt, sondern etwas größer ist -
Irgendwas ist suboptimal mit diesen "Kräften" zu den Rotation's-Übersichts-Skizzen.
So einfach statische lineare Kraft, also Beschleunigung und Geschwindigkeit (Vektor)addiert gibt eher etwas wie eine Parabel-Bewegung.

Da muß eigentlich ein Drehvektor mathematisch eingeführt werden.
Nur einfach mit nicht 90° zu argumentieren führt auch nicht zum Kern der Klarheit.

Gruß
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » Do 17. Nov 2011, 22:01

galactic32 hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Die (Trägheits)Kräfte "entstehen" ausschließlich im rotierenden BS. Im BS IS, in welchem das Ding rotiert, existieren sie nicht.

Was⁇ Genau die Trägheit(skraft) muß doch für die Spannung im Halteseil oder der radialen Stange sorgen.

Im IS BS gibt´s keine Trägheitskraft. Dort ist das so vorstellbar. Auf eine freie geradlinige kugel wirkt eine (Zentripetal)Kraft, die ständig auf den gleiche (Mittelpunkt) gerichtet ist. Die bewirkt eine Ablenkung von der geraden Flugbahn, die so eine Kreisbahn wird.

Diese Zentripetalkraft (zwischenmolekulare EM-WW) hat doch (rotaiv) genau die Zentrifugalkraft als Gegen-Wirk-Größe.

Nur im rotierenden BS. Dort liegt an der im BS ruhenden Kugel die gleiche Zentripatalkraft in Richtung Mittelpunkt an. Die Kugel müßte sich also auf den Mittelpunkt zubewegen. Sie tut es aber nicht, sondern bleibt unbewegt in der Position. Also muß eine Gegenkraft zur Zentripetalkraft wirken; das ist die Zentrifugalkraft.

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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » Do 17. Nov 2011, 22:12

Chief hat geschrieben: Aber die Kräfte existieren tatsächlich nicht (z.B. die Corioliskraft unten)! Und Zentrifugal- und Zentripetalkraft müssen immer paarweise auftreten damit die "Masse" auf einer Kreisbahn bleibt.

Wenn man die Bewegung im rotierenden BS beschreiben will, dann muß man diese Trägheits-Kräfte berücksichtigen. Auch die Corioliskraft unten. Es ist die einzige Kraft, welche die rote Person im rotierenden System auf einer Kreisbahn hält. Im BS IS ist diese Person ja unbewegt; da wirkt auf sie gar keine Kraft. Aber im rotierenden BS muß ja eine zusätzliche Kraft wirken, welche sie auf der Kreisbahn hält.
Das ist erfahrungsgemäß ohne Übungen und Anwendungen etwas schwer zu verinnerlichen. Aber es ist nun mal so. Da hilft nur unvoreingenommene Analyse und das Video ist dabei ganz hilfreich.

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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » Do 17. Nov 2011, 22:16

galactic32 hat geschrieben: Da muß eigentlich ein Drehvektor mathematisch eingeführt werden.
Nur einfach mit nicht 90° zu argumentieren führt auch nicht zum Kern der Klarheit.

Du hast es erfaßt. Der Kraft-Drehvektor ist eingeführt; er rotiert mit omega und zeigt ständig zum Mittelpukt. Und dann ergibt sich (läßt sich auch rechnen) eben der Winkel von 90 grad.

Gruß
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Kopernikus » Do 17. Nov 2011, 22:30

@ Diskutanten,

Bei Rotation eines Massepunktes m auf einer Kreisscheibe mit Radius R und der Tangentialgeschwindigkeit V
wirkt auf diesen Massepunkt die Zentrifugalkraft F = m * dV / dt, wobei dV / dt die Beschleunigung in
Richtung des Kreismittelpunktes ist. diese Beschleunigung ergibt sich aus der
2. Ableitung der Strecke nach der Zeit.

Eine Trägheitskraft ergibt sich in jedem beschleunigten BS, wie zum Beispiel das Auto.
Relativ zum Auto ist der Fahrer unbeschleunigt, erfährt aber eine beschleunigende Kraft vorwärts.
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Harald Maurer » Do 17. Nov 2011, 22:35

Die Unterscheidung von Kräften und Scheinkräften führt von vornherein zu einem Verständnisproblem, weil "Kraft" an und für sich nur ein postuliertes Abstraktum ist, das zwar als Ursache für eine Wirkung hergenommen wird, selbst aber keine erkennbare Ursache hat. Newton erklärt die Herkunft der Kräfte ja nicht, sondern schließt von der Wirkung auf eine "Kraft" zurück, die in jedem Fall nur ein mathematischer Ausdruck sein kann. Das gilt für die 'vis inertiae' der Newtonschen Axiome ebenso wie für die sogenannten Scheinkräfte.
Der Philosoph HUME schrieb zum Kraftbegriff z.B.:

"Wir haben vergeblich nach der Idee einer Kraft oder notwendigen Verknüpfung in all den Quellen gesucht, aus denen sie möglicherweise herfließen könnte."
"Die Szenen der Sinnenwelt wechseln beständig, ein Objekt folgt auf das andere in ununterbrochener Reihe; die Macht oder Kraft aber, welche die ganze Maschine treibt, ist uns völlig verborgen. Unmöglich kann daher die Idee der Kraft aus der Betrachtung der äußeren Dinge in den einzelnen Fällen ihrer Tätigkeit abgeleitet sein; kein Ding zeigt uns eine Kraft, die das Urbild dieser Idee sein könnte."
"Wir finden durch Erfahrung, daß ein Körper in Ruhe oder in Bewegung in seinem Zustand beharrt, und daß ein gestoßener Körper so viel Bewegung dem stoßenden entnimmt, als er selbst empfängt. Nennen wir dies 'vis inertiae', so bezeichnen wir damit nur die Tatsachen, ohne zu beanspruchen, einen Begriff von dieser Trägheitskraft zu haben; in ganz derselben Art wie wir, wenn wir von Gravitation reden, nur gewisse Wirkungen meinen, ohne diese tätige Kraft zu begreifen."


Grüße
Harald Maurer
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Kurt » Do 17. Nov 2011, 23:52

Harald Maurer hat geschrieben:Die Unterscheidung von Kräften und Scheinkräften führt von vornherein zu einem Verständnisproblem, weil "Kraft" an und für sich nur ein postuliertes Abstraktum ist, das zwar als Ursache für eine Wirkung hergenommen wird, selbst aber keine erkennbare Ursache hat. Newton erklärt die Herkunft der Kräfte ja nicht, sondern schließt von der Wirkung auf eine "Kraft" zurück, die in jedem Fall nur ein mathematischer Ausdruck sein kann. Das gilt für die 'vis inertiae' der Newtonschen Axiome ebenso wie für die sogenannten Scheinkräfte.
Der Philosoph HUME schrieb zum Kraftbegriff z.B.:

"Wir haben vergeblich nach der Idee einer Kraft oder notwendigen Verknüpfung in all den Quellen gesucht, aus denen sie möglicherweise herfließen könnte."
"Die Szenen der Sinnenwelt wechseln beständig, ein Objekt folgt auf das andere in ununterbrochener Reihe; die Macht oder Kraft aber, welche die ganze Maschine treibt, ist uns völlig verborgen. Unmöglich kann daher die Idee der Kraft aus der Betrachtung der äußeren Dinge in den einzelnen Fällen ihrer Tätigkeit abgeleitet sein; kein Ding zeigt uns eine Kraft, die das Urbild dieser Idee sein könnte."
"Wir finden durch Erfahrung, daß ein Körper in Ruhe oder in Bewegung in seinem Zustand beharrt, und daß ein gestoßener Körper so viel Bewegung dem stoßenden entnimmt, als er selbst empfängt. Nennen wir dies 'vis inertiae', so bezeichnen wir damit nur die Tatsachen, ohne zu beanspruchen, einen Begriff von dieser Trägheitskraft zu haben; in ganz derselben Art wie wir, wenn wir von Gravitation reden, nur gewisse Wirkungen meinen, ohne diese tätige Kraft zu begreifen."



Nunja, als ob es nicht schon reichte eine Kraft zu haben die nicht existiert, es musste auch noch eine weitere Nichtexistenz her, die Energie.
Und da das anscheinend auch noch nicht genug war musste auch noch ein Ding Namens Zeit eingeschoben werden.
Auch das Nichts hat einen Namen, eine Existenz bekommen, der Raum.

Am meisten scheint den vielen nichtexistierenden Dingen die Trägheit und die Gravitation anzukönnen.

Es ist ganz einfach.
Trägheit resultiert aus der endlichen Möglichkeit Umstände instantan zu verändern, Gravitation aus der Unsymmetrie der resultiuerenden "Kraft" der die Trägheit tragenden Taktung.

Gruss Kurt
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » Fr 18. Nov 2011, 11:03

Kopernikus hat geschrieben:Bei Rotation eines Massepunktes m auf einer Kreisscheibe mit Radius R und der Tangentialgeschwindigkeit V
wirkt auf diesen Massepunkt die Zentrifugalkraft F = m * dV / dt, wobei dV / dt die Beschleunigung in
Richtung des Kreismittelpunktes ist. diese Beschleunigung ergibt sich aus der
2. Ableitung der Strecke nach der Zeit.

Nein, nicht richtig. Was Du da beschreibst ist die Zentripetalkraft :!:

Im Bezugssystem der Scheibe hat der Punkt ja keine Geschwindigkeit. Er ruht darin. Dennoch wirkt auf ihn eine Kraft radial nach außen, die deshalb als Scheinkraft(Trägheitskraft) bezeichnet wird. Der Massepunkt würde infolge dieser Kraft davonfliegen, wenn er nicht auf der Scheibe fixiert wäre. Die Kraft, mit welcher dann die Scheibe den Punkt festhält, ist wieder die Zentripetalkraft. Der Punkt wird durch das Gleichgewicht aus Zentrifugalkraft und Zentripetalraft an seinem Ruheort festgehalten.
Das gilt aber nur im BS der Scheibe. Im äußeren Bezugssystem des IS ist der Punkt ja nicht ruhend, sondern er wird durch die Zentripetalkraft stetig geschwindigkeitsverändernd beschleunigt. Da ist keine Gegenkraft, welche ihn festhält.
Wenn man immer schön im jeweiligen BS denkt, wird das alles selbstverständlich.

Die obige Animation und das erklärende Bild dazu sagen alles.

Gruß
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » Fr 18. Nov 2011, 20:20

Hallo Chief,
.
Ich bekomme den Eindruck, Du willst irgendwie trollen. Daß Du das nicht verstehen kannst, kann ich mir nämlich nicht vorstellen. Aber es ist wohl so, daß du wiedermal einfache Dinge als Unsinn bezeichnest, welche Du nicht verstehen kannst. Nachdem eine bessere Darstellung als in diesem Video überhaupt nicht mehr möglich ist. Wenn Du allerdings immer noch nicht in Bezugssystemen denken kannst, ein letzter Versuch:

Chief hat geschrieben:Das ist Unsinn, die rote Person bewegt sich gar nicht sondern die Kamera die die Person beobachtet.

Im äußeren nichtrotierenden Bezugssystem ruht der Rote :!: Im rotierenden Bezugssystem :!: :!: :!: bewegt er sich auf einer Kreisbahn :!: . Guck dir doch einfach die Sicht ins Bezugsystem im unteren Animationsteil b an. Wenn du die Kreisbewegung nicht siehst, ist dein Computer defekt.

Da hilft alles nicht, auf die rote Person wirkt keine Kraft. Ein Beobachter der nicht weiß dass er der bewegte ist glaubt dass auf die rote Person eine Kraft wirkt. Deswegen wird von einer "Scheinkraft" gesprochen. Weil es die Kraft gar nicht gibt. Und die Corioliskraft erst gar nicht weil die rote Person im unteren Teilbild im rotierenden System ruht.

Jaja, sie ruht, weil dein Monitor defekt ist oder deine Brille versagt. Sie bewegt sich auf einer Kreisbahn im rotierenden BS. :!: :!: :!: Wenn eine Person sich auf einer Kreisbahn bewegt, dann muß auf sie eine Kraft wirken. Die Corioliskraft ist eine Trägheitskraft, welche es natürlich im rotierenden System gibt. genauso wie es da eine Zentrifugalkraft gibt. An jedem Kettenkarussell kannst Du sie "sehen". Aber bei Dir gibt es ja keine Trägheitskräfte. Und daß Corioliskräfte Flußbette verändern und Schienen einseitig abnutzen, sollte sich auch schon herumgesprochen haben.

Du magst in Physik teilweise bewandert sein. Wenn Deine Einwände hier aber ernsthaft sein sollten, dann ist Dein Wissen in Technischer Mechanik allerdings rudimentär. Ansonsten würdest Du Grundzüge der Mechanik nicht ständig als Unsinn charakterisieren. Letzteres nervt mich.

Gruß
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