Gerhard Kemme hat geschrieben:Das war nur eine Überschlagsrechnung - wenn präzise mit den Ableitungen gerechnet wird, dann kommt man bei entsprechender Aufgabe auf Zeitintervalle mit 3000 m/s².
...
Es geht um die Schallentstehung - und da wird man bei der Berechnung der Beschleunigungen auf hohe Werte kommen, die somit auch rechnerisch den theoretischen Ansatz stützen, dass Schall u.a. durch eine hohe Beschleunigung der auslenkenden Vorrichtung erzeugt wird (ansonsten auch per Überschreitung der Schallgeschwindigkeit).
Ja Gerhard, das mit den 3000 m/s² mag ja stimmen.
Das hat aber nichts mit der Schallentstehung zu tun.
Schall entsteht nicht nur durch Überschallbewegung oder grosse Beschleunigung,
er entsteht immer sobald sich irgendwelche Molekülverschiebung oder auch nur Beeinflussung ereignet.
Die Schallgeschwindigkeit ist die Geschwindigkeit mit der sich der "Störungsausgleich" im Medium ereignet.
Jede Störung, egal wie sie erzeugt wurde oder wie stark sie war, erzeugt diesen Ausgleichsvorgang.
Der Ausgleichsvorgang hat mit der Entstehung der Störung nichts zu tun.
Ich versuchs mit einem "Strichbild".
Die ----- sind Luft, das M ein Mikrophon.
Dieses hat auch noch eine Druckmanometer beigestellt.
Dieses Gebilde | ist eine Lautsprechermembrane.
Alles ist in ein Rohr eingebaut, somit ist eine einfache, eine 1d Betrachtung möglich.
Das beiseitig offene Rohr hat eine Länge von 330 Metern, der Luftdruck betrage 1000 mBar.
----------|-------------------------------------------------------------M------
Nun wird die Membrane
schlagartig nach rechts versetzt
------------|-----------------------------------------------------------M------
Diese Wirkung ist nach 1 sec am M angekommen, der Druck wird sich kurzzeitig erhöhen, dann auf Normalwert zurückgehen.
Das Mic hat eine positives Signal erzeugt (positiv wenn es nach rechts hin ausgelenkt wird), welches auf Null zurückfällt.
Nun wird die Membrane schlagartig an ihren alten Platz versetzt.
----------|-------------------------------------------------------------M------
Der Druck beim Manometer wird sich nach einer Sekunde kurzzeitig verringern um dann auf Normalzustand zu gehen.
Das Mik hat ein negatives Signal abgegeben und kehrt dann auf Null zurück.
Im erstem Fall wurde der Druck erhöht, Das Signal braucht eine Sekunde um am Mik/Druckdose zu wirken.
Im zweitem Fall der Druck erniedrigt, das Signal brauchte eine Sekunde um am Mik/Druckdose zu wirken.
Daraufhin wurde ein Sinussignal an die Membrane angelegt, das Ergebnis was das gleiche, nur mit der Lautsprecher/Membranfrequenz überlagert.
Es dauerte immer eine Sekunde bis das Signal ankam und es wurde immer die Spannung erzeugt die der Bewegungsrichtung der Membrane proportional war.
Auch leise und laute, also geringe und starke, Auslenkungen wurden -gefahren-.
Immer das gleiche Ergebnis, nur geringere/stärkere Ausgangsspannungen am Mic.
Bei Membranbewegungen die schneller waren als 330 m/sec kam das Signal ebenfalls erst nach einer Sekunde an, das Miksignal war allerdings stark verzerrt.
Es spielt also keine Rolle in welcher Art die Anregung der Membrane erfolgt.
Mir ist nicht klar warum du eine so -eigenwillige- Schallerzeugung behauptest, was der Hintergrund dafür ist.
Gruss Kurt