Neutrinos schneller als Licht?

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

LG bezogen auf

Beitragvon rmw » Sa 24. Sep 2011, 07:11

Kurt hat geschrieben:Denn wenn man sie fragt worauf die jeweilige Geschwindgkeit denn bezogen ist, also falls jemand sie messen wollte und den Nullbezug sucht

Dass die LG auf alles bezogen c sein soll ist natürlich Unsinn, aber das ist ein bekanntes Thema.
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Re: Neutrinos schneller als Licht?

Beitragvon All » Sa 24. Sep 2011, 09:20

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Re: Neutrinos schneller als Licht?

Beitragvon All » Sa 24. Sep 2011, 10:16

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Re: Neutrinos schneller als Licht?

Beitragvon Harald Maurer » Sa 24. Sep 2011, 10:17

All hat geschrieben:Was bedeutet das denn alles im Endeffekt? Kollabiert dann die Theorie Einsteins? Wenn die massebehafteten Neutrinos überlichtschnell “fliegen“, dann fällt doch der Nullpunkt weg? Was ist dann noch messbar?

Wenn das Postulat Einsteins sich als falsch herausstellen würde, ist die Lichtgeschwindigkeit eine Geschwindigkeit wie jede andere auch. Mit dem Nullpunkt hat das nichts zu tun, denn der Nullpunkt ist ja stets nur der Ursprung eines Koordinatensstems. Man wird also weiterhin messen wie bisher.
All hat geschrieben:Geht die Geschwindigkeit dann nicht ins MINUS. Dann läuft doch die Zeit rückwärts? In dem Fall hätten wir dann Zeitsalat. Denke ich jetzt falsch?

Da liefe keine Zeit rückwärts. Das ist ja nur eine der bizarren Aussagen der SRT - und diese wäre ja dann nicht mehr gültig.
All hat geschrieben:Die Ruhemasse war dann doch auch nur eine Erfindung, um die Theorie konsistent zu machen?

Das war mal so, als man noch dachte, dass sich aus der Beziehung von bewegten Koordinatensystemen Massen verändern. Aber die Masse ist auch in der modernen SRT eine Invariante. Energie und Impuls sind hingegen auch schon bei Newton relativ. Die Annahme einer Ruhemasse macht aber Sinn, wenn man an die Masse-Energie-Äquivalenz der ART denkt - und das muss man schon auch erkennen: die ART wird von dem Ergebnis des OPERA-Experimentes keinesfalls widerlegt.
All hat geschrieben:Sind denn dann auch nicht die Schwarzen Löcher “geplatzt“.

Die Schwarzen Löcher sind eine unbewiesene Aussage aus den unzähligen Lösungen der ART-Gleichungen und Einstein selbst hat ihre Existenz bestritten. Man sollte nicht davon ausgehen, dass diese hypothetischen Konstrukte tatsächlich existieren. Aber - wie gesagt - die ART ist etwas völlig anderes als die SRT (auch wenn Relativisten stets behaupten, die SRT sei ein Grenzfall der ART, ist sie das eben so wenig wie Newtons Dynamik ein Grenzfall der ART wäre. Das kann auch in beiden Fällen gar nicht sein, weil die Grundlagen aller dieser Theorien sich völlig voneinander unterscheiden. Aus der ART mit ihrer endlichen Gravitationsausbreitung kann z.B. niemals die Newtontheorie mit ihrer instantanen Gravitations-Fernwirkung abgeleitet werden. Das sind einfach zwei Paar Schuhe. Auch die Unterschiede zwischen SRT und ART sind nicht überbrückbar. Auch wenn man es mathematisch zeigen kann - aber mathematisch ist ja alles möglich.
All hat geschrieben:Eigentlich zieht das doch ungeahnte Kreise, die ich gar nicht übersehen kann.

Eher nicht. Sollte sich das OPERA-Resultat bestätigen lassen, wird man die SRT mit der Behauptung retten, dass man mit Neutrinos keine Information übermitteln kann. Dieses Argument hat man ja schon bei der Quantenverschränkung eingesetzt. Die SRT ist eine Pseudoreligion und wird als solche nie ausgerottet werden.
All hat geschrieben:Hätte dann die Theorie bisher nur Phänomene beschrieben?

Die SRT hat bisher noch gar nichts beschrieben, was tatsächlich beobachtet werden könnte. Wenn relativistische Effekte konkret auftreten, dann sind es keine Effekte der SRT sondern solche der LET (Lorentz). Nur in letzterer werden Längenkontraktionen und Uhrengangänderungen als real angenommen. In der SRT hingegen nicht. Die SRT kann also gar nichts beschreiben, was sich verifizieren ließe.
All hat geschrieben:Das wäre doch eine Katastrophe für die Theorie. Oder nicht?

Nein - wäre es nicht. Da hätten die Experimente, die schon bisher das Postulat widerlegten (und die gibt es natürlich auch) schon eine Katastrophe sein müssen. Aber die relativistische Glaubensgemeinschaft hat da ihre Methoden. Bekämpfen, Verleumden, Totschweigen, Veröffentlichungen verhindern etc. Das wird bei einer so angesehenen Institution wie CERN natürlich schwieriger sein - aber ich bin sicher, dass man alles so drehen und wenden wird, wie man's braucht, um die Heiligkeit Einsteins zu bewahren. Abgesehen davon, dass seine ART ja ein ganz anderes Kaliber ist.
Die SRT muss man nicht mehr widerlegen. Ihre wunden Punkte erkennt man, wenn man die Beiträge in diesem Forum verfolgt und bemerkt hat, bei welchen Argumenten die Relativisten verstummt sind. So wurden alle von mir vorgeführten Paradoxa nicht gelöst, sondern riefen lediglich Angriffe gegen meine Person hervor. Alle Paradoxa der SRT, in welcher eine Verdrehung der Koordinatensysteme bei der Lorentztrafo angenommen werden muss, um sie zu lösen, sind bei korrekter Anwendung der SRT nicht lösbar (wie z.B. das Lochparadoxon). Denn diese Verdrehung ist eine Pseudoverdrehung um einen imaginären Winkel und existiert nicht real - und damit ist das Paradoxon unlösbar und die SRT bloß Makulatur. Wenn aber all das nicht reicht, um diese Theorie als falsch zu entlarven, kann es sich nicht mehr um eine wissenschaftliche Theorie handeln - und dann ist dagegen auch kein Kraut gewachsen!

Grüße
Harald Maurer
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Kollabieren

Beitragvon rmw » Sa 24. Sep 2011, 10:24

All hat geschrieben:Was bedeutet das denn alles im Endeffekt? Kollabiert dann die Theorie Einsteins?

Die kollabiert früher oder später ganz sicher, das ist nur eine Frage der Zeit.
Die RT lebt schließlich Annahmen die glatter Unsinn sind, auch wenn sie etwas geschwollen als Postulate bezeichnet werden. Ohne diese "Postulate" die ihrerseits durch nichts bewiesen sind gibt es auch keine RT.
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Re: Neutrinos schneller als Licht?

Beitragvon All » Sa 24. Sep 2011, 10:28

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Nullpunkt im All?

Beitragvon Kurt » Sa 24. Sep 2011, 18:10

All hat geschrieben:Für mich hat das Universum keinen Nullpunkt. Das ist aber eine philosophische Ansicht, die man nicht diskutieren kann, meine ich.


Lässt du da mal etwas mehr hören, alles kann man diskutieren!

Gruss Kurt
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Re: Neutrinos schneller als Licht?

Beitragvon Jocelyne Lopez » So 25. Sep 2011, 07:02

Vor dem Hintergrund der ganzen Aufregung und der Nervosität über das neueste Experiment mit Neutrinos verweise ich auf die zwei letzte Einträge im Blog „Kritische Stimmen zur Relativitätstheorie“:

- Schon 1909 wurde die Spezielle Relativitätstheorie widerlegt und hätte ad acta gelegt werden müssen:
Das Ehrenfest-Paradoxon widerlegt die Relativitätstheorie

- Schon 1926 wurde auf den wissenschaftlichen Skandal und auf das Lügen-Gebäude der Speziellen Relativitätstheorie unverblümt hingewiesen:
Die Spezielle Relativitätstheorie ist ein Skandal und ein Lügen-Gebäude

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Neutrinos schneller als Licht?

Beitragvon All » So 25. Sep 2011, 18:33

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Re: Neutrinos schneller als Licht?

Beitragvon Gerhard Kemme » So 25. Sep 2011, 18:52

All hat geschrieben:Ich bin eigentlich überrascht, dass es hier so ein Feindbild gibt. Immerhin sind es doch die Relativisten (?) die ihre "eigene" Theorie mit den Untersuchungsergebnissen torpedieren.

Ob das Anhänger der RT waren, würde ich bezweifeln. Allerdings dreht sich in Physik und Wissenschaft nicht alles um die RT und da der Boden gut vorbereitet war, dass Theorien nicht immer völlig korrekt sind und einen begrenzten Umfang haben - konnte nunmehr ein Versuch durchgeführt werden, der zumindest im Moment das Resultat hat, dass Neutrinos schneller als Licht sein können. Allerdings wird man das in der nächsten Zeit noch überprüfen.
All hat geschrieben:Wenn man alles unter der Prämisse der Logik sieht, dann hat Logik doch gar nicht die Aufgabe etwas als falsch oder richtig zu entlarven, sondern es sollte dann lediglich nach den Regeln der Logik funktionieren. Auch Theorien sind nach meiner Kenntnis nicht an die Anschauung gebunden, sondern es reicht, wenn sie in sich funktionieren.

Du machst sehr weitreichende Aussagen. Es geht in der Wissenschaft und auch in der Mathematik nicht ständig um Bestrebungen des Rechthabens, sondern es geht oftmals in der Logik ganz sachlich darum, ob eine Aussage wahr oder falsch ist. Dies allerdings ist typisch für Logik. Die Regeln der Logik unterscheiden allerdings zwischen wahr und falsch - allerdings ist Logik eine menschliche Angegelegenheit und kann somit auch immer ideologisch ausgebeutet werden. Letzten Endes werden sich nur Leute miteinander verständigen können, die von den gleichen Grundlagen ausgehen. Es gibt keine Instanz, die bestimmt, wie Theorien sein sollen - allerdings wird eine überzeugende Theorie in klaren Worten und Begriffen geschrieben und stellt die Übersetzung eines Naturphänomens in die Denkwelt des Menschen dar - und da wäre Anschaulichkeit nicht schlecht.
All hat geschrieben:Anschauung und Logik sind etwas, was nicht unbedingt zusammen passt. Das sieht man doch schon an der Mathematik. Mathematik ist hochgradig unanschaulich, allerdings würde die heutige Welt ohne Mathematik zusammenbrechen.

Mathematik ist unanschaulich, wenn der Unterrichtende sich nicht gut vorbereitet hat - denk' an Euklidsche Geometrie, Vektoren, Funktionen in KO-Systemen. Anschaulichkeit ist in der Mathematik immer anzustreben - es würde sogar darum gehen per Handlungsorientiertem Lernen die Mathematik begreifbar zu machen: Nimm eine Kugel Kuchenteig und noch eine zweite - dann mische beide Kugeln zusammen und zähle ab, wieviele Kugeln du dann hast. Genau - du hast eine Kugel. Mathematisiere bitte diesen Vorgang per Abstraktion - genau: 1 + 1 = 1
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