Faber hat geschrieben:Konsultieren Sie Einstein, Zur Elektrodynamik bewegter Körper, §3 Theorie der Koordinaten und Zeittransformation von dem ruhenden auf ein relativ zu diesem in gleichmäßiger Translationsbewegung befindlichen System, Seite 897ff = Seite 7ff des PDF-Dokuments. Dort leitet Einstein die (Lorentz-) Transformationsgleichungen als Konsequenz daraus her, dass Lichtstrahlen sich mit endlicher, konstanter Geschwindigkeit fortbewegen und dementsprechend Lichtlaufzeiten bestimmte Effekte zur Folge haben. Es ist unmittelbar einleuchtend, dass Lichtlaufzeiten durch Transformation simuliert oder aber auch herausgerechnet werden können.
Nach meinem gegenwärtigen Verständnis geht Albert Einstein von der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit in dem Sinne aus, dass der Wert der LG in unterschiedlichen Inertialsystemen gleichbleibend ist und auf die Annahme eines Lichtäthers verzichtet werden kann. Hierbei kann ich keine Laufzeiteffekte erkennen. Insbesondere kommt man auf den Gammafaktor 1/sqrt(1-v²/c²) rechnerisch sehr klar unter Annahme eines Lichtstrahls, für den einfach angenommen wird, dass er sowohl im Ruhesystem als auch im Bewegten System die gleiche Geschwindigkeit V(=c) hat. Wenn jemand meint, dass der Gammafaktor hergeleitet wird über Entfernungsmessungen mit Licht, wobei die Lichtlaufzeiten berücksichtigt werden müssen, dann möge er es hier eventuell einmal explizit notieren. So werden ständig Begriffe nur flüchtig angetippt aber als Argumentation nicht durchgezogen - zumindest ist dies meine Wahrnehmung.
Fazit: Gemäß dem angegebenen Link zur "Elektrodynamik bewegter Körper" ist von einer konstanten LG auch nach Transformation in ein anderes Koordinatensystem mit einem anderen Bewegungszustand die Rede, was in der Physik nicht möglich zu sein scheint, d.h. soetwas gibt es nur in der Mathematik. Mit Hilfe der Transformationsgleichungen kann man nun einmal für ein und denselben Lichtstrahl die gleiche Geschwindigkeit c berechnen, obwohl die Koordinatensystem unterschiedliche Geschwindigkeiten haben.
mfg

