Laserpistolen im Weltall

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon Hannes » Mo 20. Jun 2011, 10:23

Hallo Herr Roland !
Das gibt es aber so nicht. Ich habe den Eindruck, um die SRT zu kritisieren zu können, muss man hier auch die klassische Physik „entsorgen“.

Doch nicht alles, aber etliche Ansichten haben sich im Laufe der Zeit geändert.
Die klassische Physik ist keine Bibel. Sie ist nur von Menschen gemacht.

Somit gilt eben in der klassischen Physik sind gleichförmige Bewegung relativ und Drehung bzw. Beschleunigung absolut. Wer das bestreitet steht eben außerhalb der klassischen Physik. Diese Position sollte nun aber auch kein Problem sein, einige halten die SRT für falsch und andere die klassischen Physik gleich mit
.

Revolutionäre Aussagen stehen IMMER ausserhalb. Deshalb sind sie nicht weniger notwendig. Ich habe meine Aussagen doch Punkt für Punkt dargestellt und begründet.
Warum wird nicht Punkt für Punkt dagegen argumentiert ? Die klassische Physik ist keine Bibel, sondern soll stetig weiterentwickelt werden.

Mit Gruß
Hannes
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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon galactic32 » Mo 20. Jun 2011, 10:27

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Darin unterscheidet sich der CMB nicht von einem beliebigen andern Bezugssystem. Wenn dein Raumschiff keine Fenster und keine Außensensoren besitzt, kannst du auch keine Relativgeschwindigkeit bestimmen
Klingt zu sehr daherbehauptet.

Im Raumschiff die spektroskopische Analyse der Thermo-Emissionen der "Wände" läßt also keine dem CMB analogen Rückschlüsse zu ?
Was dürfte vermutetet, was geglaubt werden ?

Gruß
galactic32
 
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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon Hannes » Mo 20. Jun 2011, 11:40

Hallo Herr Roland !

Das ist richtig, als man erkannte, man bekommt die Elektrodynamik von Maxwell nicht mit dem Relativitätsprinzip unter einen Hut, wenn man die klassische Mechanik beibehält, wurde diese eben erweitert, die SRT war das Ergebnis. Was zu Problemen führt, wird eben angepasst.

Nur weiter so, nur so geht es.

Das mag schon sein, aber nicht jeder Widerspruch ist damit auch gleich eine revolutionäre Aussage, es könne auch einfach nur in einem falschen Verständnis begründet sein. Ich habe Punkt für Punkt gegen ihre Aussagen argumentiert.

Sie haben mit einer klassischen Physik argumentiert, die teilweise von meinen Aussagen infrage gestellt wird. Die allgemeine Meinung ist nicht so schnell. Bewusstseinsveränderungen brauchen Zeit.
Für mich ist dass alles klar, die klassischen Physik, das Relativitätsprinzip, das Problem mit der Elektrodynamik von Maxwell und dem Relativitätsprinzip, die Überlegungen in der Physik und das daraus folgende Ergebnis die SRT. Ich „glaube“ aber weiterhin, dass Sie ein gewisses Problem mit dem Relativitätsprinzip haben, und solange wir/Sie da nicht weiterkommen, kommen Sie insgesamt nicht weiter. Das ist aber meine rein subjektive und persönliche Meinung dazu
.
Eine festgefügte Meinung ist nicht verwerflich. Meine Meinung mit dem RP ist etwas revolutionär gegen die klassische Physik und Revolutionen sind nirgends von heute auf morgen passiert.
Sollte ich nicht recht haben, wird sich das im Laufe der Diskussionen ergeben.
Da lassen wir noch viele Kolleghen mitreden.

Ich habe hin und wieder den Eindruck, Sie überlesen bestimmte Teile, die ihnen nicht so wirklich zusagen. Sie fordern von den anderen Beweglichkeit, wie sieht es denn mit ihrer Beweglichkeit aus?

Ich bin kein beamteter Kritiker der SRT. Ich habe doch auch Privatleben.
Meine Frau sagt jetzt schon zu mir : Du kommst von deiner Forumsdiskussion nicht weg. Wenn ich da einiges überlese, bitte um Verständnis.
Es ist auch möglich, dass ich im Moment nicht die passende Antwort weiß.
Ich hatte gestern eine sehr schöne Familienfeier mit anschließender langer Atofahrt.

Mit bestem Gruß
Hannes
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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon Ernst » Mo 20. Jun 2011, 11:45

Harald Maurer hat geschrieben: Worauf bezieht sich eigentlich die von Smoot gemessene Geschwindigkeit der Erde (370 km/s Richtung Löwe)? Wo (oder was) ist der Bezugspunkt?

Das ist einfach die Relativgeschwindigkeit zwischen Erde und Löwe.

Gruß
Ernst
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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon Ernst » Mo 20. Jun 2011, 12:00

Hannes hat geschrieben: Wenn auch meine Aussage zum Relativitätsprinzip etwas revolutionär ist,

Nichts mit revolutionär. Sie ist einfach falsch. Falsch deshalb weil sie jener Physik widerspricht, welche in der Lage ist, die Welt so zu beschreiben, wie sie mit der Erfahrung übereinstimmt.
Das Relativitätsprinzip ist darin eine fundamentale Grundlage. Hebelst Du das aus, dann wirfst Du jene gesamte Physik über den Haufen, die zu den heutigen technischen und wissenschaftlichen Errungenschaften geführt hat.

Die Tatsache, daß Geschwindigkeit eine relative Größe und Beschleunigung eine absolute ist, ist wiederum eine Basisfolgerung aus dem Relativitätsprinzip.

Die Rückabwicklung des Relativitätsprinzips ist gleichwertig mit der Behauptung der Scheibenform der Erde.

Gruß
Ernst
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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon Hannes » Mo 20. Jun 2011, 12:45

Hallo Ernst !
Nichts mit revolutionär. Sie ist einfach falsch. Falsch deshalb weil sie jener Physik widerspricht, welche in der Lage ist, die Welt so zu beschreiben, wie sie mit der Erfahrung übereinstimmt.
Das Relativitätsprinzip ist darin eine fundamentale Grundlage. Hebelst Du das aus, dann wirfst Du jene gesamte Physik über den Haufen, die zu den heutigen technischen und wissenschaftlichen Errungenschaften geführt hat.

Wir bräuchten nicht diskutieren, wenn alles mit den Erfahrungen übereinstimmen würde und keine Paradoxien erzeugen würde.
Wenn ich das RP konsequent auslege, ist es als fundamentale Grundlage noch lange nicht ausgehebelt.Im Gegenteil. Ich will nur die selbstgebastelten Ausnahmen darin nicht sehen. Diese selbstgebastelten Ausnahmen stören doch die Physik.

Mit Gruß Hannes
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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon Ernst » Mo 20. Jun 2011, 12:51

Hannes hat geschrieben: Wir bräuchten nicht diskutieren, wenn alles mit den Erfahrungen übereinstimmen würde und keine Paradoxien erzeugen würde.


So? Welche Erfahrung stimmt denn nicht damit überein? Du bekommst eventuell den Nobelpreis.

Gruß
Ernst
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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon Ernst » Mo 20. Jun 2011, 12:58

PS.:
Wenn ich schrieb, Beschleunigung sei absolut, dann bezieht sich das ausschließlich auf Rotation bzw. gekrümmte Bewegungsbahn.
Translative Beschleunigung betrachte ich dagegen wie gleichförmige Geschwindigkeit als relative Größe.

Gruß
Ernst
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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon Harald Maurer » Mo 20. Jun 2011, 13:56

Ernst hat geschrieben:Harald Maurer hat geschrieben:
Worauf bezieht sich eigentlich die von Smoot gemessene Geschwindigkeit der Erde (370 km/s Richtung Löwe)? Wo (oder was) ist der Bezugspunkt?
Das ist einfach die Relativgeschwindigkeit zwischen Erde und Löwe.


Tatsächlich? Wie kann ein Sternbild als Bezugspunkt dienen, das aus vielen Himmelskörpern besteht, die alle eine unterschiedliche Geschwindigkeit relativ zur Erde haben? So weisen die 8 Galaxien in diesem Sternbild Eigengeschwindigkeit von +500 km/s bis über +900 km/s auf, mit welcher sie sich von der Erde entfernen. Auf welches dieser Himmelsobjekte wurden nun jene von Smoot gemessenen 370 km/s speziell bezogen? Und sollte die Messung von Smoot sich auf das Sternbild beziehen, wie hat er das bloß gemessen? Mit der Radarmethode mittels vom Sternbild reflektiertem Licht? Sicherlich nicht! Mit der Doppleranalyse des vom Sternbild kommenden Lichts? Auch nicht, dann dann hätte er die unterschiedlichsten Geschwindigkeiten erhalten. Also - die Antwort "Relativgeschwindigkeit zwischen Erde und Löwe" scheint wohl nicht ganz richtig zu sein!
Smoot sagt: die Erde bewegt sich mit 370 km/s in Richtung Löwe. Wie kommt er bloß auf diese Idee? Er muss sich doch auf ein Bezugssystem beziehen! Und von welchem "ruhenden Bezugspunkt" aus errechnete er diese Geschwindigkeit von just 370 km/s? Von den schnell bewegten Sternen und Galaxien des Sternbilds Löwe kann ja wohl keiner der Bezugspunkt gewesen sein. Man könnte ja auch nicht sagen, man habe eine Relativgeschwindigkeit in Bezug zum Süden, oder so... ;)

Und gibt es auf meine Frage keine klare, kurze Antwort? Ernst betrachtet ein Sternbild als Bezugspunkt, ein anderer meint sinngemäß, Smoot beziehe sich auf ein Bezugssystem, das man sehen würde, wenn man aus dem Fenster eines Raumschiffes sähe, oder so ähnlich. Was hat Smoot - bzw haben die Cobe-Instrumente - denn für ein Bezugssystem (Inertialsystem) "gesehen", als sie gleichsam aus dem Fenster des Satelliten blickten?

Meine Frage ist gar nicht so naiv, wie es den Anschein hat! Das könnte man an der richtigen Antwort erkennen. Hat hier einer die richtige Antwort? ("Messung in Bezug zum CMB" ist es jedenfall nicht!)

Grüße
Harald Maurer
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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Mo 20. Jun 2011, 15:24

Harald Maurer hat geschrieben:Und gibt es auf meine Frage keine klare, kurze Antwort? Ernst betrachtet ein Sternbild als Bezugspunkt, ein anderer meint sinngemäß, Smoot beziehe sich auf ein Bezugssystem, das man sehen würde, wenn man aus dem Fenster eines Raumschiffes sähe, oder so ähnlich. Was hat Smoot - bzw haben die Cobe-Instrumente - denn für ein Bezugssystem (Inertialsystem) "gesehen", als sie gleichsam aus dem Fenster des Satelliten blickten?

Meine Frage ist gar nicht so naiv, wie es den Anschein hat! Das könnte man an der richtigen Antwort erkennen. Hat hier einer die richtige Antwort? ("Messung in Bezug zum CMB" ist es jedenfall nicht!)

Grüße
Harald Maurer

Smoot hat keine Geschwindigkeit gemessen. Er hat die Anisotropie der 3K Hintergrundstrahlung gemessen. Und der Bezugspunkt ist das Messgerät gewesen. Wie bei jeder Messung das Messgerät den Bezugspunkt bestimmt.
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