Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Trigemina » Di 17. Mär 2009, 21:29

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Findest Du etwa mit Deinen eigenen Worten keine Erklärung für das Rätsel der Zauberformel der "relativistischen Geschwindigkeitsaddition", die immer dasselbe Ergebnis auswirft, das man sowieso vorher postuliert und schon im voraus kennt, und wonach ich hier als Mathematiklaiin gefragt habe?


Aus der Konstanz und Invarianz von c leitet sich die Lorentz-Transformation ab, so dass c nicht überschritten werden kann, auch nicht durch Addition zweier Geschwindigkeiten über zwei hintereinander geschaltete Lorentz-Transformationen.

Und verzeih wenn du dich mathematisch voll belästigt fühlst. Aber Physik ohne Mathematik zu betreiben ist wie Fussball ohne Fussball zu spielen – oder nichts als ein Spiel um Worte.

Gruss
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Hannes » Di 17. Mär 2009, 21:36

Hallo Frau Jocelyne !

    Es geht nicht um die Eigengeschwindigkeit des Lichts oder eines beliebigen Objektes, sondern es geht hier die ganze Zeit um die Relativgeschwindigkeit zwischen zwei zueinander bewegten Objekten.

In den Teilchenbeschleunigerringen (LHC etc)
werden doch Protonen und Atome gegenläufig auf
99% der LG beschleunigt und aufeinandergeschossen.
Und diese beschleunigten Teilchen haben relativ zueinander fast 2 c.
Jeder weiß das , nur versucht man sich mit komplizierten Beschreibungen herauszureden.

Dass jeder beschleunigte Strahl für sich nicht schneller als c sein kann, ergibt sich aus der Höchstgeschwindigkeit des antreibenden Magnetfeldes.
Der Elektromotor ist eben nicht schneller.

Im Weltraum werden die Jets der schwarzen Löcher auch von dem Magnetismus beschleunigt,sodass auch dort die Höchstgeschwindigkeit c ist.

Einen schnelleren Motor als den Elektromagnetismus kenne ich leider nicht.
Deswegen kann man in gleicher Bewegungsrichtung Geschwindigkeiten nicht beliebig addieren.

Die Gravitation könnte schneller sein, da sie im Nahbereich eines schwarzen Loches selbst das Licht zurückhält.Aber dazu sind die SL noch zu wenig erforscht, um das mit Sicherheit behaupten zu können.


Mit Gruß Hannes
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Faber » Di 17. Mär 2009, 22:05

Auch ich stimme im wesentlichen zu: die Mathematik ist eine Erweiterung der Alltagssprache, ohne deren Beherrschung weite Teile der Physik nicht verstanden werden können.

Andererseits denke ich, dass es keinerlei tiefergehender Kenntnis der Mathematik bedarf, um zu verstehen, dass die SRT nicht mit der Wirklichkeit korrespondiert. Die SRT behauptet, dass Beobachter in verschiedenen Inertialsystemen ein und denselben beobachteten Vorgang in einem der Inertialsysteme unterschiedlich wahrnehmen und dass alle Wahrnehmugen ununterscheidbar gleichberechtigt seien. Das trifft aber nicht zu. Es mag Situationen geben, in denen das tatsächlich zutrifft. Im allgemeinen aber trifft das nicht zu.

Wenn ich eine Uhr mit Zeigern und Ziffernblatt betrachte, die sich in einem anderen Inertialsystem befindet, erkenne ich auf anhieb, dass meine Sichtweise die Realität nicht widerspiegelt. Die Zeiger, deren Längen sich aus meiner Sicht andauernd verändern, zeigen es eindeutig an. Ein Beobachter im Ruhesystem der Uhr ist mir gegenüber nicht gleichberechtigt. Ganz im Gegenteil. Er erkennt, dass seine Sichtweise richtig ist, da aus seiner Sicht die Längen der Zeiger konstant sind. Wir beide aber wissen, dass ursachenfrei längenveränderte Zeiger den Gesetzen der Mechanik widersprechen. Es gibt keine Bewegungsänderung ohne ursächliche Kraft.

Damit ist gezeigt, dass i.a. nicht alle Beobachter gleichberechtigt sind. Damit ist ein physikalischer Widerspruch in den Aussagen der SRT aufgezeigt. Und die SRT ist damit keine physikalische Theorie. Wir kennen keine Welt, die von der SRT beschrieben wird.

Gruß
Faber
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Hannes » Di 17. Mär 2009, 22:23

Hallo Faber !

    Andererseits denke ich, dass es keinerlei tiefergehender Kenntnis der Mathematik bedarf, um zu verstehen, dass die SRT nicht mit der Wirklichkeit korrespondiert.
    Wir kennen keine Welt, die von der SRT beschrieben wird

Ich verfolge die Diskussion um die SRT schon über 10 Jahre. Aber so deutlich
haben das noch wenige ausgesprochen.
In Sachen Mathematik bin ich der Ansicht, dass das Experiment und die Messung Vorrang hat ! Mathematik kann nichts beweisen !Nur berechnen.
Und wenn die Mathematik falsche Angaben hat, ist die schönste Rechnung falsch.

Mit Gruß Hannes
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Faber » Di 17. Mär 2009, 22:24

P.S.:
Faber hat geschrieben:Es gibt keine Bewegungsänderung ohne ursächliche Kraft.


Deswegen ist die Diskussion darüber, ob die Corioliskraft eine reale, mechanische Kraft ist, in diesem Zusammenhang von Bedeutung.

Reale Kräfte sind genauso wie reale materielle Körper real. Sie sind zwar nicht materiell und wir nennen sie transzendent, da wir ihre Existenz nur indirekt wahrnehmen können, sie sind aber real. Vorhanden. Entitäten, die es wirklich gibt, die unabhängig vom Bezugssystem eines Beobachters in echt da sind und die wir anhand ihrer Wirkungen (Impulsänderungen realer materieller Körper) detektieren.

Gruß
Faber
Zuletzt geändert von Faber am Di 17. Mär 2009, 22:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Trigemina » Di 17. Mär 2009, 22:27

Faber hat geschrieben:Wir kennen keine Welt, die von der SRT beschrieben wird.


Ich denke die Welt der Elektrodynamik lässt sich hervorragend mit der SRT erklären. Zudem muss man unterscheiden was man aus einem anderen Bezugssystem misst und sieht. Ein auf einen Beobachter zufliegender Stab (oder der Zeiger einer Uhr) wird visuell um die Strecke

dl = v * t/2 = (l_0 / 2) / (1+v/c)

verlängert als es eine Messung ergäbe, während ein davonfliegender Stab um den gleichen Betrag dl verkürzt wird.

Gruss
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Trigemina » Di 17. Mär 2009, 22:33

Chief hat geschrieben:
Trigemina hat geschrieben:Das Magnetfeld ist die Folge der Lorentz-Invarianz der Ladungen, des Coulombpotenzials und des Relativitätsprinzips.
Die Lorentzkraft ist die elektrische Kraft q*E’ im Eigensystem S' der Punktladung q', rücktransformiert auf S.
In diesem Sinne sind magnetische Kräfte zwischen bewegten Ladungen relativistische Effekte.

Nein, die magnetische Kraft entsteht einfach wegen WW zwischen Strom j=q*v und dem Magnetfeld, welches auch durch verschiedene Ströme erzeugt wird. Das hat überhaupt nichts mit Lorentz zu tun.


Diese Aussage gilt jedoch nur für v<<c und kann nach der klassischen elektrodynamischen (nicht-relativistischen) Formulierung der Lorentz-Kraft folgendermassen geschrieben werden:

dp/dt = F = q*(E+v*B)

und die nicht-relativistische Arbeit der Lorentz-Kraft ist

dE/dt = q*E*v


Schreiben wir auf den Vierer-Formalismus um mit dem Feldstärketensor

F__μ_v = g_vσ * F__μσ (hochgestellte Indizes mit doppeltem Unterstrich)

erhalten wir

dp__μ/dtau = γ*dp__μ/dt = q*F__μ_v * u__v = q*(0,Ex,Ey,Ez,Ex,0,Bz,-By,Ey,-Bz,0,Bx,Ez,By,-Bx,0) * (c,vx,vy,vz)*γ

Wegen der Lorentz-invarianz des Feldstärketensors und der Kovarianz bezüglich Lorentz-Transformation gilt dies auch für die Lorentzkraft. Die Newtonsche Mechanik bleibt im Grenzfall v<<c erhalten. Die Lorentz-Kraft fungiert somit als Bindeglied zwischen Mechanik und Elektrodynamik und findet ihre experimentelle Bestätigung u.a. im Funktionieren moderner Teilchenbeschleuniger, und ein Zusammenhang ergibt sich zwangsläufig im Rahmen relativistischer Eichfeldtheorien (QED) mit minimaler Kopplung.

Gruss
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Hannes » Di 17. Mär 2009, 22:43

Hallo Trigemina !

    Ein auf einen Beobachter zufliegender Stab (oder der Zeiger einer Uhr) wird visuell um die Strecke

    dl = v * t/2 = (l_0 / 2) / (1+v/c)

    verlängert als es eine Messung ergäbe, während ein davonfliegender Stab um den gleichen Betrag dl verkürzt wird
.

Hast du schon einmal ein Buch gelesen über optische Täuschungen ?

Und selbst deine Mathematik wird von Chief mühelos widerlegt.

Mit Gruß Hannes
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Sebastian Hauk » Di 17. Mär 2009, 22:47

Hallo Hannes,

optische oder besser Verstandes-Täuschungen gibt es auch im Internet zu betrachten:

http://www.optischetaeuschungen-online.de/

Gruß

Sebastian
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Trigemina » Di 17. Mär 2009, 22:55

Hannes hat geschrieben:Hast du schon einmal ein Buch gelesen über optische Täuschungen ?
Und selbst deine Mathematik wird von Chief mühelos widerlegt.


Ja danke für deine Entgegnung, Hannes. Hast du mal die visuellen Effekte bei hohen Relativgeschwindigkeiten gesehen? Z.B. hier. Ich sehe dass Sebastian auch einen Link dazu angegeben hat. Danke!

Und was Chiefs Widerlegung “meiner“ Mathematik betrifft, lasse ich mich gerne überraschen. Seine krypti(kali)schen Formeln sind immer wieder danger(ous).

Gruss
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