Jingle hat geschrieben:Und die Laserpistole zeigt das relativistische Ergebnis an, wie meine klassische Rechnung einwandfrei zeigt.
Nein, das zeigt die "klassische" Rechnung offenbar nicht, jedenfalls erhalte ich ganz andere Werte. Da hat wohl die Rundungsautomatik im Excel od. im Taschenrechner böse zugeschlagen. Aber man muss natürlich schon so genau wie möglich vorgehen.
Die Annahme: Laserpistole und Objekt bwegen sich mit jeweils 250 000 km/s aufeinander zu. Die Relativgeschwindigkeit beträgt daher 500 000 km/s. Die Messung möge bei einem Abstand von 1000000 km beginnen und mit der Methode von Jingle gerechnet werden.
A----------------------A------>B<............B
1,8188681664309043686445040321015 s
Von Laserpistole A wird ein Messstrahl mit c zum Objekt B gesandt, währenddessen bewegt sich B diesem Strahl mit 250 000 km/s entgegen. Der Strahl trifft das Objekt nach 1,8188681664309043686445040321015 Sekunden.
Vom Objekt wird der Strahl reflektiert und bewegt sich mit c der Pistole A entgegen, die sich währenddessen mit 250 000 km/s bis auf 8202,1855 km angenähert hat. Dies ist der Abstand, den die Laserpistole bei der Rückkehr des Strahls noch zum Objekt hat. Die Laufzeit des zurückkehrenden Strahls ergibt sich mit
0,16472746300304435183384778979496 s
.................................A...>A<--B
0,16472746300304435183384778979496 s
Die Gesamtlaufzeit des Messstrahls beträgt daher t1+t1_2 = 1,983595629433948720478351821894 s
Und nicht 1,9675 s wie in Jingles Rechnung!
Jingle rechnet: Δt = t2 – t1 = 3,9349s – 1,9675s = 1,9674s => v = c * 1,9674s / 2 = 0,9837c = 294.905,841km/s. Das ist aber leider falsch. Denn es ergibt sich bei genauer Rechnung:
Δt = t2 – t1 = 3,967191258867897440956703643788 s – 1,983595629433948720478351821894 s = 1,983595629433948720478351821894 s => v = c * 1,983595629433948720478351821894/ 2 = 0,991797814716974360239175910947 c =
297333,504713... km/s und nicht 294.905,841km/s!
Die Differenz beträgt 2427,663713... km/s! Das ist zuviel, um behaupten zu könnnen Jingles Rechnung ergäbe exak den relativistischen Wert!
Der würde sich auch niemals ergeben. Denn die rel. Geschwindigkeitsaddition wird von der Lorentztransformation hergeleitet. Es ist völlig undenkbar, dass sie sich aus der Galilei- Beziehung der BS ergeben könnte, in welcher ZD und LK nicht anzunehmen sind.
Einne Laserpistole würde nicht den relativischen Wert messen können, sondern den klassischen. Denn wie sich die Relativgeschwindigkeit zusammensetzt, bleibt außen vor - für die SRT gibt es nur Relativgeschwindigkeiten. Das klassische Messergebnis ist daher mit der SRT konsistent, weil es in ein und demselben Bezugssystem zustandekommt - und innerhalb Inertialsystemen gilt auch in der SRT Galilei.
Grüße
Harald Maurer