Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Fr 27. Mai 2011, 08:07

Harald hat geschrieben:
Wenn man c per Konvention einen bestimmten Wert zuweist, obwohl c tatsächlich nicht konstant ist, dann liefert die Abstandsmessung zum fahrenden Fahrzeug falsche Werte!

Nein, sie liefert überhaupt keine falschen Werte in der Realität: man sieht ja mit den Laserpistolen, dass sie mit dem tatsächlichen Wert der Lichtgeschwindigkeit die Abständen messen und die Relativgeschwindigkeiten zwischen Licht und Beobachter als variable anzeigen.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Mirko » Fr 27. Mai 2011, 08:12

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Harald hat geschrieben:
Wenn man c per Konvention einen bestimmten Wert zuweist, obwohl c tatsächlich nicht konstant ist, dann liefert die Abstandsmessung zum fahrenden Fahrzeug falsche Werte!

Nein, sie liefert überhaupt keine falschen Werte in der Realität: man sieht ja mit den Laserpistolen, dass sie mit dem tatsächlichen Wert der Lichtgeschwindigkeit die Abständen messen und die Relativgeschwindigkeiten zwischen Licht und Beobachter als variable anzeigen.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez



c ist aber mit dem "willkürlich per Konvention" festgelegten Wert einprogramiert, ein "tatsächlicher" Wert, der davon abweicht, kann damit gar nicht festgestellt werden.
Und es wird auch immer noch nicht die Relativgeschwindigkeit zwischen Licht und Beobachter, sondern zwischen Beobachter und Zielobjekt angezeigt.
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Harald » Fr 27. Mai 2011, 08:34

Jocelyne Lopez hat geschrieben:...Nein, sie liefert überhaupt keine falschen Werte in der Realität: man sieht ja mit den Laserpistolen, dass sie mit dem tatsächlichen Wert der Lichtgeschwindigkeit die Abständen messen und die Relativgeschwindigkeiten zwischen Licht und Beobachter als variable anzeigen....


Frau Lopez,

natürlich zeigt die Laserpistole korrekte Werte an, denn die Lichtgeschwindigkeit ist als Konstante in der Software hinterlegt.

Was ich Ihnen nachgewiesen habe ist, dass ein nicht konstante Lichtgeschwindigkeit es unmöglich machen würde, damit eine Entfernung zu einem fahrenden Auto zu messen. Sie hätten als Messergebnis nur die Laufzeit, kennen aber weder den Abstand zum Fahrzeug noch dessen Geschwindigkeit. Eine Gleichung, zwei Unbekannte -> nicht lösbar.

Wie argumentieren Sie dagegen?

Viele Grüße
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Fr 27. Mai 2011, 08:39

Mirko hat geschrieben:
Und es wird auch immer noch nicht die Relativgeschwindigkeit zwischen Licht und Beobachter, sondern zwischen Beobachter und Zielobjekt angezeigt.

Eine Messung der Lichtgeschwindigkeit und eine Messung mit der Lichtgeschwindigkeit beruhen auf dasselbe Prinzip der Relativgeschwindigkeit zwischen Licht und Beobachter, siehe hier: viewtopic.php?f=6&t=296&start=2400#p27041

Viele Grüße
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Mirko » Fr 27. Mai 2011, 08:47

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Mirko hat geschrieben:
Und es wird auch immer noch nicht die Relativgeschwindigkeit zwischen Licht und Beobachter, sondern zwischen Beobachter und Zielobjekt angezeigt.

Eine Messung der Lichtgeschwindigkeit und eine Messung mit der Lichtgeschwindigkeit beruhen auf dasselbe Prinzip der Relativgeschwindigkeit zwischen Licht und Beobachter, siehe hier: viewtopic.php?f=6&t=296&start=2400#p27041



Das ändert nichts daran, dass hier die Relativgeschwindigkeit zwichen Messgerät und Zielobjekt angezeigt wird und nicht zwischen Messgerät und Licht. Andernfalls müsste da als Geschwindigkeit c stehen.
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon galactic32 » Fr 27. Mai 2011, 08:50

Mirko hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Harald hat geschrieben:Wenn man c per Konvention einen bestimmten Wert zuweist, obwohl c tatsächlich nicht konstant ist, dann liefert die Abstandsmessung zum fahrenden Fahrzeug falsche Werte!
Nein, sie liefert überhaupt keine falschen Werte in der Realität: man sieht ja mit den Laserpistolen, dass sie mit dem tatsächlichen Wert der Lichtgeschwindigkeit die Abständen messen und die Relativgeschwindigkeiten zwischen Licht und Beobachter als variable anzeigen.
c ist aber mit dem "willkürlich per Konvention" festgelegten Wert einprogramiert, ein "tatsächlicher" Wert, der davon abweicht, kann damit gar nicht festgestellt werden.
Und es wird auch immer noch nicht die Relativgeschwindigkeit zwischen Licht und Beobachter, sondern zwischen Beobachter und Zielobjekt angezeigt.
Der Wert der Geschwindigkeit ist relativ zu c, als in etwa wie ein Bruchteil der LG.
Harald hat geschrieben:Was ich Ihnen nachgewiesen habe ist, dass ein nicht konstante Lichtgeschwindigkeit es unmöglich machen würde, damit eine Entfernung zu einem fahrenden Auto zu messen.
Das bleibt unlogisch.
Diese nicht-constante LG, wird dann typisch nicht innerhalb des gewohnten Physik wahrgenommen.

Relativ wozu würde die nicht Konstanz Konstant sein, in anderen Worten mit welcher LG würde denn calibriert werden?
Noch mal anders: Die LG wird als nicht konstant betrachtet im Solarsystem, sie soll nur irgendwie lokal konstant sein !

Gruß
galactic32
 
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Harald » Fr 27. Mai 2011, 09:11

galactic32 hat geschrieben:...Noch mal anders: Die LG wird als nicht konstant betrachtet im Solarsystem, sie soll nur irgendwie lokal konstant sein !


Ich verstehe die Behauptungen von Frau Lopez so:
Sende ich einen Lichtstrahl aus einem mit der Geschwindigkeit v fahrendem Auto nach vorn aus, dann hat dieser Lichtstahl die Geschwindigkeit c+v für einen am Straßenrand stehenden Beobachter.

Daraus folgt:
Wenn ich vom Straßenrand ein wegfahrendes Auto mit der Laserpistole anvisiere, dann ist der Lichtstrahl auf dem Hinweg mit der Geschwindigkeit c unterwegs. Auf dem Rückweg ist er mit c-v unterwegs, weil sich Lichtgeschwindigkeit und Fahrzeuggeschwindigkeit addieren bzw. in diesem Fall subtrahieren.

Also habe ich bei der Laufzeitmessung wie schon gesagt den Messwert "Zeit" und die beiden unbekannten Werte Fahrzeugentfernung und Fahrzeuggeschwindigkeit.

Schlussfolgerung: nur wenn die Lichtgeschwindigkeit konstant ist und nicht durch die Geschwindigkeit des fahrenden Autos verändert wird, nur dann kann ein korrektes Messergebnis erzielt werden.

Ich warte immer noch auf passende Gegenargumente.

Viele Grüße
Harald
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon galactic32 » Fr 27. Mai 2011, 09:28

Veritatibus hat geschrieben:
galactic32 hat geschrieben:
Veritatibus hat geschrieben:Man hat ja nicht beide Werte, also die LG und den Meter festgelegt und eingefroren. Man hat nur die Abhängigkeit vertauscht. Gebe ich den Meter als Konstante vor, ändert sich mit der Messung der LG eben die LG selber. Gebe ich aber die LG als Konstante vor, ändert sich bei der Messung eben die Länge des Meters, je genauer ich die LG messen kann. Das ist doch logisch.

Das ist alles weder logisch noch wissenschaftlich begründet.
Doch, das ist logisch und es macht auch Sinn. Es spielt unter dem Strich so auch erstmal keine Rolle, welchen Wert ich nun „festhalte“ und welchen ich abhängig mache.
Es fehlt so weiterhin jeder wissenschaftlichen Begründung.
Dies ignoriert so völlig die Herkunft von "Zeit".
Das Frequenznormal, das Cäsium-Atom bezieht seine Referenzzeitgröße schon aus der LG c₀ und der Cäsiumeigenen inneren effectiven Resonatorlänge, oder wie ? Also:
c₀=λ₀ν₀ <=> c₀τ₀=λ₀ ; λ≙Wellenlänge , τ≙Schwingungsdauer etc.
c₀/λ₀≕τ₀ ↤↦ c₀τ₀≕λ₀ ↤↦λ₀/τ₀≕c₀
Mit bisheriger Logik alleine ist hier nichts gewonnen.
Der Vorteil ist aber, dass man so eine Definition für den Meter bekommt, den man überall auf der Welt messen kann.
Es klappt ja so nicht einmal mit unsrer Venus-Umlaufbahnbestimmung !
So muss man nicht Kopien von einem Urmeter herstellen und über die sieben Weltmeere schiffen, oder fliegen.
Der 10.000 Teil des Meridian's, das Cäsium-Atom mußte nie groß verschifft werden.
Einen materiellen Abstand, z.B. einen H₂-Kernabstand liefert bereits sinnigere Referenz-Normale, als ein Platinstababstand bei bestimmter Temperatur.
galactic32 hat geschrieben:Darauf läßt sich nicht weiter bauen: Jegliche Überlichtgeschwindigkeitsphysik wird damit systematisch verunmöglicht, oder?
Was hast das denn nun mit der Definition des Meters zu tun?
Alles.
Wir müssten uns doch erst hinreichend klar sein , was wir unter Abstand verstehen wollen.

Die Abstand'sdefiniton über eine Abstandsfunktion (Hilbert ?) hilft nur indirekt.
Wir brauchen schon erst ein Meßprinzip.
Was ist relevant? → Vielleicht wieviel Atome lassen sich reproduzierbar zu einer Länge, einem Längeninhalt aufreihen, oder so ...

Und die "Dinge", LG "Zeit" Abstände schwimmen sehr bemerkbar mit unseren Beobachtungen der Venus-Umlaufbahn (laut Gerüchteküche).

Gruß
galactic32
 
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Fr 27. Mai 2011, 09:32

Mirko hat geschrieben:
Das ändert nichts daran, dass hier die Relativgeschwindigkeit zwichen Messgerät und Zielobjekt angezeigt wird und nicht zwischen Messgerät und Licht. Andernfalls müsste da als Geschwindigkeit c stehen.

Da würde auch die Geschwindigkeit c stehen, wenn man die Maßstab-Geschwindigkeit 299 792 458 m/s als maximale und minimale Geschwindigkeit im Gerät programmiert hätte (nach SRT). Das tut man aber nicht.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Harald » Fr 27. Mai 2011, 09:44

Harald hat geschrieben:Ich verstehe die Behauptungen von Frau Lopez so:
Sende ich einen Lichtstrahl aus einem mit der Geschwindigkeit v fahrendem Auto nach vorn aus, dann hat dieser Lichtstahl die Geschwindigkeit c+v für einen am Straßenrand stehenden Beobachter.

Daraus folgt:
Wenn ich vom Straßenrand ein wegfahrendes Auto mit der Laserpistole anvisiere, dann ist der Lichtstrahl auf dem Hinweg mit der Geschwindigkeit c unterwegs. Auf dem Rückweg ist er mit c-v unterwegs, weil sich Lichtgeschwindigkeit und Fahrzeuggeschwindigkeit addieren bzw. in diesem Fall subtrahieren.

Also habe ich bei der Laufzeitmessung wie schon gesagt den Messwert "Zeit" und die beiden unbekannten Werte Fahrzeugentfernung und Fahrzeuggeschwindigkeit.

Schlussfolgerung: nur wenn die Lichtgeschwindigkeit konstant ist und nicht durch die Geschwindigkeit des fahrenden Autos verändert wird, nur dann kann ein korrektes Messergebnis erzielt werden.


Frau Lopez,

ich habe oben geschrieben, wie ich Ihre Aussage verstehe. Habe ich sie richtig verstanden? Wenn ja, welche Argumente können Sie bringen, um meine Argumente zu widerlegen?

Danke
Harald
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