Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Mirko » Do 19. Mai 2011, 10:15

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Mirko hat geschrieben:Es werden Zeiten verglichen, nicht Geschwindigkeiten.

Doch, es werden Geschwindigkeiten verglichen: Die Lichtgeschwindigkeit ist seit 1983 der Maßstab für Geschwindigkeitsmessungen, da sowohl die Länge des Meters und als auch die Dauer der Sekunde mit der Lichtgeschwindigkeit zusammen festgelegt wurden:

Wikipedia:

Die 17. Generalkonferenz für Maß und Gewicht hat im Jahre 1983 den damals besten bekannten Wert der Vakuumlichtgeschwindigkeit zur Festlegung der SI-Einheit der Länge benutzt und definiert:

"Ein Meter ist diejenige Strecke, die Licht im Vakuum binnen des 299 792 458 sten Teils einer Sekunde zurücklegt."


Viele Grüße
Jocelyne Lopez




Dann erklär mal bitte, wie du diese Geschwindigkeiten vergleichen willst? Du kennst weder die Strecke, die die ausgesandten Signale zurücklegen, noch kennst du die Geschwindigkeit des Zielobjektes.
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 19. Mai 2011, 10:26

Mirko hat geschrieben:
Dann erklär mal bitte, wie du diese Geschwindigkeiten vergleichen willst? Du kennst weder die Strecke, die die ausgesandten Signale zurücklegen, noch kennst du die Geschwindigkeit des Zielobjektes.

Das macht zum Beispiel der Computer von Laserpistolen, wo die Lichtgeschwindigkeit als Maßstab einprogrammiert wird. Damit rechnet er die Laufzeitendifferenzen und kann wenn c +/- v eintritt die verschiedenen Relativgeschwindigkeiten zum Zielobjekt anzeigen:

Dr. Markus Pössel:
Die zeigen doch, potzblitz, tatsächlich für ein und dasselbe Auto eine andere Geschwindigkeit an, je nachdem, ob der Polizeiwagen, in dem das Messinstrument installiert ist, am Straßenrand steht oder dem zu überprüfenden Fahrzeug hinterherfährt!


Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Mirko » Do 19. Mai 2011, 10:31

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Mirko hat geschrieben:
Dann erklär mal bitte, wie du diese Geschwindigkeiten vergleichen willst? Du kennst weder die Strecke, die die ausgesandten Signale zurücklegen, noch kennst du die Geschwindigkeit des Zielobjektes.

Das macht zum Beispiel der Computer von Laserpistolen, wo die Lichtgeschwindigkeit als Maßstab einprogrammiert wird. Damit rechnet er die Laufzeitendifferenzen und kann wenn c +/- v eintritt die verschiedenen Relativgeschwindigkeiten zum Zielobjekt anzeigen:



Aha, der Computer. Und welche Rechenoperationen muss der dafür durchführen?


Eine kleine Hilfestellung.
Zwei Autos starten im Abstand von 30 sek. mit unbekanntem Ziel und unbekannter Geschwindigkeit, aber kosntanter. Das erste kommt nach 1 Stunde 15 min wieder, das 2. nach 1 h und 16min.
Wie schnell waren die Autos unterwegs und wie weit sind sie gefahren?
Müsstest du ja bestimmen können, schließlich hast du die Fahrzeiten = Laufzeiten.....
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 19. Mai 2011, 10:35

Mirko hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Mirko hat geschrieben:
Dann erklär mal bitte, wie du diese Geschwindigkeiten vergleichen willst? Du kennst weder die Strecke, die die ausgesandten Signale zurücklegen, noch kennst du die Geschwindigkeit des Zielobjektes.

Das macht zum Beispiel der Computer von Laserpistolen, wo die Lichtgeschwindigkeit als Maßstab einprogrammiert wird. Damit rechnet er die Laufzeitendifferenzen und kann wenn c +/- v eintritt die verschiedenen Relativgeschwindigkeiten zum Zielobjekt anzeigen:



Aha, der Computer. Und welche Rechenoperationen muss der dafür durchführen?

Die, die Du schon weiter oben beschrieben hast: viewtopic.php?f=6&t=296&start=2080#p26653

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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Mirko » Do 19. Mai 2011, 10:40

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Das macht zum Beispiel der Computer von Laserpistolen, wo die Lichtgeschwindigkeit als Maßstab einprogrammiert wird. Damit rechnet er die Laufzeitendifferenzen und kann wenn c +/- v eintritt die verschiedenen Relativgeschwindigkeiten zum Zielobjekt anzeigen:


Mirko hat geschrieben:Aha, der Computer. Und welche Rechenoperationen muss der dafür durchführen?


Jocelyne Lopez hat geschrieben:Die, die Du schon weiter oben beschrieben hast: viewtopic.php?f=6&t=296&start=2080#p26653




Tut mir leid, das habe ich nicht beschrieben.
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 19. Mai 2011, 11:11

Mirko hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Die, die Du schon weiter oben beschrieben hast: viewtopic.php?f=6&t=296&start=2080#p26653

Tut mir leid, das habe ich nicht beschrieben.


Doch, das hast Du beschrieben:

Zitat Mirko:

Das Auto, dessen Geschwindigkeit festgestellt werden soll, bewegt sich während des Messvorgangs vom Messgerät weg. D.h. Signal 1 legt eine kürzere Strecke zurück als Signal 2, dieses wiederum eine kürzere als Signal 3 usw. das wiederum ist gleichbedeutend mit: Signal 1 braucht für die Strecke Messgerät-Auto/Auto-Messgerät weniger Zeit als Signal 2. Aus der Differenz in den Zeiten kann man berechnen, wie weit sich das Auto in der Zeit zwischen den Signalen fortbewegt hat und daraus wiederum wird die Geschwindigkeit des Autos errechnet.

Die Laufzeiten verändern sich ja fortlaufend zwischen den Signalen während der Messung, weil der Abstand des Zielobjekts zum Beobachter sich auch fortlaufend verändert, und aus diesen Laufzeitdifferenzen kann man die Geschwindigkeit des Zielobjekts ermitteln. Wenn das Zielobjekt sich dem Beobachter nähert, dann werden die Laufstrecken und die Laufzeiten entsprechend kürzer, wenn das Zielobjekt sich von dem Beobachter entfernt, werden die Laufstrecken und die Laufzeiten entsprechend länger. So ermittelt man verschiedene Geschwindigkeiten, je nachdem ob der Beobachter ruht, oder ob er dem Objekt hinterherfährt (-v) oder entgegenfährt (+v). Der Fall c +/- v wird also auf der gleichen Weise vom gleichen Instrument auch gemessen, wenn er eintritt (wenn der Beobachter sich bewegt).

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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Mirko » Do 19. Mai 2011, 11:20

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Mirko hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Die, die Du schon weiter oben beschrieben hast: viewtopic.php?f=6&t=296&start=2080#p26653

Tut mir leid, das habe ich nicht beschrieben.


Doch, das hast Du beschrieben:

Zitat Mirko:

Das Auto, dessen Geschwindigkeit festgestellt werden soll, bewegt sich während des Messvorgangs vom Messgerät weg. D.h. Signal 1 legt eine kürzere Strecke zurück als Signal 2, dieses wiederum eine kürzere als Signal 3 usw. das wiederum ist gleichbedeutend mit: Signal 1 braucht für die Strecke Messgerät-Auto/Auto-Messgerät weniger Zeit als Signal 2. Aus der Differenz in den Zeiten kann man berechnen, wie weit sich das Auto in der Zeit zwischen den Signalen fortbewegt hat und daraus wiederum wird die Geschwindigkeit des Autos errechnet.

Die Laufzeiten verändern sich ja fortlaufend zwischen den Signalen während der Messung, weil der Abstand des Zielobjekts zum Beobachter sich auch fortlaufend verändert, und aus diesen Laufzeitdifferenzen kann man die Geschwindigkeit des Zielobjekts ermitteln.


echt?
10 sec
10,1 sec
10,2 sec
10,3 sec

Dann ermittele mir doch bitte mal aus den Laufzeiten die Geschwindigkeit des Zielobjektes....


Jocelyne Lopez hat geschrieben:Wenn das Zielobjekt sich dem Beobachter nähert, dann werden die Laufstrecken und die Laufzeiten entsprechend kürzer, wenn das Zielobjekt sich von dem Beobachter entfernt, werden die Laufstrecken und die Laufzeiten entsprechend länger. So ermittelt man verschiedene Geschwindigkeiten, je nachdem ob der Beobachter ruht, oder ob er dem Objekt hinterherfährt (-v) oder entgegenfährt (+v). Der Fall c +/- v wird also auf der gleichen Weise vom gleichen Instrument auch gemessen, wenn er eintritt (wenn der Beobachter sich bewegt).




Jocelyne, eine LAUFZEIT macht nur dann einen Sinn, wenn man entweder die Strecke kennt, die zurückgelegt wurde, ODER die Geschwindigkeit, mit der die unbekannte Strecke zurückgelegt wurde.
Im Fall der Lasermessungen kennt man definitiv nicht die zurückgelegte Strecke der Signale. Also muss man etwas anderes kennen. Dieses andere kann nur die Geschwindigkeit des Signals sein. Nämlich c. Unveränderlich, ohne ein + oder - v. Dieses v ist nämlich unbekannt, das will man ja eben ermitteln!

Es gilt bekanntlich Geschwindigkeit = Weg/Zeit

Du kennst aus der Messungen allein und ausschließlich die Zeit. Wie willst du da Weg und Geschwindigkeit ermitteln?
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 19. Mai 2011, 12:29

Mirko hat geschrieben:Im Fall der Lasermessungen kennt man definitiv nicht die zurückgelegte Strecke der Signale. Also muss man etwas anderes kennen. Dieses andere kann nur die Geschwindigkeit des Signals sein. Nämlich c. Unveränderlich, ohne ein + oder - v. Dieses v ist nämlich unbekannt, das will man ja eben ermitteln!

Es gilt bekanntlich Geschwindigkeit = Weg/Zeit

Du kennst aus der Messungen allein und ausschließlich die Zeit. Wie willst du da Weg und Geschwindigkeit ermitteln?

Die zurückgelegte Strecke wird mit dem Maßstab Lichtgeschwindigkeit aufgrund der Laufzeit ermittelt:

Ein Meter ist diejenige Strecke, die Licht im Vakuum binnen des 299 792 458 sten Teils einer Sekunde zurücklegt.


Viele Grüße
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Mirko » Do 19. Mai 2011, 12:32

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Mirko hat geschrieben:Im Fall der Lasermessungen kennt man definitiv nicht die zurückgelegte Strecke der Signale. Also muss man etwas anderes kennen. Dieses andere kann nur die Geschwindigkeit des Signals sein. Nämlich c. Unveränderlich, ohne ein + oder - v. Dieses v ist nämlich unbekannt, das will man ja eben ermitteln!

Es gilt bekanntlich Geschwindigkeit = Weg/Zeit

Du kennst aus der Messungen allein und ausschließlich die Zeit. Wie willst du da Weg und Geschwindigkeit ermitteln?

Die zurückgelegte Strecke wird mit dem Maßstab Lichtgeschwindigkeit aufgrund der Laufzeit ermittelt:

Ein Meter ist diejenige Strecke, die Licht im Vakuum binnen des 299 792 458 sten Teils einer Sekunde zurücklegt.


Viele Grüße
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Oh, das ist niedlich :) Sieh mal an. Jetzt musst du nur noch den nächsten Schritt tun. Wenn sich der Maßstab plötzlich verändern würde, funktioniert das ganze nicht mehr - und was folgt daraus? Der Maßstab bleibt gleich! Wow! kein +/- v, einfach nur c!
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Hannes » Do 19. Mai 2011, 12:52

Hallo Mirko !
Wenn niemand ein besseres "Gegenargument" findet als das von Jocelyne hier: ewig und drei Tage. Mindestens.Mirko

Deine Ewigkwir nicht so lange dauern.
Licht ist doch in jedem lokalen Medium variabel und wird von diesem beeinflusst.
Wird je nach Medium schneller oder langsamer und wird von jeder Sternatmosphäre mitgenommen wie auch von der Erde.
Schau doch genau welche Meßergebnisse vorliegen.

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