Lieber Ernst!
Nachdem Du hier einen Halleluja-Beitrag nach dem anderen postest und Dich dabei immer weiter aus dem Fenster lehnst, wird es Zeit, dass Du aufwachst aus den Träumen des genialen Michelson-Versuchs.
Rechne doch einfach mal mit:
Wir nehmen ein MMI mit Armlängen von 300 km an. Die Frequenz soll sein 100 000 Hz. c=300 000 km/s. v=30 km/s.
Die Periodendauer ergibt sich dann mit 1/f = 0,00001 s. Die Wellenlänge im unbewegten MMI mit lambda=c/f = 3 km.
Alles richtig?
Wir berechnen die Laufzeit des senkrechten (quer zum Ätherwind liegenden) Strahls:
Die Geschwindigkeit verändert sich auf c'= sqrt (c²-v²) = 299999,99849999999624999998125 km/s. Eine vom Strahlteiler abgesendete Amplitude kommt demnach nach 600/299999,99849999999624999998125 = 0,002000000010000000075000000625 s. am Umlenker an.
Richtig?
Wir berechnen nun die Laufzeit des waagrechten (im Ätherwind liegenden) Strahls. Eine gleichzeitig mit der senkrechten Amplitude gestartete Amplitude braucht zum Spiegel (wenn der Ätherwind von rechts kommt) 300/299970 = 0,0010001000100010001000100010001 s. Für den Rückweg 300/300030 = 0,0009999000099990000999900009999 s.
Daraus ergibt sich eine Gesamtlaufzeit von 0,002000000020000000200000001999 s. Die Zeitdifferenz der beiden Strahlen beträgt demnach 0,000000000010000000125000001374 Sekunden.(od. genauer 1,0000000125000001374900009999e-11)
Richtig?

Wenn also die senkrechte Amplitude am Umlenker ankommt, ist die waagrechte noch um diese Zeitdifferenz vom Umlenker entfernt.
Sie braucht noch 0,000000000010000000125000001374 s um den Umlenker zu treffen.
Ist das richtig?
In dieser Zeitdifferenz bewegt sich die senkrechte Amplitude aber weiter mit der Geschwindigkeit 299999,99849999999624999998125 km/s nach unten. Sie legt dabei eine Strecke von 0,0000030000000225000001874700002811 km zurück. Wenn also die waagrechte Amplitude ankommt, ist die senkrechte diese Strecke von der waagrechten Amplitude in Richtung zum Detektor entfernt. Die waagrechte wird ja in dieselbe Richtung gespiegelt. Wir haben also einen Phasenversatz im Ausmaß dieser Strecke, das sind von der Wellenlänge des senkrechten Strahls (die nun auch die Wellenlänge des vormals waagrechten Strahls ist) (lambda'=2,9999999849999999624999998125 km) von
0.00010000000125000001 Prozent.
Ist das richtig?
Kommt der Ätherwind von links, erhalten wir dasselbe Ergebnis. Die beiden Amplituden sind also - nachdem die waagrechte der senkrechten folgt, 0,0000030000000225000001874700002811 km oder
0.00010000000125000001 %. der nun hier vorliegenden Wellenlängen zueinander verschoben. Das ist so gut wie gar nichts - denn Michelson erwartete eine Verschiebung von 44 % !!!
Diese winzige Verschiebung geht in der Neutralstellung auf Null zurück und stellt sich bei Weiterdrehung wieder ein. Das ist alles, was es beim MMI zu messen gibt. Eine Streifen- bzw.Phasenverschiebung von 0.00010000000125000001 % der Wellenlänge der im Detektor ankommenden Wellenzüge. Das wäre nicht messbar.
Ist das richtig? Es ist richtig, und ich beweise es Dir!
Du hast ja so eine schöne Formel entwickelt unter der Prämisse der konstanten Periodendauer, wie ich es angeregt habe. Ich habe Deine Rechnung überprüft und keinen Fehler gefunden! Das Ergebnis Deiner präzisen Ableitung unter Berücksichtigung einer konstanten Periodendauer war
Δφ =Δt * 2pi/T Setze doch mal die Zahlen obigen Beispiels ein. Delta t = 0,000000000010000000125000001374 s T=0,00001 s und rechne mal aus: 0,000000000010000000125000001374*360/0,00001 = 0,000360000004500000049464. Das sind von den 360° - man höre und staune
0.00010000000125000001 Prozent! Also das gleiche Ergebnis wie nach meiner Rechnung!
Ja, lieber Ernst, ich danke Dir, dass Du mit Deiner Rechnung meine Ansicht, dass sich das MMI nicht dazu eignet, den Äther zu widerlegen, bestätigt hast!Grüße
Harald Maurer