Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Mi 4. Mai 2011, 19:07

Highway hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Hallo Harald,

http://www.zum.de/Faecher/P/Bay/Kra/home/java/physlet/applets/welle01.html

Diese Animation ist bestens geeignet, Deinen Vorstellungen endlich den Garaus zu machen. Man kann nämlich die Wellenfrequenz und die Wellengeschwindigkeit getrennt vorgeben. Also bleib bei einer konstanten Frequenz und veränder nacheinander in Stufen die Geschwindigkeit. Nachdem die Welle über die ganze Strecke läuft, stoppe die Darstellung jeweils bei der Nullstelle des Erzeugers und betrachte die Wellenphase am Ziel. Da erkennst Du, daß diese Phase abhängig ist von der Wellengeschwindigkeit.
Das wars dann endgültig.

Gruß
Ernst


Was soll das sein?

MM032.PNG


MM033.PNG


Grüße,

Highway


אַ כוואַליע
fb557ec2107eb1d6
 
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Mi 4. Mai 2011, 19:24

Welle 5.3.png
Welle 5.3.png (24.25 KiB) 5715-mal betrachtet

Wwll 5.5.png
Wwll 5.5.png (23 KiB) 5723-mal betrachtet


Wellenerzeugungsfrequenz beide 5Hz. Geschwindigkeit oben 3 m/s, unten 5 m/s.
Gleichphasiger Start
Oben: Phase Start: 0°; Phase Ziel: 250°; Phasendifferenz: 250°
Unten: Phase Start: 0° ; Phase Ziel: 90° ; Phasendifferenz: 90°
Phasendifferenz beider Wellen gegeneinander am Ziel: 250°-90°=160° ; entspricht Differenzphase beider Arme im MM
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » Mi 4. Mai 2011, 21:13

Highway hat geschrieben:Was soll das sein?

Zwei Schwingungen hintereinander.
Wiki:
Physikalisch betrachtet handelt es sich bei elektromagnetischen Wellen um sich ausbreitende Schwingungen des elektromagnetischen Feldes. Hierbei stehen elektrisches und magnetisches Feld bei linear polarisierten Wellen senkrecht aufeinander und haben ein festes Größenverhältnis."
http://de.wikipedia.org/wiki/Elektromagnetische_Welle
"Für periodisch (insbesondere sinusförmig) wechselnde Felder ergeben diese Effekte zusammen eine fortschreitende Welle."
Es sind Schwingungen, die stets am gleiche Ort verbleiben. ... Insbesondere verschwinden elektrisches und magnetisches Feld an denselben Orten zur selben Zeit, so dass die häufig gelesene Darstellung, dass sich elektrische und magnetische Energie zyklisch ineinander umwandeln, im Fernfeld nicht richtig ist."
Das heißt, elektrisches Feld und magnetisches Feld schwingen gleichzeitig, wobei sie senkrecht zueinander stehen. Keine einzige der Amplituden bewegt sich wirklich weiter, dieser Eindruck entsteht nur durch die hintereinander erfolgende Schwingungsreihe von entstehenden und wieder verschwindenden Feldern.
emwave.gif
emwave.gif (118.72 KiB) 6035-mal betrachtet

Beachte die Startamplitude. Man sieht, das Feld entsteht und verschwindet wieder. Markiere irgendeinen Punkt in der Welle, und Du wirst sehen, da entsteht ein Feld und es verschwindet wieder.
Dabei ist das elektrische Feld bei einer Reflexion am festen Ende immer das tatsächlich reflektierte. Wobei es stets als ganze Amplitude reflektiert wird, es hat daher am Reflexionspunkt immer einen Knoten. Es verschwindet nämlich auch hier, ehe es sich wieder aufbaut. Da es gleichzeitig ein Magnetfeld induziert, das senkrecht zu ihm steht, es aber nun in umgekehrter Richtung aufgebaut wird, steht das magnetische Feld nun nach unten, wenn es das elektr. Feld zuerst nach oben stehend begleitet hat oder nach oben, wenn es zuerst unten war. Das ist der Phasensprung. Wichtig ist dabei, dass es immer zu einer Reflexion einer ganzen Amplitude kommt und nicht etwa Bruchteile davon reflektiert werden. Das wäre z.B. bei einer reinen Laufzeitberechnung zu berücksichtigen. Das sind aber alles nur Nebenschauplätze. Maßgeblich ist, dass eine Laufzeitberechnung immer anhand der Startwellen erfolgt und die sich in der Folge am Umlenker gar nicht begegnen, weil sie ja einen Zeitversatz zueinander haben.
zeitversatz_treffpunkt.jpg
zeitversatz_treffpunkt.jpg (2.82 KiB) 5734-mal betrachtet

Die beiden Start-Wellenzüge, nach welchen die Laufzeiten berechnet werden, sind um den Zeitversatz noch voneinander entfernt, wenn der senkrechte den Umlenker trifft. Der waagrechte hat daher noch einen Weg vor sich. Den legt er zurück und gleichzeitig fährt auch der senkrechte weiter. Der Wellenabschnitt, mit dem der waagrechte tatsächlich zusammenkommt, ist aber genau um diesen Zeitversatz später abgesendet worden und hat daher diesen Zeitversatz gegenüber dem waagrechten nicht mehr. Daher ist die Argumentation mit den Laufzeiten schon mal verfehlt!
Wenn Ernst mit seiner Berechnung nichts anderes macht, als wiederum die reine Laufzeitenberechnung zu konstruieren, hat das natürlich aus dem oben genannten Grund keinen Sinn. Ernst hat das sehr wohl erkannt und deshalb versucht, den Zeitversatz an den Start zu verlegen, ohne zu bemerken, dass genau dieser Zeitversatz des Wellenzugs, welcher tatsächlich getroffen wird, dadurch kompensiert ist - denn das ist ja dann ein Zeitversatz beim Start, welcher den Zeitrückstand des waagrechten Wellenzugs kompensiert (also genau meine Rede). Denn nur mit diesem später abgesendeten Wellenzug trifft er tatsächlich zusammen - und wenn die Zeitdifferenz dadurch futsch ist, ist auch keine Phasenverschiebung zueinander vorhanden.
Was Ernst mit dem Hinweis auf die von ihm verlinkte Animation ausdrücken will, ist mir schleierhaft. Offenbar hat er immer noch nicht verstanden, was der Doppler-Effekt relativ zum Äther und relativ vom Äther zum MMI eigentlich bewirkt. Dieser Effekt verändert die Phasenlagen nämlich nicht, die beim ruhenden MMI an den Reflexionspunkten vorliegen mögen. Würde er das tun, würde die Frequenz sich um Bruchteile der Wellenlängen verschieben. Das ist aber nie der Fall. Die Frequenz ist bei Sender und Empfänger immer taktgleich. Das liegt daran, dass die Reflexion immer von einem Knoten aus erfolgt und die Welle immer so zurückkommt, wie sie abgesendet wurde und der sich exakt kompensierende Doppler-Effekt das nicht verändert! Diese Fakten sind zumindest jedem bekannt, der sich bei elektromagnetischen Wellen auskennt - nur Ernst scheint sich dies alles noch nicht einverleibt zu haben. Was Kurt so daherplappert, ist ohnehin uninteressant.

@Ernst!
Deine ausführliche Berechnung ist leider wieder nichts anderes als die Laufzeitberechnung der Startwellen. Aber man muss die Laufzeit des senkrechten Wellenzugs berücksichtigen, mit welchem der waagrechte tatsächlich zusammentrifft. Und da ist der Zeitversatz nicht mehr vorhanden, weil der senkrechte Wellenzug ja genau um diesen Zeitversatz später abgesendet worden sein muss! Denn der Weg, welchen der waagrechte Wellenzug zum Umlenker noch zurücklegt, entspricht genau dem Weg, den der senkrechte Wellenzug währenddessen noch weiterzieht. Also besten Dank für die Mühe, aber mit den Laufzeiten der Startwellen kann man nichts anfangen. Das ist eben so, und Du wirst es nie begreifen!
Deine Berechnung werde ich mir über's Wochenende genauer vorknöpfen und Dir zeigen, wo der Wurm drinsteckt. Der Jubel ist verfrüht, denn mein Argument, dass aufgrund derselben Periodendauer jene Wellenzüge, die tatsächlich zusammentreffen und danach zum Detektor ziehen, zwangsläufig dieselbe Phasenlage haben müssen, ist richtig! Sie treffen sich zum selben Zeitpunkt am gleichen Ort. Die Startwellen hingegen treffen sich nie! Und obwohl Du das weißt, rechnest Du immer noch mit den Laufzeiten dieser Startwellen herum! Das ist falsch!
Tja, und da präsentierst Du irgendwelche Wellenzüge aus der Animation und denkst nicht im Traum daran, dass es der Doppler-Effekt ist, der diese unterschiedlichen Wellenlängen verursacht, aber auch wieder voll kompensiert! Die Sache mit diesem Effekt, welchen ich Deiner Meinung nach zu Unrecht als Doppler-Effekt bezeichne, hast Du in keinster Weise verinnerlicht. Er ist aber das Um und Auf im MMI !
Denk doch mal logisch. Die Perioden der Wellenzüge sind zeitlich konstant! Die Wellenzüge, die letztlich zum Detektor kommen, sind hier aber auch räumlich konstant - denn andernfalls könnte man kein konstruktives Interferenzmuster erzielen! Hat man aber ganz deutlich. D.h. hier kommen die Wellenzüge demnach wieder zeitlich und räumlich konstant an! Sie haben ja auch vom Umlenker weg dieselbe Wellenlänge. Ist diese zeitlich und räumlich konstante Periodendauer im Detektor einmal vorhanden, kann sie sich durch Drehung des MMI nicht mehr verändern. Denn die Gesamtzeit bis zum Umlenker jener Wellenzüge, die tatsächlich zusammentreffen, bleibt immer dieselbe!
Denk doch mal scharf nach, ehe Du wieder in Jubelrufe ausbrichst! ;)

Grüße
Harald Maurer
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 5. Mai 2011, 07:24

Bild

Genau das habe ich mir auch in meiner Analogie mit Hasen und Schildkröten vorgestellt, als ich die Amplitude - die eine räumliche Dimension ist - verglichen habe mit der räumlichen Dimension der Hasen und der Schildkröten: Hasen haben lange Ohren, sie sind räumlich hoch, Schilkröte sind räumlich niedrig. Wenn immer je ein Hase und eine Schildkröte am Ziel gleichzeitig ankommen (und sie kommen ja immer beide gleichzeitig an, bis auf dem 1. Hase, das ist nicht strittig), bildet sich optisch auch immer das gleiche, symmetrische Muster, das sich auch symmetrisch überlagert und addiert. Man kann also meiner Meinung nach keine Differenz im Interferenzmuster bei MM wegen den verschiedenen Amplituden beobachten.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 5. Mai 2011, 10:25

Bild

Ich teile weiter meine Überlegungen über die Interpretation des MM-Musters mit:

Wie gesagt ist die Perspektive des Beobachters beim MM-Experiment extrem ungünstig: Er beobachtet etwa nicht die Teilstrahlen aus unserer seitlichen Perspektive als Zuschauer, sondern er beobachtet die Teilstrahlen aus einer frontalen Perspektive. Und das ist auch ein Kreuz mit Beobachtungen aus der frontalen Perspektive. Wenn zum Beispiel ein leuchtender Stab oder eine leuchtende Kugel sich frontal in Augenhöhe auf mich zu bewegen, kann ich gar nicht erkennen, dass es sich um einen Stab oder eine Kugel handelt: Ich bekomme nur eine „Querschnittansicht“, ich sehe in beiden Fällen nur einen leuchtenden, runden Fleck sich mit regelmäßig zunehmender Helligkeit auf mich zu bewegen.

Ich versuche mir jetzt vorzustellen was ich beobachten würde, wenn sich eine leuchtende Schlange frontal in Augenhöhe auf mich zu bewegt.

Ich meine, ich würde auch einen rundlichen Lichtfleck auf mich zubewegen sehen, der als Breite die Amplitude der Wellenbewegung hat. In dem Fall, wo die Wellenbewegung der Schlange relativ zu mir vertikal ist, würde ich regelmäßig und abwechselnd von oben nach unten hellere und dunklere Zonen im Fleck erkennen (bei einer Momentaufnahme) bzw. der Lichtfleck würde von oben nach unten flimmern (bei einer dynamischer Beobachtung). In dem Fall, wo die Wellenbewegung der Schlange relativ zu mir horizontal ist, würde ich die hellen bzw. dunkleren Zonen von rechts nach links beobachten bzw. der Lichtfleck würde von rechts nach links flimmern.

Aufgrund dieser Überlegungen bin ich zurzeit der Meinung, dass der rundliche Lichtfleck in der Mitte beim MM-Muster die relevante Beobachtung ist, und dass seine Breite der Meßwert ist: sie stellt die Amplitude der Gesamtbewegung dar (addierte Amplituden der beiden Teilstrahlen).

Was die hellen Ringe um den mittleren Lichtfleck darstellen kann ich mir im Moment nicht vorstellen, ich meine aber, sie sind nicht der Meßwert.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 5. Mai 2011, 10:44

.
Ein Bild von meinem allerersten Auto vor vielen Jahren aus einer frontalen Perspektive in Augenhöhe: Das war ein altes R4, aber man könnte fast glauben, ich wäre zu dieser Zeit Rolls-Royce gefahren. ;)

Bild

Wenn ich auch frontal die Schweinwerfer eines Autos ins Gesicht bekomme, kann ich weder erkennen, welche Form das Auto hat noch erkennen, mit welcher Form sich das Licht ausbreitet: ich sehe nur einen rundlichen Lichtfleck (zum Beispiel beim Nebel, sonst sehe ich nichts, ich bin geblendet). Bei einer Momentaufnahme könnte ich durch Helligkeitsunterschiede von der Mitte zum Rand erkennen, dass es sich bei dem rundlichen Lichtfleck um zwei parallele Lichtstrahlen handelte und ich könnte den Abstand zwischen den beiden Scheinwerfern messen.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 5. Mai 2011, 14:59

Bild

Wenn meine o.g. Überlegungen richtig sind, sollte man sich auf die Beobachtung des mitteren, rundlichen Flecks konzentrieren.

Ich glaube auf diesem rundlichen Fleck, quer durch ungefähr die Mitte, einen helleren, schmalen Streifen von rechts nach links (oder links nach rechts) zu erkennen, oder nicht? Dieses könnte die Spur des Aufpralls von zwei Wellen, die sich in der Mitte des Flecks treffen und mit ihren jeweiligen addierten Amplituden auf der Projektionswand überlagern. Hmm..

An beiden Enden links und rechts dieses schmalen Streifens sind auch kleine Auswucherungen zu erkennen, die aus dem Gesamtumriss hervorspringen. Dieses könnte die Spur des Aufpralls von einzelnen Wellen sein. Ist das die Spur der zwei Wellen, die jeweils am Anfang und am Ende der Messung am Ziel einzeln ankommen, wie wir es im Thread gesehen haben, weil die beiden Wellen um eine Position versetzt laufen? Hmm…

Auch oben und unten am rundlichen Mittelfleck sind zwei Auswucherungen, die aus dem Gesamtumriss hervorspringen. Ist das auch die Spur des Aufpralls von einzelnen Wellen, von den jeweils am Anfang und am Ende einzeln ankommenden Wellen?

Hmm… hmm…

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Do 5. Mai 2011, 18:18

@Lopez:
Mach' einen eigenen Thread auf für die Nachhilfestunden, du störst hier.
fb557ec2107eb1d6
 
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 5. Mai 2011, 19:52

Bild

So, jetzt komme ich am Ende meine Kaffeesatzleserei mit dem MM-Interferenzmuster :) :

Die Ringe um den rundlichen Mittelfleck sind sekundäre Erscheinungen: Das ist eine Art Aura durch Streuung des Lichts. Sie haben auch der Charakter einer Licht-Aura: regelmäßige Kreise um dem Mittelfleck, die an Stärke und Helligkeit abnehmen.

Mein Fazit:

- Der mittlere Fleck ist für die Beobachtung relevant
- Er stellt die addierten Amplituden der beiden Teilstrahlen dar
- Die Breite der addierten Amplituden ist der Meßwert.

Wer kann das Interferenzmuster richtig und fachmännisch interpretieren?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Do 5. Mai 2011, 20:15

Hallo Harald,
ich hatte wirklich etwas gehofft, daß deine Ansicht gewandelt ist. Du bestehst aber immer starr auf den gleichen Irrtümern:

Harald Maurer hat geschrieben:"Für periodisch (insbesondere sinusförmig) wechselnde Felder ergeben diese Effekte zusammen eine fortschreitende Welle."

Ja, richtig. Die Wellen schreiten auch in Deiner neuen Aniamtion so fort, wie wir es stets darstellen. Die schwingenden Teilchen sind ortsfest, aber die durch sie geformte Welle läuft in der gezeigten Weise.

Wichtig ist dabei, dass es immer zu einer Reflexion einer ganzen Amplitude kommt und nicht etwa Bruchteile davon reflektiert werden....
Das liegt daran, dass die Reflexion immer von einem Knoten aus erfolgt und die Welle immer so zurückkommt, wie sie abgesendet wurde und der sich exakt kompensierende Doppler-Effekt das nicht verändert! Diese Fakten sind zumindest jedem bekannt, der sich bei elektromagnetischen Wellen auskennt - nur Ernst scheint sich dies alles noch nicht einverleibt zu haben.

Nicht richtig. Die Reflexion elektromagnetischer Wellen erfolgt stetig in der gezeigten Art; das entspricht einem Phasenwechsel von 180° :

Bild
Teilweise Reflexion und Transmission einer eindimensionalen Welle an einer Potentialstufe. Der Anteil der reflektierten und transmittierten Intensität einer elektromagnetischen Welle lässt sich mit den fresnelschen Formeln berechnen

Der Irrtum liegt einzig bei Dir. Alle anderen haben sich das richtige einverlaibt. Nur die Überlagerung von hin und rücklaufender Welle ist eine stehende Welle. Hier interessiert aber nur die rücklaufende Welle, weil nur diese zum Interferometer gelangt.

Der Wellenabschnitt, mit dem der waagrechte tatsächlich zusammenkommt, ist aber genau um diesen Zeitversatz später abgesendet worden und hat daher diesen Zeitversatz gegenüber dem waagrechten nicht mehr.

Sie ist um diesen Zeitversatz abgesendet worden. Und ein Zeitversatz ist ein räumlicher Phasenversatz. Der wird im Ziel registriert. Was ist denn da unverständlich?

Welle 5.5.3.png
Welle 5.5.3.png (49.71 KiB) 5698-mal betrachtet

Im Bild ist das Alter der Nulldurchgänge der Wellen eingetragen. Am Ziel treffen sich Wellenpositionen mit einem Alter von 0,67s und 0,42s. Daß diesem Zeitversatz ein entsprechneder Phasenversatz zugeordnet ist, ist doch selbstverständlich. Δφ = 2pi*(0,67-0,42)/0,2 =2,5 pi.

D.h. hier kommen die Wellenzüge demnach wieder zeitlich und räumlich konstant an! ...
Denn nur mit diesem später abgesendeten Wellenzug trifft er tatsächlich zusammen

Ja, was denn nun?

Deine Argumente sind alle so haarsträubend, daß man gar nicht auf alle diese Fehler reagieren kann. Es sind einfach zu viele. :(

Dabei sollte Dir klar sein, daß allein meine Gleichung alle Deine Vorstellungen über den Haufen wirft:

Δt = LT [ (1/λ1+1/λ2) - 2/λ3 ]

Δφ =Δt * 2pi/T


Gruß
Ernst
Zuletzt geändert von Ernst am Do 5. Mai 2011, 21:15, insgesamt 3-mal geändert.
Ernst
 
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