Highway hat geschrieben:Was soll das sein?
Zwei Schwingungen hintereinander.
Wiki:
Physikalisch betrachtet handelt es sich bei elektromagnetischen Wellen um sich ausbreitende
Schwingungen des elektromagnetischen Feldes. Hierbei stehen elektrisches und magnetisches Feld bei linear polarisierten Wellen senkrecht aufeinander und haben ein festes Größenverhältnis."
http://de.wikipedia.org/wiki/Elektromagnetische_Welle"Für periodisch (insbesondere sinusförmig) wechselnde Felder ergeben diese Effekte zusammen eine fortschreitende Welle."
Es sind Schwingungen, die stets am gleiche Ort verbleiben. ...
Insbesondere verschwinden elektrisches und magnetisches Feld an denselben Orten zur selben Zeit, so dass die häufig gelesene Darstellung, dass sich elektrische und magnetische Energie zyklisch ineinander umwandeln, im Fernfeld nicht richtig ist."
Das heißt, elektrisches Feld und magnetisches Feld schwingen gleichzeitig, wobei sie senkrecht zueinander stehen. Keine einzige der Amplituden bewegt sich wirklich weiter, dieser Eindruck entsteht nur durch die hintereinander erfolgende Schwingungsreihe von entstehenden und wieder verschwindenden Feldern.

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Beachte die Startamplitude. Man sieht, das Feld entsteht und verschwindet wieder. Markiere irgendeinen Punkt in der Welle, und Du wirst sehen, da entsteht ein Feld und es verschwindet wieder.
Dabei ist das elektrische Feld bei einer Reflexion am festen Ende immer das tatsächlich reflektierte. Wobei es stets als ganze Amplitude reflektiert wird, es hat daher am Reflexionspunkt immer einen Knoten. Es verschwindet nämlich auch hier, ehe es sich wieder aufbaut. Da es gleichzeitig ein Magnetfeld induziert, das senkrecht zu ihm steht, es aber nun in umgekehrter Richtung aufgebaut wird, steht das magnetische Feld nun nach unten, wenn es das elektr. Feld zuerst nach oben stehend begleitet hat oder nach oben, wenn es zuerst unten war. Das ist der Phasensprung. Wichtig ist dabei, dass es immer zu einer Reflexion einer ganzen Amplitude kommt und nicht etwa Bruchteile davon reflektiert werden. Das wäre z.B. bei einer reinen Laufzeitberechnung zu berücksichtigen. Das sind aber alles nur Nebenschauplätze. Maßgeblich ist, dass eine Laufzeitberechnung immer anhand der Startwellen erfolgt und die sich in der Folge am Umlenker gar nicht begegnen, weil sie ja einen Zeitversatz zueinander haben.

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Die beiden Start-Wellenzüge, nach welchen die Laufzeiten berechnet werden, sind um den Zeitversatz noch voneinander entfernt, wenn der senkrechte den Umlenker trifft. Der waagrechte hat daher noch einen Weg vor sich. Den legt er zurück und gleichzeitig fährt auch der senkrechte weiter. Der Wellenabschnitt, mit dem der waagrechte
tatsächlich zusammenkommt, ist aber genau um diesen Zeitversatz
später abgesendet worden und hat daher diesen Zeitversatz gegenüber dem waagrechten
nicht mehr. Daher ist die Argumentation mit den Laufzeiten schon mal verfehlt!
Wenn Ernst mit seiner Berechnung nichts anderes macht, als wiederum die reine Laufzeitenberechnung zu konstruieren, hat das natürlich aus dem oben genannten Grund keinen Sinn. Ernst hat das sehr wohl erkannt und deshalb versucht, den Zeitversatz an den Start zu verlegen, ohne zu bemerken, dass genau dieser Zeitversatz des Wellenzugs, welcher tatsächlich getroffen wird, dadurch kompensiert ist - denn das ist ja dann ein Zeitversatz beim Start, welcher den Zeitrückstand des waagrechten Wellenzugs kompensiert (also genau meine Rede). Denn nur mit diesem später abgesendeten Wellenzug trifft er tatsächlich zusammen - und wenn die Zeitdifferenz dadurch futsch ist, ist auch keine Phasenverschiebung zueinander vorhanden.
Was Ernst mit dem Hinweis auf die von ihm verlinkte Animation ausdrücken will, ist mir schleierhaft. Offenbar hat er immer noch nicht verstanden, was der Doppler-Effekt relativ zum Äther und relativ vom Äther zum MMI eigentlich bewirkt. Dieser Effekt verändert die Phasenlagen nämlich nicht, die beim ruhenden MMI an den Reflexionspunkten vorliegen mögen. Würde er das tun, würde die Frequenz sich um Bruchteile der Wellenlängen verschieben. Das ist aber nie der Fall. Die Frequenz ist bei Sender und Empfänger immer taktgleich. Das liegt daran, dass die Reflexion immer von einem Knoten aus erfolgt und die Welle immer so zurückkommt, wie sie abgesendet wurde und der sich exakt kompensierende Doppler-Effekt das nicht verändert! Diese Fakten sind zumindest jedem bekannt, der sich bei elektromagnetischen Wellen auskennt - nur Ernst scheint sich dies alles noch nicht einverleibt zu haben. Was Kurt so daherplappert, ist ohnehin uninteressant.
@Ernst!
Deine ausführliche Berechnung ist leider wieder nichts anderes als die Laufzeitberechnung der Startwellen. Aber man muss die Laufzeit des senkrechten Wellenzugs berücksichtigen, mit welchem der waagrechte
tatsächlich zusammentrifft. Und da ist der Zeitversatz nicht mehr vorhanden, weil der senkrechte Wellenzug ja genau um diesen Zeitversatz später abgesendet worden sein muss! Denn der Weg, welchen der waagrechte Wellenzug zum Umlenker noch zurücklegt, entspricht genau dem Weg, den der senkrechte Wellenzug währenddessen noch weiterzieht. Also besten Dank für die Mühe, aber mit den Laufzeiten der Startwellen kann man nichts anfangen. Das ist eben so, und Du wirst es nie begreifen!
Deine Berechnung werde ich mir über's Wochenende genauer vorknöpfen und Dir zeigen, wo der Wurm drinsteckt. Der Jubel ist verfrüht, denn mein Argument, dass aufgrund derselben Periodendauer jene Wellenzüge, die
tatsächlich zusammentreffen und danach zum Detektor ziehen, zwangsläufig dieselbe Phasenlage haben müssen, ist richtig! Sie treffen sich zum selben Zeitpunkt am gleichen Ort. Die Startwellen hingegen treffen sich nie! Und obwohl Du das weißt, rechnest Du immer noch mit den Laufzeiten dieser Startwellen herum! Das ist falsch!
Tja, und da präsentierst Du irgendwelche Wellenzüge aus der Animation und denkst nicht im Traum daran, dass es der Doppler-Effekt ist, der diese unterschiedlichen Wellenlängen verursacht, aber auch wieder voll kompensiert! Die Sache mit diesem Effekt, welchen ich Deiner Meinung nach zu Unrecht als Doppler-Effekt bezeichne, hast Du in keinster Weise verinnerlicht. Er ist aber das Um und Auf im MMI !
Denk doch mal logisch. Die Perioden der Wellenzüge sind zeitlich konstant! Die Wellenzüge, die letztlich zum Detektor kommen, sind hier aber auch
räumlich konstant - denn andernfalls könnte man kein konstruktives Interferenzmuster erzielen! Hat man aber ganz deutlich. D.h. hier kommen die Wellenzüge demnach wieder
zeitlich und räumlich konstant an! Sie haben ja auch vom Umlenker weg dieselbe Wellenlänge. Ist diese
zeitlich und räumlich konstante Periodendauer im Detektor einmal vorhanden, kann sie sich durch Drehung des MMI nicht mehr verändern. Denn die Gesamtzeit bis zum Umlenker jener Wellenzüge,
die tatsächlich zusammentreffen, bleibt immer dieselbe!
Denk doch mal scharf nach, ehe Du wieder in Jubelrufe ausbrichst!
Grüße
Harald Maurer