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Ich versuche mich weiter in Kaffeesatzlesen…

Ernst hat geschrieben:
Ganz kurz: Licht trifft überall auf. In den dunklen Zonen trifft es gegenphasig auf (es löscht sich daher aus); das wird destruktive Interferenz gennannt. In den hellen Zonen trifft es gleichphasig auf (es verstäkt sich); das wird konstruktive Interfernz genannt.
Das verstehe ich erst einmal nicht ganz:
Wenn dunkle Zonen im Muster so interpretiert werden, dass Licht zwar darauf aufprallt, aber dass es sich aufgrund der Gegenphasigkeit auslöscht, kann man grundsätzlich nicht erkennen, ob dunkle Zonen überhaupt dadurch entstehen, weil gar kein Licht darauf aufprallt oder weil gegenphasiges Licht darauf aufprallt: Die beiden Fälle kann es ja geben, aber die beobachtbare Wirkung ist die gleiche!
Man könne also als bei Beobachtung von dunklen Zonen auf einer Projektionswand nicht sagen, ob aufgrund der Streuung gar keine Photonen mehr in diesen dunklen Zonen vorhanden sind, oder ob die gleiche Anzahl von Photonen in diesen Zonen vorhanden ist, die sich jedoch „destruktiv“ auslöschen.
Auf dem Muster gibt es zum Beispiel eine sehr große, dunkle Fläche zu beobachten: der dunkle Hintergrund des Musters um den letzten, kaum sichtbaren 3. Ring. Ich habe diese große, dunkle Fläche als maximale Streuung des Lichts interpretiert, weil die Helligkeit der zwei letzten Ringe deutlich abgenommen hat, was darauf hinweist, dass hier weniger Photonen aufprallen, bis schließlich gar keine Photonen mehr aufprallen (der große, dunkle Hintergrund des Musters).
Ich habe auch interpretiert, dass keine Photonen auf die große dunkle Fläche um den Muster herum aufprallen, weil anläßlich der Untersuchung vor vielen Jahren in einem Forum des ähnlich gelagerten Foucault-Experiments zur Messung der Lichtgeschwindigkeit ein Gymnasiallehrer mir es so erklärt hat: Man misst die Breite des hellen Flecks vor dem dunklen Hintergrund (es gibt bei diesem Experiment nur einen einzigen Lichtfleck als Interferenzmuster, und keine Ringe) und man geht dabei zur Berechnung der Lichtgeschwindigkeit davon aus, dass keine Photonen mehr ausserhalb des Flecks auf dem Schirm aufgeprallt sind.
Wie soll man also im MM-Muster sicher aussagen, ob die dunkle Zonen „destruktive Interferenz“ oder "Abwesenheit von Interferenz" darstellen?
Viele Grüße
Jocelyne Lopez