Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mo 2. Mai 2011, 13:04

Harald Maurer hat geschrieben:
Es gibt keinen "nominalen" Wert des Doppler-Effekts. Tritt er stark auf, kompensiert er sich im gleichen Ausmaß, tritt er schwach auf, kompensiert er sich auch in diesem Ausmaß. Tritt er nicht auf, kompensiert sich nix.

Ist klar, weil es sich bei MM um eine Zweiwegmessung handelt: Man kann den Wert des Doppler-Effekt nicht messen, er kompensiert sich ja exakt auf den Rückweg.

Grundsätzlich kann man aber meiner Meinung nach einen nominalen Wert des Doppler-Effekts messen, zum Beispiel bei einer Einwegmessung oder ich meine auch beim MM-Experiment durch den Vergleich von zwei verschiedenen Zweiwegmessungen, wie in meiner Analogie mit dem Boot - die übrigens nicht die gleiche Analogie ist wie mit den Schwimmern, wo es sich um eine Einwegmessung handelt.

Viele Grüße
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon galactic32 » Mo 2. Mai 2011, 13:05

Ernst hat geschrieben:
galactic32 hat geschrieben: Also wird damit halt nur einen Auschnitt von diesem "Sonderfall" genommen.
Es bleibt schon ein "festes" Muster !
Oder?

Oder!
Es ändert sich etwas entscheidendes bezüglich des MMEs: das Interfernzmuster am Sender/Empfänger.
Bei veränderter Lauflänge verändert sich der am linken Bildrand (Sender/Empfänger) die Phasenlage der Wellen gegeneinander. (Am rechten Rand kommt die Welle mit einer Phase ungleich Null an, welche bei der Reflexion um 180 gedreht wird.). Mach´s mal.
Im allgemeinen wird die Phasenverschiebung sicher nicht exact 0 sein, wenn ich das jetzt so richtig versteh.
Doch wird die Phasenverschiebung zeitlich sicher constant bleiben.
Was mit dem Teil des Lichtstrahl's aus dem anderen Arm effectiv nach dem zusammenmischen (interferieren) ein festes Interferenz-Muster ausmacht.

Chief modelliert ja mathematisch ganz richtig nachvollziehbar.
Doch das Postulat der konstant bleibenden Armlänge bei Drehung muß doch durch weitere Versuche bestätigt werden.

Gluon versteht es doch auch, wie die Elektronenhüllen der Materie sich gegenseitig durch EM-Wechselwirkung dynamisch sich auf Abstand halten.
Schon das H-2-Molekül gäbe eine natürlich Referenz-Länge mit seinem mittleren oder effectiven Kernabstand (im Grundzustand).
Und die QM-Leute kennen da ihre Null-Punkt-Schwingungen solcher Systeme wie im Molekül.
Also ...

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben: Damit ist die durchschnittliche Wellenlänge nicht wie behauptet 2L/100 (was schon von den Einheiten her nicht stimmt, denn L wird in Meter gemessen und die Frequenz f in 1/Sekunden)
Wäre noch mal in Ruhe gegenzuchecken.

Harald Maurer hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Es kommen die Wellen zeitversetzt, weil sie unterschiedlich schnell über eine gleiche Strecke gelaufen sind.
Also ändert sich die Periodendauer, weil die Wellen zeitversetzt ankommen??? Wie geht denn das?
Das geht schon ohne Änderung der Periodendauer.
Es ist mehr ein Phasenversetzt damit zu verstehen, genauso wie gleiche Wellen zeit- also phasenversetzt über ungleiche Strecken ankommen.

NUR !:
Woher "wissen" wir, ob wir es jetzt mit gleichen Strecken unterschiedlich schnell oder unterschiedlichen Strecken zu tun hatten?

Chief's mitgeführter Äther ist damit auch nicht bestätigt.


Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » Mo 2. Mai 2011, 13:12

Ernst hat geschrieben:Da such mal bei ungleichem T (d.i. ungleiche Periodendauer, ungleiche Wellenlänge) Deine stehende Welle. Nimm einfach T=4 und T2=3. Viel Spass, bis Du Deinen Irrtum dann erkennst.


Nein, lieber Ernst, der Irrtum liegt ganz auf Deiner Seite. Die Periodendauer in den hin - und rücklaufenden Strahlen des waagrechten Armes ist nicht ungleich. Sie ist gleich! Daher kann ich mit T=4 und T2=3 natürlich meinen "Irrtum" nicht erkennen.
Der Link funktioniert leider nicht. Aber ich weiß auch so schon, dass man mit den üblichen Animationen und Applets etc. die stehende Welle mit ungleicher Geschwindigkeit, aber dementsprechend veränderter Wellenlänge (daher also T bei beiden gleich!) nicht ausprobieren kann, weil alle Welt von c=const ausgeht und man die Geschwindigkeit der Wellen bei keinem Applet unterschiedlich einstellen kann!
Daher wird der Link ohnehin nichts bringen. Eine derartige Animation muss man extra herstellem. Habe ich ja gemacht.
Also nicht vergessen: T ist konstant im MMI!Also erklär doch lieber mal den Widerspruch zum Laufdauermärchen, aber diesmal ordentlich, und nicht mit einem Zeitversatz, der gleich mal die ZEIT des Universums mitversetzt ;)

Grüße
Harald Maurer
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Mo 2. Mai 2011, 13:14

galactic32 hat geschrieben:
Harald Maurer hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:
Es kommen die Wellen zeitversetzt, weil sie unterschiedlich schnell über eine gleiche Strecke gelaufen sind.

Also ändert sich die Periodendauer, weil die Wellen zeitversetzt ankommen??? Wie geht denn das?

Das geht schon ohne Änderung der Periodendauer.
Es ist mehr ein Phasenversetzt damit zu verstehen, genauso wie gleiche Wellen zeit- also phasenversetzt über ungleiche Strecken ankommen.

Richtig. Selbstverständlich geht das ohne Änderung der Periodendauer.

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon galactic32 » Mo 2. Mai 2011, 13:17

Ernst hat geschrieben: Den Animationskünstler gibt´s auch schon:
hier zum Experimentieren (Bischen warten, bis sich die Animation aufbaut!)

Da such mal bei ungleichem T (d.i. ungleiche Periodendauer, ungleiche Wellenlänge) Deine stehende Welle. Nimm einfach T=4 und T2=3. Viel Spass, bis Du Deinen Irrtum dann erkennst.
Oh ohh.
Da muß wohl noch das oder die Quadrate betrachtet werden (von der Überlagerung).
Licht wird nicht direkt als Schwingung wahrgenommen, eher deren Wirkung.
Sonst ist das Aplett sicher beeindruckend und für's Prinzip mechanischer Wellen hervorragend (allerdings Rechenintensiv).

Und wie physikalisch ein Bewegter Empfänger noch im Detail reagiert,....[Eigenzeiten des Empfängers etc.]

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Mo 2. Mai 2011, 13:20

Harald Maurer hat geschrieben:Nein, lieber Ernst, der Irrtum liegt ganz auf Deiner Seite. Die Periodendauer in den hin - und rücklaufenden Strahlen des waagrechten Armes ist nicht ungleich. Sie ist gleich! Daher kann ich mit T=4 und T2=3 natürlich meinen "Irrtum" nicht erkennen.

In der Animation wird natürlich nicht ein strömender Äther berücksichtigt. Aber Du kannst dort mit anderem T eine andere Wellenlänge einstellen. Nur das interessiert. Im MM horizontalem Arm sind die Wellenlängen unterschiedlich und genau das kannst Du dort nachbilden. Unterschiedliche Wellenlängen können nie und nimmer stehende Wellen erzeugen.

Der Link funktioniert leider nicht.

Merkwürdig. Hast Du lange genug beim Laden gewartet? Die Animation ist nämlich seeeehr schön.

Gruß
Ernst
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Mo 2. Mai 2011, 13:25

Harald Maurer hat geschrieben: Also erklär doch lieber mal den Widerspruch zum Laufdauermärchen, aber diesmal ordentlich, und nicht mit einem Zeitversatz, der gleich mal die ZEIT des Universums mitversetzt

Gut. lassen wir mal die stehende Welle; ist ohnehin in diesem Zusammenhang sekundär. Die Antwort auf obiges hatte ich ja gerade gegeben; überlesen?:
Ernst hat geschrieben:Da gibt´s gar keinen Widerspruch. Jede Welle legt in einer Periodendauer T eine Wellenlänge λ zurück. Die "durchschnittliche Wellenlänge" ist in beiden Armen unterschiedlich. Beide Wellen nehmen deshalb unterschiedlich lange Schritte. Daher legen die beiden Wellen in der gleichen Zeit k*T unterschiedliche Wege s zurück. Welle 1: s1= k*T*λ1; Welle 2: s2= k*T*λ2. So kommen die beiden Wellen zeitversetzt am Ziel an. Ganz einfach.

Gruß
Ernst
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Mo 2. Mai 2011, 13:30

Harald Maurer hat geschrieben:Da liegt nur unsererseite eine Begriffsverwechslung vor. Highway meinte sicher nicht die Wellenlänge, sondern die durchschnittliche Wellenzahl. Das meinte ich auch und habe Highways Text nicht genau gelesen.

Schön, dass du das meinst. Es ist aber auch falsch. Die durchschnittliche Wellenzahl k = 2 * Pi / lambda und mit lambda = c/f folgt k = 2 * Pi * f / c.

Harald Maurer hat geschrieben:Aber wenn Du schon so ein Fachmann bist, ...

Ja, ich bin Fachmann. Und es ist nicht mein Fehler, dass das Behauptete falsch ist.

Harald Maurer hat geschrieben:.. wie ist denn das mit der konstanten Periodendauer und dem Widerspruch zum Laufzeitenargument? Wie würdest Du diesen Widerspruch aufklären?

Ganz einfach. Nachdem die Periodendauer unabhängig von der Laufzeit ist, gibt es keinen Widerspruch.

PS.: Ich bitte darum, dass der Terminus der Schwingung klar vom Terminus der Welle unterschieden wird! Die Wellengleichung in kartesischen Koordinaten für den leeren Raum wird durch jede zweimal stetig differenzierbare skalare Funktion f(x) in der Form f(x - c * t) bzw. f(x + c * t) gelöst (c .. Ausbreitungsgeschwindigkeit, woraus folgt: Laufzeit Delta_t = Strecke L / c). Das muss nicht notwendiger Weise eine periodische Funktion (Schwingung) sein. Dafür (für die periodische Funktion) muss zusätzlich die Bedingung f(t) = f(t + n * T) erfüllt sein (n .. eine ganze Zahl, T .. Periodendauer).

  • Die Ausbreitungsgeschwindigkeit c ist eine physikalische Eigenschaft.
  • Die Periodendauer ist durch die Randbedingung (z.B. Sender) bestimmt und kann von der Ausbreitungsgeschwindigkeit unabhängig gewählt werden.
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon galactic32 » Mo 2. Mai 2011, 13:56

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:
Harald Maurer hat geschrieben:
Highway hat geschrieben:wenn 100 Schwingungen, was einer Frequenz von 100 Hz entspricht, jeweils in die Meßarme eingespreist werden und 100 Schwingungen in der gleichen Zeit wieder zurück kommen, dann würde ich sagen, dass die durchschnittliche Wellenlänge 2L/100 beträgt. Für jeden Meßarm!

Richtig!
Falsch!
Un-Falsch!
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben: Ich bitte darum, dass der Terminus der Schwingung klar vom Terminus der Welle unterschieden wird!
Hatte Highway ganz genau gemacht.
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Die Wellengleichung in kartesischen Koordinaten für den leeren Raum wird durch jede zweimal stetig differenzierbare skalare Funktion f(x) in der Form f(x - c * t) bzw. f(x + c * t) gelöst (c .. Ausbreitungsgeschwindigkeit, woraus folgt: Laufzeit Delta_t = Strecke L / c).
Hm Mathematiker und Physik ....nee Mathematiker EOR Physik ... hm .... :? :roll:
wiki/Wellengleichung hat geschrieben:Die homogene Wellengleichung ist die lineare partielle Differentialgleichung zweiter Ordnung
\frac 1 {c^2} \frac{\partial^2 u}{\partial t^2}-\sum_{i=1}^{n} \left( \frac{\partial^2 u}{\partial x_i^2} \right) = 0
Bild
für eine reelle oder komplexe Funktion
u(t,x_1...x_n).
Uh ja ja, die homogene die unhomogene und die sonst noch .... Gleichung einer Welle
Oh mai, wenn man Stetig oder Unstetigkeit doch nur (unendlich genau) messen könnte,...

Und Getriggertes wäre einem Mathematicker jetzt als natürliches Beispiel für Unstetigkeit klar zu machen ?

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mo 2. Mai 2011, 14:03

Ernst hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Da gibt´s gar keinen Widerspruch. Jede Welle legt in einer Periodendauer T eine Wellenlänge λ zurück. Die "durchschnittliche Wellenlänge" ist in beiden Armen unterschiedlich. Beide Wellen nehmen deshalb unterschiedlich lange Schritte. Daher legen die beiden Wellen in der gleichen Zeit k*T unterschiedliche Wege s zurück. Welle 1: s1= k*T*λ1; Welle 2: s2= k*T*λ2. So kommen die beiden Wellen zeitversetzt am Ziel an. Ganz einfach.


Könnte es so sein, dass nur die erste Welle zeitversetzt (= mit Vorsprung) am Ziel ankommt und die anderen gleichzeitig?

Das kann ich mir auf jeden Fall mit meiner Analogie mit Hasen und Schildkröten vorstellen (die in Abstand von 1 Stunde gemeinsam starten):
- Der 1. Hase kommt als erster allein am Ziel
- Der 2. Hase kommt zusammen mit der 1. Schildkröte
- Der 3. Hase kommt zusammen mit der 2. Schildkröte
usw.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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