Jocelyne Lopez hat geschrieben:
- Einzig interessant ist herauszufinden, welches Muster die Spuren des zeitlichen Aufprallens der beiden Strahlen auf der Projektionswand darstellt. Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen (ich weiß allerdings nicht, ob das zutrifft), dass die Breite des Lichtflecks die Gesamtlaufzeit der beiden Strahle hin-und-zurück während der ganzen Dauer der Lichtzufuhr darstellt. Man kann zwar mit der Gesamtlaufzeit der beiden Strahle zusammen nichts anfangen, ob ein davon langsamer gelaufen ist, aber man misst die Breite des Fleckes, die die gesamte Laufzeit darstellt.
Obwohl ich mich erst mit diesem Thread zum ersten Mal näher mit dem MM-Experiment beschäftige, kann ich mir vorstellen, dass die Breite des Interferenzmusters das entscheidende Meßergebnis darstellt, weil die Breite des Interferenzmusters bei einem anderen, ähnlich gelagerten Experiment auch entscheidend war: Ich habe mich nämlich vor 9-10 Jahren in einem Forum sehr intensiv mit der international anerkannten Messung der Lichtgeschwindigkeit von Léon Foucault 1862 beschäftigt, dessen Meßanordnung aus 4 ruhenden und 1 drehendem Spiegeln bestand. Das Interferenzmuster der Strahlen wurde als Lichtfleck auf einem Projektionsschirm abgebildet. Ein Gymnasialphysiklehrer erklärte mir am Schluß einer langen Diskussion, dass die Breite des Lichtsfleck das entscheidende Meßergebnis darstellte: Die Breite des Lichtflecks wird gemessen und man kan damit mathematisch mit den anderen vorhandenen Meßwerten aus der Meßanordnung (Länge der Strecke, usw.) den Wert der Lichtgeschwindigkeit berechnen. Daraus bestand auch die Schlußfolgerung: Wenn die Breite des Lichtflecks immer gleich bleibt, ist die Lichtgeschwindigkeit konstant. Wenn die Breite des Lichtsflecks variable ist, ist die Lichtgeschwindigkeit variable.
Deshalb kann ich mir im Moment vorstellen, dass auch die Messung der Breite des Interferenzmusters bei MM entscheidend ist.
Viele Grüße
Jocelyne Lopez
