Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » Mo 2. Mai 2011, 08:09

Highway hat geschrieben:wenn 100 Schwingungen, was einer Frequenz von 100 Hz entspricht, jeweils in die Meßarme eingespreist werden und 100 Schwingungen in der gleichen Zeit wieder zurück kommen, dann würde ich sagen, dass die durchschnittliche Wellenlänge 2L/100 beträgt. Für jeden Meßarm!

Richtig!

Highway hat geschrieben:Die einzige Variable die dabei noch auftaucht ist die Meßarmlänge und die Frequenz. Keine Phasengeschwindigkeit, keine Äthergeschwindigkeit nichts dergleichen.

Nur die Messarmlänge ist variabel!

Highway hat geschrieben:Das Interferenzmuster ist nur von der Meßarmlänge abhängig bei gleichbleibender Frequenz.

Richtig!

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3219
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mo 2. Mai 2011, 08:17

Harald Maurer hat geschrieben:Nur die Messarmlänge ist variabel!

Wieso? Die Messarmlängen sind doch bei MM gleich, oder?
Jocelyne Lopez
 
Beiträge: 4174
Registriert: So 8. Feb 2009, 22:41

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » Mo 2. Mai 2011, 08:30

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Wieso? Die Messarmlängen sind doch bei MM gleich, oder?


Ja, die sind gleich. Eine Länge ist aber insofern variabel, indem sie durch einen verschiebbaren Spiegel begrenzt ist. Während des Versuchs wird diese Länge nicht mehr verändert.

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3219
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mo 2. Mai 2011, 08:42

Harald Maurer hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Wieso? Die Messarmlängen sind doch bei MM gleich, oder?


Ja, die sind gleich. Eine Länge ist aber insofern variabel, indem sie durch einen verschiebbaren Spiegel begrenzt ist. Während des Versuchs wird diese Länge nicht mehr verändert.


Okay. Das bedeutet doch, dass während eines Meßdurchgangs die beiden von den zwei Teilstrahlen zurückgelegten Strecken immer gleich lang sind, ja?
Jocelyne Lopez
 
Beiträge: 4174
Registriert: So 8. Feb 2009, 22:41

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » Mo 2. Mai 2011, 08:53

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Okay. Das bedeutet doch, dass während eines Meßdurchgangs die beiden von den zwei Teilstrahlen zurückgelegten Strecken immer gleich lang sind, ja?


Ja!

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3219
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Mo 2. Mai 2011, 09:35

.
Zuletzt geändert von Ernst am Mo 2. Mai 2011, 09:39, insgesamt 1-mal geändert.
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » Mo 2. Mai 2011, 09:38

Liebe Jocelyne, der Misserfolg des MM-Versuchs lässt sich ganz ohne viel Kopfzerbrechen erklären.
Wenn wir das MMI zuerst mal als im Äther ruhend annehmen, haben wir eine ganz bestimmte Situation des Strahlenverlaufs darin. Die Strahlen laufen rauf und runter und hin- und zurück, treffen sich letztlich im Detektor, wo ein Interferenzmuster auftaucht, das die feste Phasenbeziehung der Wellen widerspiegelt. Wir haben eine konstante Frequenz, folglich eine konstante Periodendauer (der Zeitraum, in welchem sich die Wellenzüge periodisch wiederholen) und die Lichtsphären der ruhenden Lichtquelle und der Spiegel (die werden ja auch zu Lichtquellen) werden alle konzentrisch gleichmäßig im Äther ausgebreitet, denn die LG ist in Bezug zum Äther konstant.

Wenn sich nun das MMI im Äther bewegt, werden alle diese Lichtsphären zwar immer noch kreisförmig abgesetzt, aber nun sind sie zueinander verschoben. Weil nach jeder Aussendung einer Sphäre sich die Lichtquellen (z.B. Laser und die Spiegel) ja etwas weiterbewegen. Nun bewegen sich aber auch alle Empfänger (also die gesamte MMI-Anordnung) völlig gleichsinnig wie die Lichtquellen. Dadurch sammeln sie die verschobenen Lichtsphären genauso auf wie im ruhenden Fall. Das heisst, es tritt durch die Bewegung an den Lichtsphären quasi ein Doppler-Effekt auf, der aber nicht wirksam wird, weil er durch die Bewegung der Empfänger wieder exakt aufgehoben wird. Dadurch verändert sich gegenüber dem ruhenden Fall grundsätzlich nichts. Die Frequenz, die Periodendauern und somit die Phasenlagen bleiben völlig gleich wie im ruhenden Fall. Das bedeutet, der bewegte Zustand des MMI unterscheidet sich nicht vom ruhenden Zustand. Bezogen auf das MMI verändern sich zwar die Geschwindigkeiten der einzelnen Wellenzüge, gleichzeitig verändern sich aber auch die Wellenlängen genau proportional zu diesen Geschwindigkeiten, sodass im Endeffekt immer dasselbe herauskommt: gleichbleibende Periodendauer und Frequenz. Selbstverständlich ändert sich dann auch ein einmal eingestelltes Interferenzmuster nicht.

Man kann deshalb mit dem MMI nicht messen, was man messen wollte. Die sich an allen Punkten exakt egalisierenden Doppler-Effekte sind daran schuld. Auch bei Drehung des MMI kompensieren sich die Doppler-Effekte in jeder Lage - mit einem winzigen Unterschied. Und der entsteht dadurch, dass die Auftreffpunkte der beiden Strahlen am Umlenkspiegel bei bewegtem MMI nicht übereinstimmen und sich ja nach Lage des MMI verändern. Diese Veränderung gibt es nur bei Bewegung im Äther, und diese Veränderung der Auftreffpunkte hat Michelson gemessen, hier - und nur hier schlägt der "Ätherwind" durch. Und genau deshalb ist das Messergebnis kein glattes Nullresultat, sondern zeigt einen wesentlich geringeren Wert an als erwartet. Man kann mit dem MMI nur die Veränderung dieser Treffpunkte am Umlenkspiegel messen. Mehr aber nicht!

Wie Highway richtig meint, in der "handelsüblichen" Interpretation des MM-Versuchs steckt ein gigantischer Denkfehler!

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3219
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Mo 2. Mai 2011, 09:40

Harald Maurer hat geschrieben: Sollen die Grenzen des Rasters die Spiegel sein? Dann sind die Reflexionen falsch. Die sind nämlich nicht beliebig, denn die ankommende Welle wird nicht als Abschnitt zurück gesendet, sondern die Welle wird neu erzeugt. Das liegt daran, wie schon erwähnt, dass das elektr. Feld reflektiert wird, und zwar nur das elektrische Feld. Und das auch erst dann, wenn das Maximum erfüllt ist - deshab entsteht für das elektrische Feld am Spiegel immer ein Knoten.

Harald, das stimmt doch alles nicht. Da wird keine Welle neu erzeugt, sondern sie wird klassisch reflektiert. Du vermengst da wieder die Dinge nach Deinem Gusto. Eine em Welle wird reflektiert wie jede andere auch:
siehe auch hier:

Bild
Teilweise Reflexion und Transmission einer eindimensionalen Welle an einer Potentialstufe. Der Anteil der reflektierten und transmittierten Intensität einer elektromagnetischen Welle lässt sich mit den fresnelschen Formeln berechnen


Deshalb ist auch Chiefs Darstellung wie auch alle unsere anderen Darstellungen korrekt.

Nur die stehende Welle als Resultierende aus hin+rücklaufender Welle besitzt am Reflektor stets einen Knoten. Die entsprechende Situation der stehenden Welle am Empfänger beinhaltet dann die Interferenz der beiden Einzelwellen. Befindet sich der Empfänger in einem Bauch der stehenden Welle, so herrscht konstruktive Interferenz; befindet sie sich in ihrem Knoten, so herrscht destruktive Interferenz. Dazwischen ist ein stetiger Übergang. Alles das stützt nur die Funktionalität des MMEs.

Nun zeigt uns Chief, dass die Phasen bei der Rückkehr zueinander verschoben sind. Die beiden Teilstrahlen haben plötzlich nach diesen 30 Sekunden, in welchen sie nach einfach nachzuvollziehender Logik denselben Zustand haben müssten, diesen übereinstimmenden Zustand nicht. Es muss also zumindest einer der Teilstrahlen aus dem Periodentakt geraten sein und seine Periodendauer war nicht konstant.

Das ist doch auch alles zigmal erläutert, aber Du verschließt Dich da unverdrossen starr. Es kommen die Wellen zeitversetzt, weil sie unterschiedlich schnell über eine gleiche Strecke gelaufen sind. ganz einfach ist das und daher von Chief auch richtig dargestellt, wie alle anderen unsere Darstellungen zuvor ebenfalls.

Also wieder alle deine Argumente unzutreffend. Es kann wohl nicht sein, was nicht sein darf. Aber es ist nun mal so. Alle unsere Betrachtungen unter den verschiedensten Aspekten hier bestätigen mur die Funktionalität des MMEs. Anderes war auch gar nicht zu erwarten.

PS.
Wie Highway richtig meint, in der "handelsüblichen" Interpretation des MM-Versuchs steckt ein gigantischer Denkfehler!

Mitnichten. Vielmehr steckt in Deiner Betrachtung ein ganz profaner Denkfehler, ;)
Und Highway hat ja die Fehlfunktion damit begründet, daß im MME die LG konstant ist, aber im Äther variabel, und dadurch die Wellenlängen im MMI konstant sind. Herzlichen Glückwunsch.

Gruß
Ernst
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon galactic32 » Mo 2. Mai 2011, 09:45

Eine Nicht-Animation der stehenden Welle in einem Arm, im "Ätherwind":
MM_01_1.png
MM_01_1.png (26.71 KiB) 4154-mal betrachtet

Die Amplituden-Höhe ist nicht angepasst.
Die reflektierte lang-gezogene Welle würde mit c+v "reisen", für den Labor-Beobachter.
Lambda_rück=2*Lambda_hin (λ); Freq=constant ==> v=???*c
Der Experimentator würde nur 2(bzw.4) Schwingungs-Bäuche messen.(1.(bzw. 2.) Oberwelle).
Am Strahlteiler und am Umlenkspiegel wäre immer ein Knoten zu Vermuten.

Wird während des Drehvorgangs der materielle Arm durch den Ätherwind genauso modifiziert wie Licht, kämen wir genauso auch auf ein Null-Ergebnis.

Gruß
Zuletzt geändert von galactic32 am Mo 2. Mai 2011, 09:52, insgesamt 1-mal geändert.
galactic32
 
Beiträge: 1664
Registriert: Di 13. Okt 2009, 00:42

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Mo 2. Mai 2011, 09:52

galactic32 hat geschrieben: Am Strahlteiler und am Umlenkspiegel wäre immer ein Knoten zu Vermuten.

Schön konstruierter Sonderfall für eine Laufstrecke von 2 bzw. 1er Wellenlänge. Ergibt am Empfänger einen Phasenversatz von 180°. Aber eben ein Sonderfall. Laß mal die Wellenlängen gleich und reduziere die Lauflänge etwas. Wirst schon sehen, wie sich die Phsenlage am Empfänger dann ändert.

Gruß
Ernst
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

VorherigeNächste

Zurück zu Relativitätstheorie

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 29 Gäste

cron