Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 26. Apr 2011, 19:50

Harald Maurer hat geschrieben:
Es treffen sich ja immer identisch erzeugte Wellenpositionen, denn jede ist mit derselben Frequenz, derselben Periodendauer und denselben Bedingungen entstanden und losgezogen!

Ich schwimme ziemlich zwischen den verschiedenen Begriffen „Frequenz, Amplitude, Wellenlänge, Periode“… :oops: Deshalb möchte ich nur für mich, ohne die Diskussion zu stören, etwas über die Frequenzmessung in Verbindung mit Geschwindigkeiten klären.

Eine Frequenzmessung ist doch einfach gesagt „Zählen, wie viele pro Zeiteinheit“, oder?

Nehmen wir 100 Hasen und 100 Schildkröten, die von A gleichzeitig starten in zwei verschiedenen Richtungen, in einem Abstand von 1 Stunde, und die in B nach einer gleich langen Strecke ankommen (zum Beispiel genau ein Halbkreis), wo ein Beobachter in B ihre Ankunft zählt. Die Hasen laufen die Strecke in einer Stunde, die Schildkröten laufen die gleiche Strecke auf dem anderen Halbkreis in zwei Stunden.
- Nach einer Stunde wird der erste Hase in B gezählt
- Nach zwei Stunden wird die erste Schildkröte in B gezählt
- Danach werden immer gleichzeitig jede Stunde je ein Hase und eine Schildkröte in B gezählt
- Nach 100 Stunden wird der letzte Hase in B gezählt
- Nach 102 Stunden wird die letzte Schildkröte in B gezählt

Die Verschiebung der Ankünfte Hase/Schildkröte ist ganz gering und geschieht nur ganz kurz am Anfang und am Ende der „Frequenzzählung“: Am Anfang muss man zwei Stunden auf eine Schildkröte warten, da kommt erst einmal ein Hase allein. Am Ende muss man zwei Stunden auf eine Schildkröte warten, da kommt eine Schildkröte allein, sonst kommen immer gleichzeitig jede Stunde ein Hase und eine Schildkröte an B. Oder sehe ich das falsch?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Di 26. Apr 2011, 19:52

Highway hat geschrieben: Die Wellen werden deshalb zu perfekt synchron gleichlaufenden Uhren, weil der Strahlteiler erst aus einer zwei Zwillinge macht - das ist nämlich die Aufgabe des Strahlteilers.


Hallo Highway,
Weil der Strahlteiler Zwillinge, Zwillingswellen, macht, werden Wellen zu synchron laufenden Uhren?

Seltsam, oder?
Wie geht das, wie wird aus einer Welle eine Uhr, was ist eine Welle, was hat das mit einer Uhr zu tun?


Gruss Kurt
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Di 26. Apr 2011, 20:12

Highway hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Hallo Highway,
Weil der Strahlteiler Zwillinge, Zwillingswellen, macht, werden Wellen zu synchron laufenden Uhren?

Seltsam, oder?
Wie geht das, wie wird aus einer Welle eine Uhr, was ist eine Welle, was hat das mit einer Uhr zu tun?


Weil die Wellen synchron gestartet wurden und, sonst wären sie keinen Zwillinge, im gleichen Rythmus schwingen. Wo ist denn jetzt schon wieder das Haar? Mach dir mal lieber Gedanken darüber wieso Doppler.


Wellen schwingen also im gleichem Rhyhmus, wie geht das, was schwingt da?
Hast du da ein Bild dazu?

Doppler?
Den gibts beim MMi nur wärend der Drehung wenn denn Wind geht, sonnst nicht.

Gruss Kurt
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » Di 26. Apr 2011, 20:16

Highway hat geschrieben:Phasendifferenz kann man im MMI, allen Unkenrufen zum Trotz, nur durch einen tatsächlichen zwischen den Armen bestehenden Längenunterschied erzeugen. Sonst nicht!


Nein, auch dann nicht! Denn die Lauflängen ändern ja nichts an der konstanten Periodendauer und Frequenz! Weil sich eben Wellenlängen und Geschwindigkeiten immer zu einer konstanten Periodendauer ergänzen. Was eben den Vergleich jedes Wellenzugs mit einer Uhr zulässt, die mit allen anderen Uhren synchron läuft.
Es spielt auch keine Rolle, wann irgendeine der Uhren vom Strahlteiler losläuft, denn sie sind ja alle schon von der kohärenten Lichtquelle her synchron. Jede Uhr wird daher eine Zeigerstellung haben, die mit der momentanen Phasenlage übereinstimmt oder umgekehrt eine Phasenlage, die der Zeigerstellung entspricht. Nicht rein zufällig gleicht die grafische Darstellung eines Phasenwinkels einer Uhr. Und tatsächlich setzt man diese Schwingungen ja auch als Uhren ein.
Bild
Gleichgültig, wann eine bestimmte Phasenlage vom Strahlteiler losfährt, der Phasenwinkel jedes Wellenzugs stimmt zu jedem anderen Wellenzug zu Zeitpunkten in welchen eine Periodendauer dazwischen liegt, überein. Und das ist ja kontinuierlich der Fall! Uhren, die im gleichen Takt laufen, bleiben ja synchron! Zu jedem Zeitpunkt sind die Zeigerstellungen der Uhren (und damit die Anzeige des jeweiligen Phasenwinkels!) bei allen Wellenzügen übereinstimmend. Und natürlich auch dann, wenn zwei Wellenzüge zum gleichen Zeitpunkt am gleichen Ort sind! Wie sie dorthin gekommen sind, spielt keinerlei Rolle! Gleicher Zeitpunkt bedeutet ja gleiche Zeigerstellung, also gleicher Phasenwinkel!

Um einen unterschiedlichen Phasenwinkel beim Zusammentreff zu erzeugen, muss zumindest mit einer der "Uhren" etwas geschehen sein, also eine Periode dazwischen liegen, die nicht konstant war ... nur dann sind die folgenden Phasenlagen, also die Uhrenzeiger nicht mehr übereinstimmend mit den anderen Phasenwinkeln, also Uhrenzeigern. Und das geschieht ja nirgends, die Uhren bleiben doch bis zum Ziel synchron!

Diese Erkenntnis genügt schon, um das Ergebnis des MM-Versuchs zu erklären, weil diese Uhranzeigen mit oder ohne Äther stets im gleichen Takt bleiben. Deshalb bewegen sich in meiner Darstellung hier http://www.mahag.com/srt/zeitbasis.htm ja alle Uhrenzeiger (Phasenwinkel!) synchron! Egal, was die Uhren, wenn sie synchron an der Lichtquelle sind, zwischendurch machen und welche Wege sie durchlaufen und zu welchem Zeitpunkt sie sich auf diese Wege machen ... wenn sie wieder zusammenkommen, sind sie nach wie vor synchron - wobei es egal ist, welche Uhr mit welcher Uhr zusammenkommt! Was denn sonst?

Grüße
Harald Maurer
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Di 26. Apr 2011, 20:39

Harald Maurer hat geschrieben:Es spielt auch keine Rolle, wann irgendeine der Uhren vom Strahlteiler losläuft, denn sie sind ja alle schon von der kohärenten Lichtquelle her synchron. Jede Uhr wird daher eine Zeigerstellung haben, die mit der momentanen Phasenlage übereinstimmt oder umgekehrt eine Phasenlage, die der Zeigerstellung entspricht.


Hat dann die -Uhr-, wenn sie läuft, den Zustand den sie "mitbekommen" hat bis ans Ziel, oder verändert sich dieser während sie die Strecke dorthin überwindet?

Gruss Kurt


PS:
Deine Sinusschwingung stimmt nicht mit der Uhr überein.
Es ist aber klar was gemeint ist
Zuletzt geändert von Kurt am Di 26. Apr 2011, 20:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Di 26. Apr 2011, 20:52

Highway hat geschrieben:
Es ist aber auch klar, dass wenn man einen MMI-Meßarm in der Länge verändert das Interferenzmuster sich ändert. Dann kann das nur bedeuten, dass das Interferenzuster nicht von der Phasenlage abhängig ist.

Irgendwie kommen mir Zweifel. :?


Es ist klar dass das Interferenzmuster (dessen Lage zum Papier) nur von der Phasenlage abhängt.
Es wiederholt sich, die Striche sind wieder an der gleichen Stelle (es sind aber andere Striche) wenn um eine "Wellenlänge" verändert wurde.

Gruss Kurt

Nachtrag:
Die Striche sind um einen Strichabstand nachgerückt.
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Di 26. Apr 2011, 21:01

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Ich schwimme ziemlich zwischen den verschiedenen Begriffen „Frequenz, Amplitude, Wellenlänge, Periode“… :oops:


Eigentlich reicht es wenn du den Unterschied zwischen Frequenz und Amplitude kennst.
Die anderen gehören zur Frequenz wie das Ei zum Osterhasen.

Gruss Kurt
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » Di 26. Apr 2011, 21:21

Highway hat geschrieben:Es ist aber auch klar, dass wenn man einen MMI-Meßarm in der Länge verändert das Interferenzmuster sich ändert.


Nur wenn man den Arm während der Messung in der Länge verändert. Dann erzeugt man mit der Bewegung des Spiegels einen temporären Frequenzunterschied. Dadurch verschiebt sich die Phase! Weil sich während der veränderten Frequenz eine andere Periodendauer (1/f) ergibt!
Bild
Alles schon erklärt. Oder man bringt in eine Laufstrecke zwischen Quelle und Spiegel ein Medium ein, wodurch je nach Brechzahl des Mediums eine Wellenlängenänderung erfolgt. Auch da verschiebt sich die Phase, aber auch nur, wenn während der Messung das Medium eingebracht wird. Ist es von Anfang an dazwischen, rührt sich nichts (Hoek-Versuch!). Im MMI ist weder ein Medium zwischen Sendern und Empfängern (außer Luft, deren Brechzahl vernachlässigbar ist) noch wird während der Messung irgendeiner der Spiegel verschoben. Der bewegliche Spiegel im MMI ist nach drei Richtungen verstellbar, um die Strahlen überhaupt genau zum Detektor zu bringen. Ein MMI funktioniert ja auch mit ungleichen Armlängen (Kennedy-Thorndike-Experiment).

Grüße
Harald Maurer
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Di 26. Apr 2011, 21:32

Harald Maurer hat geschrieben:Nein, auch dann nicht! Denn die Lauflängen ändern ja nichts an der konstanten Periodendauer und Frequenz!

Jetzt wird´s aber immer toller. Wieso denn wandern dann beim Justieren des beweglichen Spiegels die Interferenzringe? Du verstrickst Dich immer weiter.

Gleichgültig, wann eine bestimmte Phasenlage vom Strahlteiler losfährt, der Phasenwinkel jedes Wellenzugs stimmt zu jedem anderen Wellenzug zu Zeitpunkten in welchen eine Periodendauer dazwischen liegt, überein. Und das ist ja kontinuierlich der Fall! Uhren, die im gleichen Takt laufen, bleiben ja synchron! Zu jedem Zeitpunkt sind die Zeigerstellungen der Uhren (und damit die Anzeige des jeweiligen Phasenwinkels!) bei allen Wellenzügen übereinstimmend. Und natürlich auch dann, wenn zwei Wellenzüge zum gleichen Zeitpunkt am gleichen Ort sind! Wie sie dorthin gekommen sind, spielt keinerlei Rolle! Gleicher Zeitpunkt bedeutet ja gleiche Zeigerstellung, also gleicher Phasenwinkel!

Du hast Dich derart darin festgebissen, daß gleichzeitig erzeugte Abschnitte gleichzeitig ankommen sollen, daß Du alle Hinweise darauf, daß dem nicht so ist, überliest oder verdrängst. Aber nocheinmal:
Ungleichzeitig (d.h mit einem Phasenversatz) gestartete Wellenpositionen treffen gleichzeitig zusammen. Da muß doch der Phasenversatz erhalten sein.

Wellenerzeugung.png
Wellenerzeugung.png (14.44 KiB) 6332-mal betrachtet


Jede erzeugte Position behält ihren individuellen Erzeugungszeitpunkt. Die beiden Wellenpositionen, welche später gleichzeitig zusammentreffen, haben unterschiedliche Erzeugungszeitpunkte und damit einen entsprechenden Phasenversatz. Wenn zwei solche unterschiedliche Positionen nun gleichzeitig zusammenkommen, dann haben sie doch auch bei ihrer Zusammenkunft immer noch ihre Erzeugungszeitdifferenz und damit ihre Phasenwinkeldifferenz. Und damit ist auch am Ziel den Phasenversatz φ1-0=φ1 . Was ist denn daran nur unverständlich. Ich begreif Dich nicht.

Gruß
Ernst
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Di 26. Apr 2011, 21:35

Highway hat geschrieben:hi,

also was gebraucht wird um Interferenz zu erzeugen ist sowas wie in der obere Animation dargestellt. Ein Unterschied im Phasenwinkel zum Zeitpunkt des Auftreffens in der Projektionsfläche. Oder?

Bild



Ja auch!
Es kommt darauf an welche Art von Interferenz(MUSTER) du erzeugen willst.

Das was du zeigst erzeugt eine Helligkeitsänderung, so wie du es immer mit den "Welle oben", "Welle in der Mitte", Welle unten"(Ergebnis) dargestellt hast.
Du solltest aber die "sich drehenden Uhren" vergessen, denn die haben da absolut nichts zu suchen.
Sie sind Haralds Problem, warum übernimmst du das?

Die Stricherzeugung (Strichmuster beim MMI) hab ich hoffentlich verständlich dagestellt.

Gruss Kurt


Über eine Rückmeldung obs verständlich rübergekommen ist (das mit den Bildern), wär ich sehr dankbar.
Kurt
 
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