Chief hat geschrieben:Das Experiment ist so einfach, so dass es absolut keinen Grund für irgendwelche Spekulationen geben kann.
Es gibt auch keinen Grund für Spekulationen, denn das einfache Experiment ist ebenso einfach wie klipp und klar aufzulösen. Mit einem einzigen Satz ist das Nullergebnis des MM-Versuchs erklärbar für jeden, der noch denkfähig ist. Der Hinweis auf die konstante Periodendauer in beiden Teilstrahlen genügt schon! Es bedarf nur geringgradiger Intelligenz, um sofort zu erkennen, dass die Wellenabschnitte der beiden Teilstrahlen an einem gemeinsamen Treffpunkt zur gleichen Zeit nur den gleichen Zustand haben können.
Wenn zwei Freunde gleichzeitig in Paris um 00:00 Uhr auf unterschiedliche Reisen gehen und beim Start beide ein Hemd anhaben, und jeder zieht während seiner Reise nach 30 Minuten das Hemd aus und nach weiteren 30 Minuten das Hemd wieder an (Periodendauer!), so ist es völlig egal, wie schnell sie auf ihrer Reise unterwegs sind oder wohin sie gefahren sind. Wenn sie sich nach 30 Minuten treffen (und da kann einer eine kurze Strecke langsam und der andere einen Umweg schneller gefahren sein!) ziehen sie sich gerade beide gleichzeitig das Hemd aus, nach weiteren 1,5 Stunden treffen sie sich wieder an irgendeinem übereinstimmenden Ort (und wieder können die Strecken und Geschwindigkeiten unterschiedlich gewesen sein), so ändert das nichts daran, dass sie sich beide gerade das Hemd anziehen!
Wenn im Periodentakt jeweils weitere zwei Reisende vom Startpunkt losziehen, so bilden sich zwei Ketten von Reisenden, die alle im 30-Minuten Takt das Hemd aus- und anziehen. Sind die Ketten mit unterschiedlicher Geschwindigkeit unterwegs, werden sich nicht die beiden erst-losgefahrenen Reisenden gleichzeitig treffen können. Sondern kreuzt sich die Kette irgendwo und irgendwann, werden irgendwelche zwei Reisende zusammenkommen, die wiederum gerade gleichzeitig dasselbe tun! An jedem Treffpunkt werden gleichzeitig die gerade zusammentreffenden Reisenden in ihrem Zustand übereinstimmen, denn jeder hat im gleichen Perioden-Intervall sein Hemd aus- oder angezogen.
Bei den Wellenzügen der beiden Teilstrahlen im MMI ist das nicht anders. Jede hat im Takt der konstanten Periode gleichzeitig ein Maximum (Reisender zieht Hemd an) oder ein Minimum (Reisender zieht Hemd aus) - und kreuzen sich die Teilstrahlen auch nach unterschiedlichen Geschwindigkeiten, Strecken und irgendwelchen Laufdauern der Erstabgesendeten an irgendeinem einem Punkt gleichzeitig, so haben die sich gerade treffenden Wellenzüge entweder beide ein Maximum (Hemd an) oder ein Minimum (Hemd aus) - sie stimmen zwangsläufig stets überein, weil sie analog zu den Reisenden im gleichen Perioden-Takt ihren Zustand gewechselt haben!
Wenn also einer kommt, der behauptet, das MM-Experiment habe den Äther widerlegt, muss man ihm nur entgegen, dass das nicht der Fall sein kann. Denn konstante Frequenz und konstante Periodendauer kann nur bewirken, dass - völlig egal, welche Wellenabschnitte wann und wo wieder zusammenkommen! - sie einen übereinstimmenden Zustand haben müssen! Ob mit oder ohne Äther!
Wer das nicht begreift und lange Apologien für das MMI und seinen "genialen" Experimentator abliefert, welcher offensichtlich einem fatalen Irrtum aufgesessen war, weil er weder an die unterschiedlichen Wellenlängen noch an die konstante Periodendauer gedacht hat, dem ist nicht mehr zu helfen.
Vielleicht gibt es wo einen Kurs im logischen Denken!
Grüße
Harald Maurer
