Chief hat geschrieben:Jocelyne Lopez hat geschrieben:Es geht bei der Untersuchung der Aussagekraft eines Experiments nicht darum, gegen die Meinung von irgendeinem Wissenschaftler (ob Relativist oder Kritiker) zu stoßen, sondern es geht um den Erkenntnisfortschritt. Es muss ja in der Fachwelt untersucht werden, ob diese neuen Einwände zutreffen und wie man bei neuen Experimenten sie ausschließen kann.
Viele Grüße
Jocelyne Lopez
Das Experiment ist so einfach, so dass es absolut keinen Grund für irgendwelche Spekulationen geben kann. Das Ergebnis ist laut Michelson ebenfalls sehr einfach:
"It appears, from all that precedes, reasonably certain that if there be any relative motion between the earth and the luminiferous ether, it must be small;"
Es bleibt zu klären warum das so ist. Auf jeden Fall die Längenkontraktionshypothese konnte durch Kennedy-Thorndike-Experiment widerlegt werden.
Das Experiment ist sehr einfach und vollkommen logisch.
Das was zu bedenken/prüfen/verstehen ist sind die Vorgänge am Strahlteiler.
Dabei ist die Teilung kein Problem, denn da passiert nichts was das Ergebnis verfälschen könnte.
Bei den rücklaufenden Ereignisen schon.
Denn diese beeinflussen ev. direkt das Messergebnis.
Und zwar deswegen weil Licht nicht ohne Beeinflussung des Beeinflussers beeinflusst werden kann.
Soll heissen: in der Materie des Strahlteiler geschieht etwas.
Denn anders ist keine Ablenkung möglich.
Und das wirkt auch auf anderes Licht dass da noch läuft ein.
Wenn also das von den Spiegeln zurückkommende Licht den beeinflussten Bereich durchläuft wird es beeinflusst.
Ebenso erzeugt dieses Licht selber wiederum Wirkungen in der Materie.
Diese kann dann ev. das zu teilende Licht beeinflussen.
Es kann zu Kompensationserscheinungen kommen.
Die einzelnen Lichtsignale können sich aufeinander einphasen.
Somit den bestehenden Unterschied in der Phasenlage auskompensieren, zumindest stark abschwächen.
Als Ausweg bleibt nur die strikte Trennung des Strahlteilers der die Aufspaltung macht, zu dem der die zurückkommenden Signale zur Interferenzfläche umlenkt.
Technisch dürfte das kein Problem sein, würde aber diese Unsicherheit ausschalten.
Die Überprüfung ob tatsächlich eine Beeinflussung vorliegt könnte beim -normalem- MMI dadurch erfolgen dass das Interferenzsignal auf "Sprungeffekte" beobachtet wird wärend ein Justierspiegel verstellt wird.
Die Anschauung dass Licht eine transversale Schwingung ist hat warscheinlich diese Überlegungen über den Tischrand gewischt, ist aber keine.
Die Vorstellung Licht sei:
- eine Welle
- ein Strahl
- etwas Kugeliges
ist einfach nur falsch.
Wozu das führt ist ja überall zu sehen.
Es bleibt nur eins übrig, Licht als das anzuschauen was es ist.
Als longitudinal sich ausbreitende Druckschwankungen im Medium.
Und zwar ohne dass sich das Medium selber bewegt.
Denn nur damit lassen sich alle Erscheinungen ums Licht erklären.
Ev. und dazu fehlen noch einige Einsichten, bildet sich in dem Medium selber ein separater, ortsumständeabhängiger Bezug.
Gruss Kurt