Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Mo 14. Mär 2011, 21:40

Kurt hat geschrieben: Weist du was die Realität ist?

Das, was man messen kann.

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon galactic32 » Mo 14. Mär 2011, 22:11

Nun wenn Phantasien Träume nicht zu messen wären,
würden sie in der "Realität" verwirklicht erst meßbar werden.

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Mo 14. Mär 2011, 22:11

Harald Maurer hat geschrieben:(Wellenfronten)
Es geht nicht um gleichzeitig abgesendet oder nicht, sondern es geht einzig darum, welcher Bereich der übereinander zu liegenden Wellenfronten konstruktiv interferenzfähig ist. Das ist der Bereich, welcher wegen der Schräglage der einen Wellenfront die geringste Verdrehung aufweist. Und das ist nicht in der Mitte!



"einzig darum, welcher Bereich der übereinander zu liegenden Wellenfronten konstruktiv interferenzfähig ist"


Darum kann es nicht gehen.
Es interferieren alle "Wellenteile" miteinander.
Denn wenn es so wäre dann wäre nur ein kleiner Punkt oder nur ein einziger sehr schmaler Strich zu sehen.
Die beiden "Strahlen" werden aufgeweitet und auf einer Fläche verteilt.
Dadurch liegen mehrere Phasenzustände/Wellenteile pro "Welle" gleichzeitig auf der Leuchtfläche an.
Denn die Wege nach der Aufweitung bis zur Leuchtfläche sind unterschiedlich lang.

Jeder der beiden Strahlen für sich genommen würde nur eine ausgeleuchtete Fläche ergeben.
Wobei auf der Leuchtfläche unterschiedliche "Wellenteile"/Phasenzustände zum tragen kommen, vorhanden sind.
Dies aber nicht als Muster oder sonstwie sichtbar auffällt.

Erst durch die Überlappung beider Flächen kommen die jeweiligen Phasenzustände der Fläche(n) zum tragen.
Erst dann entsteht Interferenz.

Um das Muster zu erzeugen sind alle Phasenzustände einer Welle notwendig, wobei die Überlappung der beiden "Wellen" erst den Unterschied in Form von Helligkeitsunterschieden zeigt.

Es ist nicht nur konstruktive Überlagerung notwendig, sondern auch destruktive.
Auch alle Zwischenwerte sind notwendig.
Denn sonnst würden sich ein Rechteckmuster mit nur ganz feinen Linien ergeben.

Die (ev.) Schräglage der beiden Strahlen muss künstlich vergrössert werden damit es überhaupt zum Muster kommen kann.


Gruss Kurt
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Mo 14. Mär 2011, 22:14

Ernst hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben: Weist du was die Realität ist?

Das, was man messen kann.


Und wie lange jeweils?
Und wieviel Realitäten hat es schon gegeben?


Gruss kurt
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Di 15. Mär 2011, 08:49

Hallo Highway,
Highway hat geschrieben:Die gesamte Amplitude ändert sich propertional, aber die Frequenz ändert sich nicht. Ein Interferenzmuster kann nicht gegeben sein, da sich die Frequenz immer noch, mit konstanter Amplitude, im Bereich von 600 Teraherz für grün/blaues Licht bewegt


überraschend was du da schreibst.
Das was du als Interferenz angibst ist auch eine aber nicht die die bei MMI verwendet wird.
Schau dir mal diese Art Interferenz genauer an.
Sie verlangt gleiche Frequenzen, diese dürfen nicht voneinander abweichen.
Einzig deren Phasenlage zueinander wird beobachtet.
Und von dem Phasenunterschied -lebt- das MMI.
Und zwar davon dass der Unterschied, verteilt auf mehrere Wellenlängen, auf der Fläche dargestellt wird.



Gruss Kurt

Nachtrag:
Was du beschrieben hast ist Sagnac, da wird der Frequenzunterschied ausgewertet.
Wenn ein MMI perfekt funktioniert dann zeigt es eine Frequenzdifferenz je nach Stellung der Arme.
Durch die gegenseitigen Beeinflussungen durch den Strahlteiler usw. gehen diese aber verloren.
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » Di 15. Mär 2011, 09:25

Kurt hat geschrieben:Was du beschrieben hast ist Sagnac, da wird der Frequenzunterschied ausgewertet.


Nein, auch im Sagnac-Effekt wird die Phasenverschiebung ausgewertet. Frequenzunterschiede treten nicht auf.

Kurt hat geschrieben:Wenn ein MMI perfekt funktioniert dann zeigt es eine Frequenzdifferenz je nach Stellung der Arme.


Nein, auch hier gibt es keinen Frequenzunterschied, aber eine Verschiebung der Phasenlage wird erwartet.
Ansonsten ist richtig, was Du schreibst. Highway verwechselt die im MMI benutzte Interferenz (und natürlich tritt sie bei gleichbleibender Frequenz mit Phasenverschiebung auch auf) mit der sogenannten Beat-Frequenz, wie sie auftritt, wenn Frequenzen sich geringfügig voneinander unterscheiden. Sein letztes Bild zeigt diese Beat-Frequenz. Und das ist genau jene Frequenz, nach welcher in den modernen MM-Versuchen gefahndet wird. Das bedeutet, dass man in den modernen MM-Versuchen tatsächlich nach einer Veränderung der Frequenz sucht und nicht nach einer Phasenverschiebung innerhalb unveränderter Frequenzen. Diese Beat-Frequenz kann aber gar nicht auftreten, weil auch in den modernen MM-Versuchen die Frequenz selbst konstant bleibt. Dieser experimentelle Ansatz in den modernen Versuchen mit Resonatoren ist also von vornherein sinnlos.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Di 15. Mär 2011, 09:47

Harald Maurer hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Was du beschrieben hast ist Sagnac, da wird der Frequenzunterschied ausgewertet.


Nein, auch im Sagnac-Effekt wird die Phasenverschiebung ausgewertet. Frequenzunterschiede treten nicht auf.

Kurt hat geschrieben:Wenn ein MMI perfekt funktioniert dann zeigt es eine Frequenzdifferenz je nach Stellung der Arme.


Nein, auch hier gibt es keinen Frequenzunterschied, aber eine Verschiebung der Phasenlage wird erwartet.
Ansonsten ist richtig, was Du schreibst. Highway verwechselt die im MMI benutzte Interferenz (und natürlich tritt sie bei gleichbleibender Frequenz mit Phasenverschiebung auch auf) mit der sogenannten Beat-Frequenz, wie sie auftritt, wenn Frequenzen sich geringfügig voneinander unterscheiden. Sein letztes Bild zeigt diese Beat-Frequenz. Und das ist genau jene Frequenz, nach welcher in den modernen MM-Versuchen gefahndet wird. Das bedeutet, dass man in den modernen MM-Versuchen tatsächlich nach einer Veränderung der Frequenz sucht und nicht nach einer Phasenverschiebung innerhalb unveränderter Frequenzen. Diese Beat-Frequenz kann aber gar nicht auftreten, weil auch in den modernen MM-Versuchen die Frequenz selbst konstant bleibt. Dieser experimentelle Ansatz in den modernen Versuchen mit Resonatoren ist also von vornherein sinnlos.


Harald, wenn MM 100% funktioniert dann tritt eine Beatfrequenz auf, müsste auftreten.
Und zwar dann wenn ein Arm weiter vom Äquator weg ist als der andere und die Lichtrichtung in O/W Richtung heht.
Jedoch sollte nicht der gleiche Lichtweg rückwärts benutzt werden, denn das kompensiert ev. wieder.

Die Suche nach einem Ätherwind ist sinnlos weil es den auf der Erdoberfläche nicht gibt.
Nur die Differenz der Anpassung des Lichtbezuges an die Masse der Erde ist vorhandem und vielleicht auch messbar.

Ein mit einem MMI ausgerüsteter SAT kann einen Ätherwind messen, und zwar seine Geschwindigkeit gegen den Lichtbezug .
Denn seine Masse dürfte nicht ausreichen um selber einen Bezug zu erzwingen.


Gruss Kurt
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Di 15. Mär 2011, 12:06

Harald Maurer hat geschrieben:Sein letztes Bild zeigt diese Beat-Frequenz. Und das ist genau jene Frequenz, nach welcher in den modernen MM-Versuchen gefahndet wird. Das bedeutet, dass man in den modernen MM-Versuchen tatsächlich nach einer Veränderung der Frequenz sucht und nicht nach einer Phasenverschiebung innerhalb unveränderter Frequenzen. Diese Beat-Frequenz kann aber gar nicht auftreten, weil auch in den modernen MM-Versuchen die Frequenz selbst konstant bleibt. Dieser experimentelle Ansatz in den modernen Versuchen mit Resonatoren ist also von vornherein sinnlos.

Harald, das ist einfach nicht richtig. Ich vermute deshalb, daß Du die Wirkungsweise der modernen Experimente verkennst.

Nochmal in Kurzfassung:
Die Resonatoren besitzen eine Resonanzfrequenz für Licht einer bestimmten Wellenlänge, wobei die Laufstrecke (hin/rück) im Resonator ein ganzzahliges Vielfaches dieser Wellenlänge ist. Ein Ätherwind führt dazu, daß die im Resonator vorhandenen Wellenlängen nicht mehr ganzzahlig sind. Der Resonator beeinflußt den freilaufenden Laseroszillator nun so, daß wieder eine ganzzahlige Wellenzahl in die Laufstrecke paßt und wieder Resonanz herrscht. Dazu zwingt der Resonator den Laseroszillator, seine Oszillator-Frequenz zu ändern.
Da der Einfluß des Ätherwindes auf die Anzahl der Wellenlängen in den beiden Resonatoren in beiden Richtungen unterschiedlich ist, ist die Frequenzverstimmung der beiden Laser-Oszillatoren leicht unterschiedlich. Diese Frequenzdifferenz der beiden Laseroszillatoren ergibt die gesuchte Beatfrequenz.

Daß das praktisch bestens funktioniert, zeigen ja die verlinkten Messungen. Ob die gemessenen kleinen Beatfrequenzen systematischer Art sind, ist für die Bestätigung der Funktion des Meßsystems unbeachtlich.

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » Di 15. Mär 2011, 12:45

Ernst hat geschrieben:Die Resonatoren besitzen eine Resonanzfrequenz für Licht einer bestimmten Wellenlänge, wobei die Laufstrecke (hin/rück) im Resonator ein ganzzahliges Vielfaches dieser Wellenlänge ist.

Richtig.

Ernst hat geschrieben:Ein Ätherwind führt dazu, daß die im Resonator vorhandenen Wellenlängen nicht mehr ganzzahlig sind.


Es ergibt sich aufgrund der Geschwindigkeitsänderung und der proportional dazu erfolgten Wellenlängenänderung eine geringe Phasenverschiebung im Resonator, die nach wie vor eine stehende Welle erzeugt, welche nach dem Superpositionsprinzip an der Frequenz der ausgekoppelten Wellen nichts ändert! D.h. der Resonator gibt keine veränderte Frequenz weiter, sondern was sich ändert, ist die Intensität - die wird aber nicht gemessen und wird auch kaum messbar sein wegen der zu geringen Werte. Da aus dem Resonator die eingestrahlte Frequenz unverändert herauskommt, ist er auch nicht in der Lage, den Laseroszillator dazu zu zwingen, seine Frequenz zu ändern!
Du übersiehst einfach, dass sich bei Ätherwind im Resonator schlicht und einfach die (von dir negierten) Dopplereffekte ergeben, die sich jeweils exakt kompensieren. Obwohl du richtigerweise aussagst, dass sich im MMI die Frequenz konstant verhält, behauptest Du hier nun das Gegenteil. Denn es müsste ja aus dem Resonator eine veränderte Frequenz zurückkommen, um den Laseroszillator beeinflussen zu können. Dabei berücksichtigst du nicht, dass jeder Oszillator nichts anderes darstellt als einen Arm des MMI, nur dass das Licht unzählige Male öfter hin- und hergespiegelt wird. Dadurch kann sich nach dem Superpositionsprinzip hier ebenso wenig eine Frequenz ändern wie in einem Arm des MMI. Die sich wegen der geringen Phasenverschiebung nach wie vor bildende stehende Welle verändert sich kaum und die Eigenfrequenz des Resonators bleibt gleich, bloß die Intensität wird geringer, d.h. die Amplituden werden kleiner - die werden aber nicht verglichen, sondern die Frequenzen. Und das ist von vornherein völlig sinnlos!

Ich würde mir ja wünschen, du würdest jene Experimente, welche die Emissionsthesen widerlegen, mit ebensolcher Hartnäckigkeit verteidigen wie jene, die den Äther zu widerlegen hoffen. Ich denke, dass die EXperimente von Alvaeger et al ebenso hinterfragbar sind wie alle diese MM-Versuche - aber Da wirst du wohl auch ganz anderer Meinung sein ;)

Grüße
Harald Maurer

Hier gibt's noch mehr Futter für Deine Skepsis:
http://www.mahag.com/srt/michel2.php
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Di 15. Mär 2011, 12:55

Trigemina hat geschrieben:Und wie erklärst Du Dir den Widerspruch zur Abdrift?

Variierte Bilder beider Situationen:

Schwimmer:
--------------- C------ D------
................!.\
sqr(c²-v²)....!...\c
................!....\αI
----------------A--->\I B------
...............--> v

Schwimmer startet bei t=0 vom Punkt A schräge gegen die Strömung. Bei t=0 liegen die Wasserfixpunkte D bei C und B bei A. Die Wasserpunkte D und B wandern mit der Strömung nach t=t1 in die eingezeichnete Position. Schwimmer erreicht bei t=t1 dann sein Ziel C. Er ist also im Wassersystem die Strecke B-C mit c geschwimmen. Im Ufersystem ist er die Strecke A-C geschwommen.
Folglich α = arcsin(v/c)

Abdriftendes Flugzeug:
-----------------C-------D------
......................./.!
.................Iα./...! c
.................I./.....!
-----------------A--->-- B------
.................--> v

Flugzeig startet bei t=0 von A senkrecht zum Wind. Bei t=0 liegen die Luftfixpunkte D bei C und B bei A. Nach t=t1 wehten B und D in die eingezeichneten Positionen. Das Flugzeug flog mit c senkrecht zum Wind und landet bei D, hat damit sein Ziel verfehlt.
Folglich α = arctan(v/c)

Gruß
Ernst
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