Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Mi 2. Mär 2011, 00:13

Highway hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Stell dir einen Apfel vor, dessen gekrümmte Oberfläche.


Dat is doch wohl Quark -oder? Denk nochmal nach. ;-)


Wenn dir der Apfel zu wurmig ist dann nimm die zweite Hälfte des Beitrags.
Nimm die ebene Fläche und die gekrummelten, abgelenkten Lichtstrahl(en).

Gruss Kurt
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Mi 2. Mär 2011, 00:30

Highway hat geschrieben:]
Kurt hat geschrieben:Stell dir einen Apfel vor, dessen gekrümmte Oberfläche.


Dat is doch wohl Quark -oder? Denk nochmal nach. ;-)


Wenn dir der Apfel zu wurmig ist dann nimm die zweite Hälfte des Beitrags.
Nimm die ebene Fläche und die gekrummelten, abgelenkten Lichtstrahl(en).

Highway hat geschrieben:Kurt, das paßt nicht. In beiden Fällen nicht.


Noch nicht?
Dann nimm einmal zwei Spalte und einmal zwei Löcher.
Dann hast du einmal gerade Streifen, einmal Ringe.

Highway hat geschrieben:Mit dem gleichen Argument wie du beim MMI einen Unterschied zwischen sich transversal und longitudinal ausbreitenden Wellen moniert möchtest, müßte man dann auch die kreisförmige Interferenz ablehnen - ist doch logisch.

Gelle?


Gelle was?

Es gibt keinen Unterschied zwischen sich longitudinal und transversal ausbreitenden Lichtwellen.
Weil es nur longitudinal bei Licht gibt.

Kreisförmige Interferenz gibt es weil die das Muster bildendenen longitudinalen Ereignisse aus einem (zwei) rundem "Loch" kommen.
Somit die Wege die gleich lang sind kreisförmig angeordnet sind, kreisförmig auf der Leuchtfläche auftreffen.


Gruss Kurt
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Mi 2. Mär 2011, 12:34

Highway hat geschrieben: Was ich auch noch nicht so recht verstehe ist das kreisförmige Muster an sich. Weil bisher dachte ich immer wir reden von einem dt was in einer Ausbreitungsrichtung wirksam wird und nicht kugelförmig

Du hast doch das folgende schöne Bild eingestellt.

Bild

Nun stell Dir die Situation räumlich vor. Das ganze wird doch dann eine Kugel. Und nun sei die rechte Bildkante eine Ebene, welche senkrecht in das Bild hineinragt. Das ist die Bildebene, auf welcher die Kreise sichtbar werden.

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » Sa 5. Mär 2011, 19:58

Highway hat geschrieben:Da wird nichts sichtbar, weil wenn die Wellen geteilt werden, Gleichzeitigkeit vorliegt, nach dem Eintreffen zwangsweise aber auch, weil nach Doppler die gleiche Frequenz vorliegt.


Gleiche Frequenz schon - aber um die Laufzeiten zeitverschoben!

Der Zeitversatz wird aber am Umlenker kompensiert - wie ich beschrieben habe. Die Laufzeiten der beiden Arme unterscheiden sich genau um den Lorentzfaktor. Dieser ist sogar kleiner als der Kompensationsfaktor cos(v/c) !

Grüße
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » Sa 5. Mär 2011, 20:32

Highway hat geschrieben:Die größte Verschiebung müßte sich dann in x-Richtung ergeben (also oben angeführtes Bild angenommen). Dem ist aber nicht so. In der Richtung bleibt als durchschnittliche Geschwindigkeit c.


Obiges Bild ist insofern nicht zutreffend, als dass die beiden Punktquellen neben einander liegen. Im MMI wird die zweite Punktquelle hinter die Originalquelle eingespiegelt.
im_entstehung.JPG
im_entstehung.JPG (12.54 KiB) 3025-mal betrachtet

Deshalb besteht das Interferenzmuster aus Kreisen, die nicht unterbrochen sind, wie im neben einander liegenden Fall.
Die Durchschnittsgeschwindigkeit im in Bewegungsrichtung liegenden Arm ist außerdem nicht c, sondern etwa 299999,997 km/s (bei c=300000 km/s). Die Durchschnittsgeschwindigkeit im senkrecht dazu stehenden Arm ergibt sich aus sqrt(c²-v²) = gerundet 299999,9985 km/s. Deshalb der Laufzeitunterschied.

Grüße
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon galactic32 » Sa 5. Mär 2011, 20:53

Harald Maurer hat geschrieben:Die Durchschnittsgeschwindigkeit im in Bewegungsrichtung liegenden Arm ist außerdem nicht c, sondern etwa 299999,997 km/s (bei c=300000 km/s).
Und soll sich aus was ergeben?
Klingt so mehr nach experimenteller Theorie als nach praktischen Meßergebnissen.

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » Sa 5. Mär 2011, 21:05

galactic32> hat geschrieben:Und soll sich aus was ergeben?


Aus c=300000 km/s in Bezug zum Äther und Bewegung des MMI durch den Äther mit 30 km/s. Die Laufzeitdifferenz kann aber nur dann interferometrisch gemessen werden, wenn beide Strahlen am gleichen Raumpunkt interferieren. Das ist aber im MMI nicht der Fall, weil die für die Interferenz maßgeblichen Strahlbereiche von unterschiedlichen Raumpunkten aus zum Detektor laufen. Das verschiebt den Abstand der virtuellen Punktquelle zur originalen in jeder Lage des MMI um den Zeitversatz, den man eigentlich messen will. Ergebnis = Null.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Sa 5. Mär 2011, 21:18

Highway hat geschrieben: Die größte Verschiebung müßte sich dann in x-Richtung ergeben (also oben angeführtes Bild angenommen). Dem ist aber nicht so. In der Richtung bleibt als durchschnittliche Geschwindigkeit c.

Nee. Wie nur kommst Du wieder darauf? Die Rechnungen wurden hier zigmal reingestellt.

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Sa 5. Mär 2011, 22:15

Highway hat geschrieben: Zeitliche Unterschiede in den Laufzeiten führen also dann zu einem Interferenzmuster mit konzentrischen Kreisen. Richtig? Nur um das Problem mal ein wenig einzukreisen.

Richtig. So wie Harald das gerade gezeigt hat und wie ich es Dir vorher identisch mit dem Kugelschnitt in Deinem Bild erklärt habe. Und wie es in den von mir verlinkten Videos in Natura zu sehen ist.
Harald ist da offenbar von seiner (und deiner) ehemaligen Auffassung abgerückt, daß wegen des Reflexionsmechanismus grundsätzlich Laufzeitdifferenzen keine Phasendifferenzen ergeben.

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Sa 5. Mär 2011, 22:49

Harald Maurer hat geschrieben:Aus c=300000 km/s in Bezug zum Äther und Bewegung des MMI durch den Äther mit 30 km/s. Die Laufzeitdifferenz kann aber nur dann interferometrisch gemessen werden, wenn beide Strahlen am gleichen Raumpunkt interferieren. Das ist aber im MMI nicht der Fall, weil die für die Interferenz maßgeblichen Strahlbereiche von unterschiedlichen Raumpunkten aus zum Detektor laufen. Das verschiebt den Abstand der virtuellen Punktquelle zur originalen in jeder Lage des MMI um den Zeitversatz, den man eigentlich messen will. Ergebnis = Null.

Der Mittelstrahl des einen Kugelsektors trifft sehr wohl mit dem Mittelstrahl des anderen Kugelsektors an einem gemeinsamen Punkt zusammen. Beschränkte man sich auf diesen einen Strahl, so gäbe es gar keinen Effekt der schrägen Wellenfront. Technisch ist das heute annähernd mit scharf gebündelten Lasern darstellbar, wobei man auch ohne Reflexionsstrecken auskommt.
Ergebnis Null bzw. delta_c/c<10exp-15.

http://www.physik.hu-berlin.de/qom/lehre/modernephysik_2010_01_20.pdf

Gruß
Ernst
Zuletzt geändert von Ernst am Sa 5. Mär 2011, 23:01, insgesamt 2-mal geändert.
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