Die folgende Animation zeigt ein paar 2D-`Körper' in eindimensionaler Bewegung, wobei ein sehr bemerkenswerter Effekt auftritt, den sich genau anzuschauen lohnt.

Oben vier gleiche Rechtecke, die einander auf dem Fuße folgen. Unten ein Rechteck, kongruent zur Vereinigung der Rechtecke oben. Die Körper bewegen sich zunächst mit konstanter Geschwindigkeit. Wenn der Mittelpunkt bei x = 0 ist, bremsen sie und die Geschwindigkeit nimmt linear bis auf 0 ab. Dazu zum Vergleich je ein weiteres blaues Rechteck, das die konstante Geschwindigkeit beibehält.
Die einsteinische Darstellung in E entspricht der galileischen Darstellung in G im Sinne der Born-Starrheit. Beim Bremsen werden die Körper länger und länger, bis bei v = 0 ihre Ruhegeometrie wiederhergestellt ist. Dabei ist folgender Effekt beachtenswert: Wie beim unteren Körper angezeigt nimmt trotz Bremsung des Körpers die Geschwindigkeit der Vorderkante des Körpers zunächst zu. Sie wächst von 0,75c auf über 0,90c bevor sie dann auf 0 zurückgeht. Das hängt damit zusammen, dass der Körper nicht nur bremst, sondern auch länger wird.
E' ist gegenüber E mit 0,75c bewegt. Dort ruhen die Körper zunächst, während sie in E gleichförmig bewegt sind. Der o.g. Effekt zeigt sich hier so: Bevor die Körper aus der Ruhe in Bewegung übergehen und entsprechend ihrer Geschwindigkeit verkürzt werden, werden sie ersteinmal länger, wie an der rechten Kante zu sehen, die sich zunächst in x'-Richtung bewegt, bevor der ganze Körper dann in negative x'-Richtung Fahrt aufnimmt.
Der gesamte Vorgang des Fahrt Aufnehmens geschieht sukzessive von rechts nach links. Das haben wir bereits beim Vergleich von Luftballon und Lichtsphäre gesehen, wo der Luftballon sukzessive von rechts nach links die Ellipsenform annimmt.
Bemerkenswert ist der hier vorgestellte Effekt, weil die Länge des Körpers größer wird als seine Ruhelänge.Gruß
Faber