Stimmt_das?

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Re: Stimmt_das?

Beitragvon Frau Holle » Do 25. Jun 2026, 18:26

Rudi Knoth hat geschrieben:
hmpf hat geschrieben:Dann haben Sie die ganze Feynman-Theologie nicht verstanden.
Diese behauptet, dass es gar keinen Magnetismus gäbe

Das ist ja interessant. [...] Aber es ist wohl seine Berühmtheit, weshalb es an diesen Thesen kaum Kritik gibt.

Nein, es ist die simple Tatsache, dass Feynman diesen Blödsinn gar nicht behauptet hat. Du nimmst dem hmpf wohl jeden pauschal dahin geseierten Quatsch ab, Rudi. :roll:

Elektrizität und Magnetismus sind zwei Seiten einer Medaille, genannt Elektromagnetismus. Als studierter Physiker solltest du das eigentlich wissen. Ohne elektrische Ladung gibt es allerdings keinen Magnetismus. Insofern ist Elektrizität fundamentaler als Magnetismus.
 
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Re: Stimmt_das?

Beitragvon hmpf » Do 25. Jun 2026, 18:41

Frau Holle hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:
hmpf hat geschrieben:Dann haben Sie die ganze Feynman-Theologie nicht verstanden.
Diese behauptet, dass es gar keinen Magnetismus gäbe

Das ist ja interessant. [...] Aber es ist wohl seine Berühmtheit, weshalb es an diesen Thesen kaum Kritik gibt.

Nein, es ist die simple Tatsache, dass Feynman diesen Blödsinn gar nicht behauptet hat. Du nimmst dem hmpf wohl jeden pauschal dahin geseierten Quatsch ab, ...

Nicht nur Feynman behauptet diesen leicht zu widerlegenden Schwachsinn.
Siehe: „Feynman Lectures, Band II, Elektromagnetismus, Kap. 13-1“.
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Re: Stimmt_das?

Beitragvon Rudi Knoth » Do 25. Jun 2026, 19:36

Zu Feynman und der These mit der Längenkontraktion. Dieses ist in der Tat in seinem Skript so beschrieben. Allerdings frage ich mich wirklich, warum dieses Thema nicht mit der klassischen Betrachtung bei den stromdurchflossenen Leitern gemacht wurde. Oder mit der Transformation des Magnetfeldes des einen Leiters in das Ruhesystem der Ladungen. Denn dann hat man das E-Feld, das in Richtung des stromdurchflossenen Leiters wirkt.

Gruß
Rudi Knoth
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Re: Stimmt_das?

Beitragvon hmpf » Do 25. Jun 2026, 19:47

Rudi Knoth hat geschrieben:... Denn dann hat man das E-Feld, das in Richtung des stromdurchflossenen Leiters wirkt.

Aber eben abstoßend im Gegensatz zur messbaren Realität.
hmpf
 
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Re: Stimmt_das?

Beitragvon Rudi Knoth » Do 25. Jun 2026, 19:52

hmpf hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:... Denn dann hat man das E-Feld, das in Richtung des stromdurchflossenen Leiters wirkt.

Aber eben abstoßend im Gegensatz zur messbaren Realität.


Ich denke eher in Richtung des anderen Leiters anziehend. Denn nach dem Skript meiner alten UNI steht folgendes:

UNI Frankfurt hat geschrieben:Bei der Transformation treten plötzlich elektrische Feldkom-
ponenten auf! Das darf aber nicht zu der Annahme verführen, die Lorentz-Kraft erwachse rein aus der Transformation des Magnetfeldes in das Bezugssystem eines beweg-
ten Teilchens. Wie man sich mit Hilfe von (19.26) leicht überzeugt, gilt diese Aussage nur
in niedrigster Ordnung in v/c.


Gruß
Rudi Knoth
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Re: Stimmt_das?

Beitragvon hmpf » Do 25. Jun 2026, 20:13

Rudi Knoth hat geschrieben:
hmpf hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:... Denn dann hat man das E-Feld, das in Richtung des stromdurchflossenen Leiters wirkt.

Aber eben abstoßend im Gegensatz zur messbaren Realität.

Ich denke eher in Richtung des anderen Leiters anziehend. ...

Die Längenkontraktion ist unabhängig von der Richtung der Elektronenbewegung.
Somit Laden sich die Leiter negativ auf und würden sich abstoßen.
Somit sind Feynman und Co. durch die Realität widerlegt.
hmpf
 
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Re: Stimmt_das?

Beitragvon Rudi Knoth » Do 25. Jun 2026, 20:25

hmpf hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:
hmpf hat geschrieben:Aber eben abstoßend im Gegensatz zur messbaren Realität.

Ich denke eher in Richtung des anderen Leiters anziehend. ...

Die Längenkontraktion ist unabhängig von der Richtung der Elektronenbewegung.
Somit Laden sich die Leiter negativ auf und würden sich abstoßen.
Somit sind Feynman und Co. durch die Realität widerlegt.


Was wollen Sie hier denn mit der Längenkontraktion? In diesem Skript wird die Transformation der elektrischen und magnetischen Felder zwischen zwei zueinander bewegten Bezugssystemen beschrieben. Die Längenkontraktion spielt da keine Rolle.

Gruß
Rudi Knoth
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Re: Stimmt_das?

Beitragvon hmpf » Do 25. Jun 2026, 21:29

Rudi Knoth hat geschrieben:... Was wollen Sie hier denn mit der Längenkontraktion? In diesem Skript wird die Transformation der elektrischen und magnetischen Felder zwischen zwei zueinander bewegten Bezugssystemen beschrieben. Die Längenkontraktion spielt da keine Rolle.

Es ging hier um die Behauptung von Feynman, 2 Leiter würden sich nicht wegen des Magnetismus,
sondern nur wegen der relativistischen Erhöhung der Ladungsträgerkonzentration „anziehen“.
Mir wurde mitgeteilt, dass er das in Kapitel 13.1 behauptet hätte.
Meine Exemplare von „Feynman Lectures“ hatte ich zuletzt vor ca. 40 Jahren geöffnet.
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Re: Stimmt_das?

Beitragvon Rudi Knoth » Do 25. Jun 2026, 23:17

hmpf hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:... Was wollen Sie hier denn mit der Längenkontraktion? In diesem Skript wird die Transformation der elektrischen und magnetischen Felder zwischen zwei zueinander bewegten Bezugssystemen beschrieben. Die Längenkontraktion spielt da keine Rolle.

Es ging hier um die Behauptung von Feynman, 2 Leiter würden sich nicht wegen des Magnetismus,
sondern nur wegen der relativistischen Erhöhung der Ladungsträgerkonzentration „anziehen“.
Mir wurde mitgeteilt, dass er das in Kapitel 13.1 behauptet hätte.
Meine Exemplare von „Feynman Lectures“ hatte ich zuletzt vor ca. 40 Jahren geöffnet.


Nun da gibt es wohl unterschiedliche Sichtweisen. Feynman übernimmt nach diesem Text die Idee einer parallel zum Strom in der Leitung mit derselben Geschwindigkeit wie die Elektronen der Leitung bewegten Probeladung. Aber dieser Ansatz hat vor allem das Problem, daß dieser Ansatz für diesen Fall in beiden Bezugssystemen dasselbe Ergebnis liefert, aber im Falle eines Drahtes anstelle der Probeladung nicht so schön symmetrisch ist. Auch wird bei dieser Konstruktion nicht bedacht, daß in beiden Leitern unterschiedliche Stromstärken möglich sind. Und auf jeden Fall braucht man eine Lösung mit einem Ergebnis, daß proportional dem Produkt der beiden Ströme ist.

Gruß
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Re: Stimmt_das?

Beitragvon hmpf » Do 25. Jun 2026, 23:41

Rudi Knoth hat geschrieben:
hmpf hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:... Was wollen Sie hier denn mit der Längenkontraktion? In diesem Skript wird die Transformation der elektrischen und magnetischen Felder zwischen zwei zueinander bewegten Bezugssystemen beschrieben. Die Längenkontraktion spielt da keine Rolle.

Es ging hier um die Behauptung von Feynman, 2 Leiter würden sich nicht wegen des Magnetismus,
sondern nur wegen der relativistischen Erhöhung der Ladungsträgerkonzentration „anziehen“.
Mir wurde mitgeteilt, dass er das in Kapitel 13.1 behauptet hätte.
Meine Exemplare von „Feynman Lectures“ hatte ich zuletzt vor ca. 40 Jahren geöffnet.


Nun da gibt es wohl unterschiedliche Sichtweisen. Feynman übernimmt nach diesem Text die Idee einer parallel zum Strom in der Leitung mit derselben Geschwindigkeit wie die Elektronen der Leitung bewegten Probeladung. Aber dieser Ansatz hat vor allem das Problem, daß dieser Ansatz für diesen Fall in beiden Bezugssystemen dasselbe Ergebnis liefert, aber im Falle eines Drahtes anstelle der Probeladung nicht so schön symmetrisch ist. Auch wird bei dieser Konstruktion nicht bedacht, daß in beiden Leitern unterschiedliche Stromstärken möglich sind. Und auf jeden Fall braucht man eine Lösung mit einem Ergebnis, daß proportional dem Produkt der beiden Ströme ist.

Die Längenkontraktion gem. Gleichung 13.22 führt bei 2 Drähten mit gleicher Stromrichtung zu einer Abstoßung.
In der Realität ziehen sich die Drähte jedoch an.
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