Harald Maurer hat geschrieben: Die Animation zeigt den Phasensprung um 180° (lambda/2). Deshalb ist im folgenden Text auch vom Phasensprung die Rede.
Es gibt da keinen plötzlichen "Phasensprung" (welcher sich bei Dir zudem dauernd ändert) , wie Du es darstellst, sondern einen kontinuierlichen Phasenwechsel um 180°, wie es in der unteren Animation dargestellt ist. (Highway soll mal auch seine Augen aufmachen).
Auch dein gleichphasiger Zustand, wie er zum Zeitpunkt des Endes der Animation vorliegt, ist folglich unmöglich. Da wäre ja die Phasenschiebung am Reflektor Null.


Ernst hat geschrieben:
2. Ist im Ätherwind die Wellenlänge der einlaufenden Welle anders als diejenige der reflektierten Welle.
Kann ja nicht sein. Das wäre ja ein Doppler-Effekt. Und den gibt's ja nicht, wie Du stets beteuerst.
Du verwechselst nach wie vor Wellenlängenänderung mit Dopplereffekt. Im Gerätesystem treten Änderungen der Wellenlänge ein, aber an keiner Stelle ein Dopplereffekt. Dopplereffekt heißt
Frequenzänderung.
Transversal sind die Wellen verkürzt. Da sie gleichzeitig langsamer sind, bleibt die Frequenz gleich, ohne dass eine Kompensation der Wellenlängen selbst erfolgt. Die transversalen, verkürzten Wellen und die longitudinalen, die gedehnt und schneller vom Spiegel des waagrechten Arms kommen, können einander durchdringen (besser gesagt am Strahlteiler durchkreuzen) , ohne ihre Phasenlagen zu verschieben.
"Longitudinal", in Strömungsrichtung, ist die Wellenlänge der rücklaufenden Welle kleiner als die hinlaufende. Wenn sie zurückkommt, läuft sie mit dieser kürzeren Wellenlänge mit einer bestimmten Phase am Teiler ein. Bei der "transversalen" Reflexion bleibt die (gegenüber ruhenden Äther verkürzte) Wellenlänge gleich. Sie erreicht den Teiler mit dieser Wellenlänge (welche anders ist als die der longitudinalen) mit einer anderen bestimmten Phasenlage.
Am Teiler werden die beiden Wellen in eine gemeinsame Richtug gelenkt. Sie laufen nun in der Strrömung identisch und haben daher nun eine gleiche Wellenlänge. Da die beiden Wellen aber mit unterschiedlicher Phase am Teiler einliefen, besitzen sie nun nach der Umlenkung eine Phasendifferenz. Die sagt nichts aus. Aber der Phasenwechsel bei der Drehung enthält die Information ; aber das hatten wir ja schon mehrmals.
Es ist aber aus diesem Grunde auch müßig, über die Phasenlage der einlaufenden Wellen zu sinnieren. Der Versuchsalgorithmus beinhaltet die Verschiebung der Phasen bei Drehung der Versuchsanordnung. Das ist der Schlüssel zum Verständnis des MM.
Noch zwei Fragen zum Jupiter:
1. Ist es richtig, daß sich die beiden Positionen Deiner "markierten Wellen" auf dem Oszilloskop gegeneinander verschieben, wenn Du Deine Meßbasis incl. aller Gerätschaften um 180° drehen würdest?
2. Ist es richtig, daß sich diese Wellen auch verschieben würden, wenn Du ihre Markierung entfernst?
Gruß
Ernst