Rudi Knoth hat geschrieben:Mal ein anderes Beispiel aus einem Physikbuch von R.W.Pohl. Da gibt es das Bild eines Metallstückes an einem schnell rotierenden Schleifstein. Es fliegen dann Funken vom Schleifstein weg. Wenn man gegenüber dem Metallstück ruht, dann wirkt auf die glühenden Metallstückchen keine Kraft, weil sie sich geradlinig bewegen. Für einen Beobachter der sich mit dem Schleifstein dreht, also in dem rotierenden Bezugssystem, werden die Metallstückchen nach Aussen beschleunigt. Auch bewegen sie sich dann nicht geradlinig, sondern in einer gekrümmten Bahn. Also es wirken in diesem Bezugssystem mehrere Kräfte. Die Zentrifugalkraft und die Corioliskraft.
Und noch zu deinem Beispiel zu bleiben:
In meinem Bezugssystem, in dem ich ruhe, wird der Stein durch die Zentripetalkraft nach Innen gezogen, womit er sich auf einer Kreisbahn bewegt. Für eine Fliege auf dem Stein wirkt auf die Fliege eine Kraft, die sie nach Aussen zieht. Dies ist dann die Zentrifugalkraft.
Auf die glühenden Metallstückcken wirken keine Kräfte, sie fliegen ja auch geradeaus.
Daran ändert sich auch nichts wenn man sie aus einem anderen System betrachtet.
Auf den Experten auf dem Schleifstein wirken Zentrifugalkraft und Zentripetalkraft und daran ändert sich auch nichts wenn diesen Experten jemand aus einem anderen System betrachtet.
Der sich drehende Stein und die Fliege darauf werden durch eine Schnur, oder was auch immer, daran gehindert geradeaus zu fliegen. Das ist die Zentripetalkraft.
Die Reaktion darauf ist die Massenträgheitskraft des Steins, also die Zetrifugalkraft.
So hat dies Newton erkannt und so ist das auch. Es gibt keinen Grund dass andere Kräfte entstehen sollten nur weil man ein Objekt aus einem anderen System beobachtet.