Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon galactic32 » Di 8. Feb 2011, 20:49

Kurt hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Man könnte es vielleicht per Analogie mit einem Boot vergleichen, der in einem Fluß mit derselbe Motorkraft hin-und zurück fährt. Durch Messung der Gesamtdauer der Hin-und Rückreise kann man nicht feststellen, dass er flußabwärts schneller war als flußaufwärts. Auch wenn man Messungen gleich hintereinander wiederholt, wird man dasselbe Ergebnis erhalten, weil immer die gleiche Kompensation der Geschwindigkeit des Stromes abwärts/aufwärts stattfindet.
überleg dir das mal in aller Ruhe, und sei dir versichert dass das nicht so ist.
Passt schon, wie es Jocelyne beschreibt.
Abgesehen: aus gewissen Perspectiven (Beobachtungs"positionen") ist man immer Flußabwärts schneller.

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Di 8. Feb 2011, 20:51

Ich hab dir ein falsches Beispiel gesetzt, lies nochmal nach.

Gruss Kurt
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 8. Feb 2011, 20:56

Kurt hat geschrieben:Ich hab dir ein falsches Beispiel gesetzt, lies nochmal nach.


Habe ich nochmal gelesen, aber hmm... mir ist es eben nicht klar und ich verstehe eben immer noch nicht, was MM sich dabei gedacht haben und warum sie regelmäßige saisonale schwankungen gemessen haben... :(

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon galactic32 » Di 8. Feb 2011, 21:00

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Ich verstehe eben im Moment das Grundkonzept des Experiments bzw. die gemessenen 8 km/s Ätherwind nicht... :(
Wenn zuerst die 8Km/sec gemessen wurden, wußten die Leute noch nicht aus welcher Richtung der Wind kommt, zum Sternenhimmel.
Die Richtung zum Sternbild des Löwen war noch nicht bekannt.

MM mißt so, daß die Grundplatte parallel zur Erdoberfläche ist.Das Gerät läßt sich schlecht mal eben kippen.
Mit den Jahreszeiten ändern sich andere Windeinfluß-kombinationen zum MM-Gerät.
Wichtig ist wie das Gerät im Universum orientiert ist.

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Di 8. Feb 2011, 21:01

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Ich hab dir ein falsches Beispiel gesetzt, lies nochmal nach.


Habe ich nochmal gelesen, aber hmm... mir ist es eben nicht klar und ich verstehe eben immer noch nicht, was MM sich dabei gedacht haben und warum sie regelmäßige saisonale schwankungen gemessen haben... :(


Sie wollten messen wie sich die Erde im angenommenem Äther bewegt, wie schnell sie sich bewegt.
Da man von einem gewissem Ruhezustand/Bewegungszustand des Äthers ausging musste es Jahreszeitlich, auch Tageszeitlich, (Weg der Erde um die Sonne) zu Änderungen kommen .
Ob da regelmässige Schwankungen festgestellt wurden, naja Sicheres wird da wohl nicht vorhanden sein.
Schau mal bei Wiki, da ists beschrieben.

Gruss Kurt
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 8. Feb 2011, 21:06

galactic32 hat geschrieben:
MM mißt so, daß die Grundplatte parallel zur Erdoberfläche ist.Das Gerät läßt sich schlecht mal eben kippen.
Mit den Jahreszeiten ändern sich andere Windeinfluß-kombinationen zum MM-Gerät.
Wichtig ist wie das Gerät im Universum orientiert ist.

Ja eben, wegen Bewegung der Erde im Universum und Positionen zur Windrichtung muß sich wohl die "Windstärke" im Arm der Interferometer ändern: Der Wind ist zum Beispiel stärker, wenn er frontal weht, als halbseitlich oder seitlich, oder nicht?

Viele Grüße
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Faber » Di 8. Feb 2011, 21:11

Harald Maurer hat geschrieben:Und das Zeit-und Geschwindigkeitsgespenst verjagen ;)

Nein, das geht nicht. Und ich zeige Ihnen hier, warum:


Gegeben sei ein x,y-Koordinatensystem das in bezug auf den angenommenen Äther ruht. Die Lichtquelle ruhe zunächst im Ursprung und produziere eine ebene Welle, die sich in positive x-Richtung ausbreitet. Dann lautet die Wellengleichung:

g(x,t) = sin(2πf(t - x/c))

Diese Gleichung beschreibt eine ebene Welle, die sich in positive x-Richtung ausbreitet. Der Ausgang der Lichtquelle schwingt bei x = 0 gemäß g(0,t) = sin(2πft).

Nun bewege sich die Lichtquelle mit konstant v in x-Richtung. Dann ändert sich die Frequenz f der Welle gemäß f' = f c/(c - v). Wir haben dann also

g(x,t) = sin(2πf'(t - x/c))

Der Ausgang der Lichtquelle, die sich nun mit v bewegt, schwingt immer noch mit g(vt,t) = sin(2πft), denn es gilt:

2πf'(t - vt/c) = 2πft <=> 2πfc/(c - v) (t - vt/c) = 2πft <=> c/(c - v)(1 - v/c) = 1
<=> c (1 - v/c)/(c - v) = 1 <=> (c - v)/(c - v) = 1
<=> 1 = 1
q.e.d.


Der Abstand der Lichtquelle zum halbdurchlässigen Spiegel sei L. Die Weglänge L0, die das Licht von der Lichtquelle zum Spiegel zurücklegt, ist größer als L, da das gesamte Gerät mit v in x-Richtung bewegt ist. Es gilt L0 = L + vT0. Dabei ist T0 die Zeit, die das Licht dafür benötigt, den Weg zurückzulegen. Da sich das Licht im Äther mit c bewegt, haben wir L0 = cT0. Wir erhalten:

T0 = L / (c - v)
L0 = L c/(c - v)

Nun schauen wir, welchen Wert die Wellengleichung für dieses Paar T0 und L0 ausspuckt:

g(x,t) = sin(2πf'(t - x/c))
g(L0,T0) = sin(2πf'(T0 - L0/c))
g(L0,T0) = sin(2πf'(L / (c - v) - L / (c - v)))
g(L0,T0) = sin(0) = 0

Der Nulldurchgang der Sinuskurve, der zum Zeitpunkt t = 0 von der Lichtquelle bei x = 0 erzeugt wurde, kommt nach der Zeit T0 bei x = L0 an, wo sich just zu diesem Zeitpunkt der halbdurchlässige Spiegel befindet.

Das ist alles nicht überraschend. Zu bemerken ist aber, dass dieses Ergebnis völlig unabhängig davon ist, ob wir die Wellenfunktion mit dopplerverschobener Frequenz oder die Wellenfunktion ohne dopplerverschobener Frequenz verwenden. Die Berechnung von T0 und L0 hängt überhaupt nicht von f oder f' ab. Ist ja auch logisch, denn niemand erwartet, dass das Resultat des MM-Versuchs von der Farbe des Lichts abhänge.

Es ist richtig, dass bei angenommenem Äther wegen der Bewegung der Lichtquelle die Lichtsphären im Äther einen Dopplereffekt zeigen. Es ist auch richtig, dass im Bezugssystem des Empfängers, des Spiegels, der Effekt wieder aufgehoben ist. Das betrifft aber die Lichtlaufzeiten überhaupt nicht.

Sie sagen nun, die Lichtlaufzeiten spielten keine Rolle. Das ist aber nur halb wahr. Sie hätten nachzuweisen, dass der Unterschied der Lichtlaufzeiten garantiert unter allen Bedingungen bei jedem Drehwinkel ein Vielfaches von λ/c = 1/f sei. Dabei ist es gestattet f nach Lust und Laune frei zu wählen. Bei der Interferenzmessung kommen beide Wellen mit derselben Frequenz an.

Ich hatte die Laufzeitdifferenz allgemein ausgerechnet und das Ergebnis liefert für v > 0 eine kontinuierliche Veränderung mit dem Drehwinkel, so dass an ein Vielfaches von λ/c da nicht zu denken ist, welchen Wert λ/c auch haben mag.

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 8. Feb 2011, 21:21

Kurt hat geschrieben:
Ob da regelmässige Schwankungen festgestellt wurden, naja Sicheres wird da wohl nicht vorhanden sein.
Schau mal bei Wiki, da ists beschrieben.

Na ja bei Wiki schauen ist nicht zuverlässig: Wiki gehört in den Händen der Relativisten, und die Relativisten wollen keinen Ätherwind und bestehen auf ein Null-Ergebnis... ;)

G.O. Mueller schreibt zum Beispiel - und ich verlasse mich mehr auf G.O. Mueller als auf Wikipedia ;)

2) Das angebliche Null-Ergebnis hat es nicht gegeben: schon beim ersten Versuch 1881 mit einem erstmalig (!) entwickelten, also technisch noch völlig unausgereiften Instrument zeigen die geringen Schwankungen keine statistisch gleichmäßige Verteilung der Abweichungen, sondern eine klare Periodizität; bei der ersten Wiederholung 1887 mit dem technisch verbesserten Gerät in verbesserter Aufstellung wurden Laufzeitunterschiede gemessen, die eine Ätherdrift von etwa 8,8 km/sec ergaben. Die späteren Wiederholungen 1902, 1904 und 1905 ergaben Werte um 8,7 km/sec; 1921, 1924, 1925 und 1927 ergaben Werte zwischen 9,3 und 11,2 km/sec.

(3) Diese in den Quellen nachzulesenden Ergebnisse haben keine Grundfesten der Physik erschüttert, sondern sind durch die Verbreitung der Behauptung des "ewigen Nullergebnisses" nur verleugnet worden. Die Verleugnung behindert seither die Forschung.


Viele Grüße
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon galactic32 » Di 8. Feb 2011, 21:21

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Ja eben, wegen Bewegung der Erde im Universum und Positionen zur Windrichtung muß sich wohl die "Windstärke" im Arm der Interferometer ändern: Der Wind ist zum Beispiel stärker, wenn er frontal weht, als halbseitlich oder seitlich, oder nicht?
ist bzw. wirkt stärker, oder wirkt effectiv stärker.
Also so weit hab ich "es" auch so verstanden.

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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther

Beitragvon Ernst » Di 8. Feb 2011, 21:51

Faber hat geschrieben: Es ist richtig, dass bei angenommenem Äther wegen der Bewegung der Lichtquelle die Lichtsphären im Äther einen Dopplereffekt zeigen.

Es ist überhaupt nicht sinnvoll, irgendwie ins Bezugsystem Äther zu wechseln. Der gesamte Vorgang wird eindeutig aus dem System der Meßeinrichtung beschrieben. Und in diesem System tritt zu keiner Zeit und an keiner Stelle ein Dopplereffekt auf.

Gruß
Ernst
Zuletzt geändert von Ernst am Di 8. Feb 2011, 21:54, insgesamt 1-mal geändert.
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