Harald Maurer hat geschrieben:Ein etwas voreiliger Rückzug, nachdem Sie vom Laufzeitargument engesteckt wurden und damit gerechnet haben, obwohl ich ständig davon rede, dass diese Laufzeitendifferenzen unwesentlich sind und es auf die Phasenlagen ankommt.
Die Laufzeit ist das Kriterium.
Harald, wie ist das nur möglich, daß Du bei MM das Prinzip infrage stellst, welches Du bei Deinem Jupiter selbst angewendet hast?
Beim Jupiterexperiment wird ein charakteristisches Signal, d.h. markierter Wellenzug, gleichzeitig abgesendet. Auf den beiden Oszilloskopen vergleichst Du die Laufzeit dieser "markierten Welle" auf den beiden Wegen anhand deren Zeitversatz, d.h. Phasenlage.
Bei MM ist die gleichzeitige Aussendung ebenfalls gegeben. Wir markieren nun eine einzige Welle und betrachten ihre Laufzeit auf ihren beiden Wegen am Zieloszilloskop wieder anhand des Zeitversatzes. Das wäre genau Deine Methodik.
So; was passiert in Deinen Jupiteroszilloskopen, wenn Du die ganze Meßbasis um deren Mittelpunkt drehen würdest. Die auf Abstand dargestellten Charaktersignale nähern sich zunächst bis zur Drehung auf 90° (senkrechte Ausrichtung zum Ätherwind; da sind die Signale deckungsgleich) und bei weiterer Drehung der Meßbasis laufen sie wieder auseinander. Die Signale verschieben sich zueinander; sie verändern ihre Phasenlage.
Du mußtest das nicht tun, denn Du hattest ja die Charaktersignale. Würde allerdings der Jupiter dauernd Sinuswellen senden, hättest Du so handeln können/müssen. Denn die Verschiebung betrifft ja nicht nur die markierte Welle, sondern alle Wellen.
MM muß die Drehung ausführen, da ja nur gleichartige Sinussignale verfügbar sind. Ob man deren Phasenschiebung mittels Oszilloskop oder Interferometer mißt, ist prinzipiell schnurz. So schnelle Oszis gibt es aber nicht, weshalb der Einsatz eines Interferometers eine geniale Idee war.
Wenn zwei das gleiche tun; ist es dann nicht das gleiche?
Gruß
Ernst