Nachdem ich zuerst den akustischen Dopplereffekt beschrieben habe, folgt der Dopplereffekt für elektromagnetische Wellen wie etwa Licht. Allerdings gibt es da einen entscheidenden Unterschied, weil dies mit dem Trägermedium (Äther) nicht so einfach ist. Denn anders als Luft kann man z.B. die Bewegung der Erde bei ihrem Umlauf um die Sonne nicht messen oder das Ergebnis stimmt nicht mit dem erwarteten Wert von 30 Km/s überein. Allerdings konnte man mit dem Sagnac-Effekt die Rotation der Erde um ihre eigene Achse feststellen. Andererseits war schon im 18. Jahrhundert die sogenannte stellare Aberration von Bradley gemessen worden. Daher wäre es interessant, ein Bezugssystem zu finden, in dem die Lichtgeschwindigkeit in allen Richtungen konstant ist. Dieses gibt es und heisst ECI. Sein Koordinatenursprung liegt im Mittelpunkt der Erde und es
rotiert nicht um die Erdachse. Denn dann ist es ein Sogenanntes Inertialsystem. Es dient deswegen zur Positionsberechnung von GPS.
Nun zum eigentlichen Dopplereffekt. Ich gehe dabei von einem Koordinatensystem aus, in dem die Lichtgeschwindigkeit isotrop also in allen Richtungen konstant ist. In diesem ruht ein RADAR-Gerät mit Sender und Empfänger. Ein Reflektor bewegt sich mit der Geschwindigkeit v zu diesem Gerät zu. Analog zum Schall treffen dann Wellen mit der Frequenz:
)
auf den Reflektor. Dieser sendet wieder zum Radargerät zurück und der Empfänger empfängt dann die Frequenz:

Nun wäre noch die Frequenz fr mit der der Reflektor in seinem Ruhesystem schwingt zu bestimmen.
Dazu wird das seit Galilei bekannte Relativitätsprinzip angenommen. Das bedeutet dann, daß das Verhältnis der Empfangsfrequenz zu der des Reflektor gleich dem des Reflektor zur Sendefrequenz ist. Also

Wenn man dann die Formel zum Frequenzverhältnis von fe und fr einsetzt und beide Seiten der Gleichung mit fr/fs multipliziert hat man:
^{2} = \frac {1 + \frac {v}{c}}{1-\frac {v}{c}})
Oder nach fr/fs aufgelöst

Das wäre dann die Formel für den optischen Dopplereffekt. Dieser wurde in einigen Experimenten wie dem von Botermann bestätigt.
Gruß
Rudi Knoth