Rudi Knoth hat geschrieben:Dann erkläre mal mit deinem "longitudinalen Druckausgleich", wie die lineare Polarisation einer EM-Welle (Funk, Wellenlänge 2 Meter) mehrere hundert Kilometer noch gemessen werden kann.
Die Sendeantenne erstellt zwei gegensätzliche Drucksignale die nicht nur gegensätzlich sind, sondern auch an ständig wechselnden Orten in ihre Maximums/Minimums haben und ständig abgesetzt werden.
Nur dann wenn die Empfangsantenne in der Lage darauf zu reagieren entsteht bei dieser eine Schwingung die letztendlich die Empfangsspannung generiert.
Liegt die Empfangsantenne nicht auf der gleichen Ebene wird diese zwar auch von den beiden Signale getroffen, diese kompensieren sich aber aus, also keine Empfangsspannung.
Das ist das ganze Geheimniss um Polarisation.
Schau dir die einzelnen Phasenlagen bei der 2m Antenne an, und setzte sie mit der Laufzeit des differenziellen Anregesingnals in Zusammenhang/Verbindung.
Rudi Knoth hat geschrieben:Und wie werden diese "Drucksignale", die etwa 1 Meter auseinander viele Kilometer weiter schön getrennt zu einer oder mehreren Empfangsantennen weitergeleitet?
"Wellen durchdringen sich schadlos", das ist an Oberflächenwellen am Wasser gut zu sehen. Es ist eindeutig erkennbar das sich da nichts auskompensiert.
Haben sich die beiden Wellen, erzeugt von unterschiedlichen Orten, durchdrungen laufen sie weiter als sei nichts geschehen.
Je "härter" das Medium desto besser die schadlose Durchdringung.
Das Übertragungsmedium für Licht/Funk ist so feinkörnig und so dicht/hart das selbst Licht, das ja einen extrem kleinen "Erstellmechanismus" hat, sehr weit kommt ohne zu "verlaufen".
Rudi Knoth hat geschrieben:Denn wenn an beiden Enden der Sendeantenne ein Druckunterschied ist, müsste er weiter weg sich ausgleichen. Und es müssen dann viele Empfangsantennen versorgt werden.
Schau dir die Darstellungen von "elektromagnetischen" Wellen an die ja als Transversalwellen ausgelobt werden.
Es wird immer so dargestellt als würden sich diese beiden, um 90° versetzten, Wellen mit immer geichen Amplitude ausbreiten.
Schaut man sich das an dann frägt man sich wie diese Wellenart Antennen die drunter und drüber oder seitwärts davon sind von den beiden Signalen erreicht werden können.
Geht nicht, ist physikalisch unmöglich.
Nun stell dir eine Kugel vor deren Volumen sich ändert, grösser/kleiner wire, also mehr/weniger Platzbedarf/Raumbedarf braucht.
Es werden in jeder Raumrichtung longitudinale Druckwirkungen abgesetzt, die sich so verhalten wie in der oben gezeigten Animation dargestellt ist.
Nun zum Dipol, dieser hat einen Öffnungswinkel, erzeugt also keine isotrope Rundstrahlung.
Das ist den beiden Dioplarmen geschuldet, denn die Änderung der Phasenzustände und der einzelnen Min/Max Orte geht bei diesen nur in Längsrichtung der beiden Arme.
Daher der Öffnungswinkel und keine Rundumstrahlung.
Ich hoffe das sich damit deine Frage zu den "Vielen Antennen" erledigt hat.
Kurt
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