Harald Maurer hat geschrieben:Ernst hat geschrieben:Die Frequenz ist zu jedem Zeitpunkt an jeder Stelle konstant.
Nein, ist sie nicht.
Doch, ist sie schon. Zumindest in den Armen eines Interferometers ist die Frequenz zu jeder Zeit und an jeder Stelle konstant. Anders kann es ja gar nicht sein, denn die Frequenz ist die Anzahl der Schwingungen, die pro Zeiteinheit von der Quelle erzeugt werden. Wenn an einer beliebigen anderen Stelle, die Frequenz nicht identisch ist heißt das, dass die Anzahl der Schwingungen pro Zeiteinheit nicht die selbe ist. Wie aber soll die Differenz zustande kommen? Es müssten ja von der Quelle bis zu dieser Stelle Schwingungen dazu gekommen oder verschwunden sein, wenn die Frequenz nicht die selbe ist.
Als Modell zur Vorstellung wie das funktioniert kann eine Wasserleitung dienen. Am Eingang der Wasserleitung werden z.B. 5 Liter Wasser pro Sekunde eingefüllt. Egal ob das Wasserrohr bis zum Ausgang mal dicker oder mal dünner ist, der Fluss (die Literfrequenz) ist ÜBERALL 5 Liter pro Sekunde. Allerdings ist die Ströumungsgeschwindigkeit an Stellen des Rohres, die dicker sind, langsamer als an Stellen des Rohres, die dünner sind. Nimmt man die Länge L, die ein Liter Wasser im Rohr benötigt (L=0,001m³/Rohrquerschnitt), als "Wellenlänge", so erkennt man sofort, dass an dicken Rohrstellen mit niedriger Strömungsgeschwindigkeit die "Wellenlänge" kürzer ist als an dünnen Rohrstellen mit hoher Strömungsgeschwindigkeit. Die "Frequenz" (Liter pro Sekunde, d.h., der Fluss) ist jedoch überall identisch.
