Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » So 6. Feb 2011, 14:12

Harald Maurer hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Die Frequenz ist zu jedem Zeitpunkt an jeder Stelle konstant.


Nein, ist sie nicht.

Doch, ist sie schon. Zumindest in den Armen eines Interferometers ist die Frequenz zu jeder Zeit und an jeder Stelle konstant. Anders kann es ja gar nicht sein, denn die Frequenz ist die Anzahl der Schwingungen, die pro Zeiteinheit von der Quelle erzeugt werden. Wenn an einer beliebigen anderen Stelle, die Frequenz nicht identisch ist heißt das, dass die Anzahl der Schwingungen pro Zeiteinheit nicht die selbe ist. Wie aber soll die Differenz zustande kommen? Es müssten ja von der Quelle bis zu dieser Stelle Schwingungen dazu gekommen oder verschwunden sein, wenn die Frequenz nicht die selbe ist.

Als Modell zur Vorstellung wie das funktioniert kann eine Wasserleitung dienen. Am Eingang der Wasserleitung werden z.B. 5 Liter Wasser pro Sekunde eingefüllt. Egal ob das Wasserrohr bis zum Ausgang mal dicker oder mal dünner ist, der Fluss (die Literfrequenz) ist ÜBERALL 5 Liter pro Sekunde. Allerdings ist die Ströumungsgeschwindigkeit an Stellen des Rohres, die dicker sind, langsamer als an Stellen des Rohres, die dünner sind. Nimmt man die Länge L, die ein Liter Wasser im Rohr benötigt (L=0,001m³/Rohrquerschnitt), als "Wellenlänge", so erkennt man sofort, dass an dicken Rohrstellen mit niedriger Strömungsgeschwindigkeit die "Wellenlänge" kürzer ist als an dünnen Rohrstellen mit hoher Strömungsgeschwindigkeit. Die "Frequenz" (Liter pro Sekunde, d.h., der Fluss) ist jedoch überall identisch.
fb557ec2107eb1d6
 
Beiträge: 1662
Registriert: Mi 1. Jul 2009, 16:19

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » So 6. Feb 2011, 14:21

galactic32 hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:
galactic32 hat geschrieben:Nee, Du denkst nicht mit.
Was repräsentiert denn das Fließen des Flusses?
Den Ätherwind.
Ja ja und was ist was bei MM und was ist was beim Flußbeispiel?
Z.B. die Schiffchen?
Schiffchen = Photonen?

Kann nicht passen, wenn Die photonen (schiffchen) im Ätherwind (Reisen im Fluß) nicht ankämen, weil die Fahrtgeschwindigkeit des Schiffchens kleiner wäre als die Flußgeschwindigkeit.

In anderen Worten, ich tippe: Das Fließen des Flusses reräsentiert die Zeitfließrichtung.



Das Wasser repräsentiert den Ätherwind.
Das Schiffchen in Windrichtung den Arm bei MM der in Ätherwindrichtung steht.
Das Schiffchen dass ans andere Ufer tuckert dem Arm der um 90 Grad abgewingkelt ist.
Die Laufdauer der beiden Schiffchen, bei MM die Laufdauer einer Schwingung, ist in beiden Armen unterschiedlich.
Auch wenn sie gleichlang sind (die Strecken die die beiden Schifferl zurücklegen).

Nur wenn die beiden Schifferln im See sich bewegen, oder das Wasser im Fluss ruht, sind sie gleichlang unterwegs.
Sobald sich das Wasser bewegt dauert es grundsätzlich länger bis sie zurückkommen.
Beim Schifferl dass in der gleichen Richtung wie das Wasser fährt länger als bei dem das zum Ufer unterwegs war.

So ist es auch beim Licht dass in den MM-Armen unterwegs ist.
Es liegen also zwei unterschiedliche Laufdauern vor.
Und das ist erkennbar wenn die beiden Arme vertaucht werden, wenn MM um 90 grad gedreht wird.
Denn dann kehren sich die Verhältnisse in den Armen um.
Und das ergibt Doppler wärend des Vertauschens.
Und dieser wiederum zeigt sich als Phasenänderung im Muster.


Gruss Kurt
Kurt
 
Beiträge: 21900
Registriert: Sa 7. Nov 2009, 14:07
Wohnort: Bayern

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » So 6. Feb 2011, 14:27

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:
Harald Maurer hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Die Frequenz ist zu jedem Zeitpunkt an jeder Stelle konstant.


Nein, ist sie nicht.

Doch, ist sie schon. Zumindest in den Armen eines Interferometers ist die Frequenz zu jeder Zeit und an jeder Stelle konstant. Anders kann es ja gar nicht sein, denn die Frequenz ist die Anzahl der Schwingungen, die pro Zeiteinheit von der Quelle erzeugt werden. Wenn an einer beliebigen anderen Stelle, die Frequenz nicht identisch ist heißt das, dass die Anzahl der Schwingungen pro Zeiteinheit nicht die selbe ist. Wie aber soll die Differenz zustande kommen? Es müssten ja von der Quelle bis zu dieser Stelle Schwingungen dazu gekommen oder verschwunden sein, wenn die Frequenz nicht die selbe ist.

Als Modell zur Vorstellung wie das funktioniert kann eine Wasserleitung dienen. Am Eingang der Wasserleitung werden z.B. 5 Liter Wasser pro Sekunde eingefüllt. Egal ob das Wasserrohr bis zum Ausgang mal dicker oder mal dünner ist, der Fluss (die Literfrequenz) ist ÜBERALL 5 Liter pro Sekunde. Allerdings ist die Ströumungsgeschwindigkeit an Stellen des Rohres, die dicker sind, langsamer als an Stellen des Rohres, die dünner sind. Nimmt man die Länge L, die ein Liter Wasser im Rohr benötigt (L=0,001m³/Rohrquerschnitt), als "Wellenlänge", so erkennt man sofort, dass an dicken Rohrstellen mit niedriger Strömungsgeschwindigkeit die "Wellenlänge" kürzer ist als an dünnen Rohrstellen mit hoher Strömungsgeschwindigkeit. Die "Frequenz" (Liter pro Sekunde, d.h., der Fluss) ist jedoch überall identisch.


Deine Analogie ist nicht hilfreich, sie verwirrt nur.
Die Wellenlänge und die Lichtleitgeschwindigkeit ist immer überall in den Armen gleich.
einzig bei der Überlagerungsstelle ergibt sich Doppler wenn die Arme gedreht werden und Ätherwind herrschen würde.

Gruss Kurt
Kurt
 
Beiträge: 21900
Registriert: Sa 7. Nov 2009, 14:07
Wohnort: Bayern

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » So 6. Feb 2011, 14:34

Da wird scheinbar dauernd mit den Begriffen Phasenlage und Wellenlänge ein Durcheinander geredet. Phasenlage hat mit der Wellenlänge selbst gar nichts zun. Die Phasenlage bei einer Reflexion bezeichnet lediglich die Auslenkung der Amplitude zum Zeitpunkt der Reflexion, also ob gerade ein Wellenberg oder ein Wellental oder was dazwischen gespiegelt wird. Mit der Wellenlänge und der Geschwindigkeit hat das keinen Zusammenhang. Lange Wellen können bei einer Reflexion dieselbe Phasenlage wie kurze haben. Und genau das ist der springende Punkt, der hier überwiegend nicht verstanden wird.
Also nochmal: Eine gleiche Phasenlage bei einer Reflexion können sowohl lange Wellen als auch kurze haben und eine gleiche Frequenz ergeben, wenn ihre Geschwindigkeiten dementsprechend sind, also sich ein zeitlich gleiches Eintreffen der Amplituden ergibt.
Und diese Umstände kann man nicht auf Autos und Baustellen übertragen, wo sich der Begriff Phase offenbar nur auf ihre Abstände bezieht, also auf Wellenlängen. Darum geht es aber bei den Spiegeln im Interferometer gar nicht. Denn die Wellenlängen sind ohnehin je nach Doppler unterschiedlich. Maßgeblich ist, ob bei der Reflexion die Phasenlage übereinstimmt, also ob gerade ein Wellenberg oder ein Wellental usw. zur Reflexion kommt. Wie geht das bei Autos? Im Detektor ist entscheidend, ob die Amplituden gleichzeitig ihr Maximum haben und die Frequenz übereinstimmt. Wenn die Phasenlage übereinstimmt und der Doppler E. kompensiert wird, ergibt sich eben die Interferenz. Und wenn das in jeder Lage des Interferometers der Fall ist, bleibt auch die Interferenz so wie sie ist.
Mit Autos kann man das nicht beschreiben.

Und in der Beschreibung von fb... fehlt ebenfalls der Doppler-Effekt und die Phasenlage. Im Äther setzt eine bewegte Lichtquelle verschobene Wellenfronten ab. Das ergibt in Bewegungsrichtung eine höhere Frequenz und gegen diese eine niedrigere.
Beim Schall keine Frage, weil man es ja hört, wenn die Sirene eines Rettungsautos vorbeifährt. Da kommen ja offenbar pro Zeiteinheit zuerst mehr und danach weniger Schwingungen daher, nicht?

Ich rede davon, dass Licht sich gleich im Äther verhält wie Schall in Luft. Dass die Frequenz in den Armen über die Armstrecken des MM-I. nicht variiert, ist ohnehin klar. Es gibt ja dazwischen auch keine Baustellen.

Man kann mit derart hinkenden Vergleichen nicht argumentieren. Bei Licht sind eben mehr Dinge zu berücksichtigen: Geschwindigkeit, Wellenlänge, Phasenlage und Frequenz einschließlich Doppler-Effekt.

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3219
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon galactic32 » So 6. Feb 2011, 14:34

Kurt hat geschrieben:Das Schiffchen in Windrichtung den Arm bei MM der in Ätherwindrichtung steht.
Merkst Du nicht ,daß die Armlänge nicht durch ein Schiffchen repräsentiert wird?

Was repräsentiert ein Wellenzug, die Wellenlänge, das Photon?

Ernst zeigt uns doch sein Emitter-Modell auf?
Das da Quatsch bei rumkommt und das Medium-Modell zu verwenden wäre, möchte er nicht wahrhaben.
SUUM CUIQUE

Gruß
galactic32
 
Beiträge: 1664
Registriert: Di 13. Okt 2009, 00:42

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon galactic32 » So 6. Feb 2011, 14:39

Harald Maurer hat geschrieben:Und diese Umstände kann man nicht auf Autos und Baustellen übertragen,
Na ja, die Emitter-Modell-Vertreter werden es müssen.

Gruß
galactic32
 
Beiträge: 1664
Registriert: Di 13. Okt 2009, 00:42

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » So 6. Feb 2011, 14:42

galactic32 hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Das Schiffchen in Windrichtung den Arm bei MM der in Ätherwindrichtung steht.
Merkst Du nicht ,daß die Armlänge nicht durch ein Schiffchen repräsentiert wird?


Interessiert nicht!.
Das Schiffchen symbolisiert einen Wellenzug.
Es geht einzig um seine Laufdauer (im jeweiligem Arm [Flussauf/abwärts bzw. zum Ufer und zurück]). wieviel Schiffchen/Wellenzüge unterwegs sind spielt keine Rolle (Armlänge).
Am Ausgangspunkt werden ankommende Schiffchen bewertet, welches es ist spielt keine Rolle, einzig wie sie im Verhältnis zueinander ankommen (Phasenlage).

Gruss Kurt
Kurt
 
Beiträge: 21900
Registriert: Sa 7. Nov 2009, 14:07
Wohnort: Bayern

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » So 6. Feb 2011, 14:43

Highway hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Eben nicht. Das Interferenzmuster bildet sich ja erst dadurch, dass zwei Wellen eintreffen. Auf euer Flußbeispiel übertragen bedeutet das, dass quer zur Strömungsrichtung zwar schon hundert Schwimmer angekommen sind, aber ab dann kommen sowohl die quer als auch gegen die Strömung schwimmenden Schwimmer immer im gleichen Abstand an und bilden somit die immer gleiche "Interferenz".

Richtig gedacht. Der Trick besteht aber darin, daß dann die Strömungsrichtung laaangsam um 90° gedreht wird. Was dann passiert, hatte ich ja schon mehrmals beschrieben.

Gruß
Ernst
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Faber » So 6. Feb 2011, 14:45

Kurt hat geschrieben:
Faber hat geschrieben:Bei diesen Gegebenheiten detektiert das Interferometer maximale konstruktive Interferenz. Und das ganz gleich, ob der Ätherwind horizontal oder vertikal weht. Das Licht beider Strahlen kommt in beiden Fällen jeweils mit gleicher Phasengeschwindigkeit, gleicher Wellenlänge, gleicher Frequenz und gleicher Phase am Interferometer an. Der Fall, dass kein Ätherwind weht, ist nicht dargestellt. Auch in diesem Fall detektiert das Interferometer maximale konstruktive Interferenz.

Ich tippe daher mal, dass Herr Maurer vollkommen recht hat, dass das Michelson-Morley-Experiment den Äther keineswegs widerlegt.

Und das stimmt nicht.
Du hast die Rechnung ohne den Wirt gemacht.
Der Wirt sagt dass es ein Untereschied macht ob sich die Arme längs oder quer zum "Wind" bewegen.
Längs dauert es länger.

Es sagt ja niemand, dass es keine Laufzeitunterschiede gebe. Die Laufzeitunterschiede werden nur vom Interferometer nicht detektiert.

Gruß
Faber
Faber
 
Beiträge: 761
Registriert: Mo 5. Jan 2009, 15:45

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » So 6. Feb 2011, 14:49

Faber> hat geschrieben:Es sagt ja niemand, dass es keine Laufzeitunterschiede gebe. Die Laufzeitunterschiede werden nur vom Interferometer nicht detektiert.


So ist es. Und da kann ich nur hoffen, wie Einstein sagen zu dürfen: "Wie kommt es nur, dass mich keiner versteht, aber jeder trotzdem so lieb hat!" :D

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3219
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

VorherigeNächste

Zurück zu Relativitätstheorie

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 17 Gäste