Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » So 6. Feb 2011, 13:21

Harald Maurer hat geschrieben: Auch dieses Beispiel kann nicht auf das MM-Interferometer übertragen werden, denn die Anpassung der Wellenlängen an die Geschwindigkeit ist nirgendwo zu erkennen. Wenn die Autos ihre Abstände zueinander genau entsprechend ihren Geschwindigkeitsveränderungen einrichten, kommen sie am Ziel gleichphasig an!
Das tun sie in Deinem Beispiel nicht. Aber die Wellenlängen im Interferometer tun es.
Dein Beispiel entspricht einem Interferometer, in welchem die Wellenlängen nicht berücksichtigt werden. Das hat Michelson auch nicht getan, sondern eben nur mit den Laufzeiten gerechnet. Und das ist halt ein Fehler. Dein Beispiel, wo's keinen Doppler-Effekt gibt, gilt nur für unveränderliche Wellenlängen. Aber die Sache mit den Wellenlängen ist halt auch so eine, die mancher partout nicht verstehen will oder kann.

Das trifft doch alles nicht zu. Die Frequenz ist zu jedem Zeitpunkt an jeder Stelle konstant. Deshalb entsprechen den unterschiedlichen Geschwindigkeiten (in und außerhalb der Baustelle) auch zugeordnete unterschiedliche Wellenlängen (Fahrzeugabstände). Am Ziel ist die Geschwindigkeit und die Wellenlänge auf beiden Strecken wieder gleich. Sie kommen da, solange die Bausstelle nicht verlagert wird, mit einer konstanten Phasenverschiebung an. Während der Baustellenverlagerung verschiebt sich die Phase kontinuierlich. Und anhand der Anzahl der Phasenwechsel (das entspricht der unterschiedlichen Anzahl der Autos am Ziel während des Umbaus) kann wie gezeigt, die ursprüngliche Fahrzeitdifferenz berechnet werden.
Das ist doch alles klassische Physik. Die kann man doch nicht durch Anwendung des gleichermaßen klassischen Dopplereffektes aushebeln. Der Dopplereffekt ist ja bereits implizit in dieser Betrachtung enthalten

Gruß
Ernst
Zuletzt geändert von Ernst am So 6. Feb 2011, 13:23, insgesamt 1-mal geändert.
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » So 6. Feb 2011, 13:27

Highway hat geschrieben:Es kommt nur darauf an, dass bei der Drehung sich die Zeit- und Wellenlängenunterschiede gegenseitig kompoensieren und immer wieder das ursprüngliche Interferenzmuster erhalten bleibt.

Das wird dann schon auch noch, rechne es einfach nach, es ist ganz simpel:

Mit t = 2L/c als Zeit für v=0
t1 = 2L/sqr(c² - v²) = (2L/c) / sqr(1 - v²/c²) = t / sqr( 1 - v²/c²)
t2 = L/(c + v) + L/(c - v) = L*2c / (c² - v²) = (2L/c) / (1 - v²/c²) = t / (1 - v²/c²)
Δt = t2 - t1 = t [ 1 / (1 - c²/v²) - 1 / sqr( 1 - v²/c²)]
Die Phasenverschiebung der beiden Signale entspricht dieser Zeitdifferenz Δt.

Gruß
Ernst
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon galactic32 » So 6. Feb 2011, 13:32

Highway hat geschrieben: Falsch war meiner Behauptung, zwischen beiden Armen würden sich zwingend die gleiche Anzahl an Wellenzügen befinden
Ah so, ja.Technisch sehr Aufwändig bis auf einen Micron genau zwei gleich lange Arme, also abgezählt gleich viele Licht-Wellenlängen zu benutzen.

Nee die modernen Kilometerlangen in Vakuumröhren gebauten Apparillos sind dann so etwas wie bessere Seismographen, oder ein Übungsplatz für technische Machbarkeit.
Spielzeug großartiger Forschung :?

Gruß
galactic32
 
Beiträge: 1664
Registriert: Di 13. Okt 2009, 00:42

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon galactic32 » So 6. Feb 2011, 13:36

Ernst hat geschrieben:Während der Baustellenverlagerung verschiebt sich die Phase kontinuierlich.
Kindchen noch mal. Mehrzahl!
Die Phase dann des anderen Arms synchron auch!

Gruß
galactic32
 
Beiträge: 1664
Registriert: Di 13. Okt 2009, 00:42

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » So 6. Feb 2011, 13:46

Ernst hat geschrieben:Die Frequenz ist zu jedem Zeitpunkt an jeder Stelle konstant.


Nein, ist sie nicht. Wir befinden uns gedanklich im Äther. Konstant ist die Frequenz bei im Äther ruhender Quelle in Bezug zum Äther, nicht konstant dazu bei darin bewegter Quelle. Und auch beim Interferometer macht es einen Unterschied, ob es bewegt ist oder nicht. Die Konstanz der Frequenz ergibt sich immer erst durch den Doppler-Effekt und je nach dem Umstand, wer oder was sich bewegt, sind die Frequenzen je nach Bezug unterschiedlich und werden erst durch den Doppler-Effekt als konstant empfangen. In Deinem Beispiel bleibt in der Baustelle die Frequenz auch nicht konstant, wenn die Autos lediglich langsamer fahren, ohne dementsprechend kürzere Abstände einzunehmen oder schneller fahren, ohne die Abstände dementsprechend zu vergrößern.
Es nützt wenig, wenn man sich mit dem Äther beschäftigt, sich aber gedanklich auf Baustellen aufhält :)

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3219
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » So 6. Feb 2011, 13:48

galactic32 hat geschrieben:Nee, Du denkst nicht mit.

Was repräsentiert denn das Fließen des Flusses?


Den Ätherwind.

Gruss Kurt
Kurt
 
Beiträge: 21899
Registriert: Sa 7. Nov 2009, 14:07
Wohnort: Bayern

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » So 6. Feb 2011, 13:55

Harald Maurer hat geschrieben:
In Deinem Beispiel bleibt in der Baustelle die Frequenz auch nicht konstant, wenn die Autos lediglich langsamer fahren, ohne dementsprechend kürzere Abstände einzunehmen oder schneller fahren, ohne die Abstände dementsprechend zu vergrößern.
Es nützt wenig, wenn man sich mit dem Äther beschäftigt, sich aber gedanklich auf Baustellen aufhält :)


Aber nach der Baustelle, dann wenn sie da ankommen wo geschaut wird, ist die Frequenz wieder konstant, jedoch die Laufzeit unterschiedlich.
Und darum gehts bei MM, die Laufzeitunterschiede durch Vertauschen der beiden Arme zu erkennen (einmal Baustelle auf der linken Autobahn, einmal auf der rechten).
Wärend des Baustellenverlagerns ändern sich die Umstände (Laufzeiten der Autos) auf den Autobahnen.
Und darum gehts bei MM.
Das Drehen um 90 Grad entspricht einer Baustellenverlegung.
Und das ist erkennbar.


Gruss Kurt
Kurt
 
Beiträge: 21899
Registriert: Sa 7. Nov 2009, 14:07
Wohnort: Bayern

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » So 6. Feb 2011, 13:58

Highway hat geschrieben:Eben nicht. Das Interferenzmuster bildet sich ja erst dadurch, dass zwei Wellen eintreffen. Auf euer Flußbeispiel übertragen bedeutet das, dass quer zur Strömungsrichtung zwar schon hundert Schwimmer angekommen sind, aber ab dann kommen sowohl die quer als auch gegen die Strömung schwimmenden Schwimmer immer im gleichen Abstand an und bilden somit die immer gleiche "Interferenz".


Ja ist ja richtig, solange du MM nicht drehst verändert sich ja auch nichts.
Nur wenn du drehst, die Schwimmer/Schifferl vertauscht, ist die Änderung erkennbar.
Nach der Drehung verändert sich nichts mehr.

Gruss Kurt
Kurt
 
Beiträge: 21899
Registriert: Sa 7. Nov 2009, 14:07
Wohnort: Bayern

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » So 6. Feb 2011, 14:05

Highway hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Das Drehen um 90 Grad entspricht einer Baustellenverlegung.
Und das ist erkennbar.


Die Analogie ist falsch. Es wird nicht die Baustelle verlegt, es wird unterschiedlich schnell in der Baustelle gefahren!

Ist wie bei der Formel 1, wenn die Fahrzeuge wie an der Perlenkette aufgereit mit 300 km/h auf eine Kurve zu fahren. Die Geschwindigkeit wird geringer, die Abstände zwischen den Fahrzeugen werden geringer, die zeitlichen Abstände zwischen den Fahrzeugen bleiben konstant, und obendrein ist die Frequenz der vorbeifahrenden Fahrzeuge auf der Geraden die gleiche wie in der Kurve.


Ist sie nicht.
Die Baustellentauschung entsricht dem Drehen von MM um 90 Grad.

Gruss Kurt
Kurt
 
Beiträge: 21899
Registriert: Sa 7. Nov 2009, 14:07
Wohnort: Bayern

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon galactic32 » So 6. Feb 2011, 14:07

Kurt hat geschrieben:
galactic32 hat geschrieben:Nee, Du denkst nicht mit.
Was repräsentiert denn das Fließen des Flusses?
Den Ätherwind.
Ja ja und was ist was bei MM und was ist was beim Flußbeispiel?
Z.B. die Schiffchen?
Schiffchen = Photonen?

Kann nicht passen, wenn Die photonen (schiffchen) im Ätherwind (Reisen im Fluß) nicht ankämen, weil die Fahrtgeschwindigkeit des Schiffchens kleiner wäre als die Flußgeschwindigkeit.

In anderen Worten, ich tippe: Das Fließen des Flusses reräsentiert die Zeitfließrichtung.

Gruß
galactic32
 
Beiträge: 1664
Registriert: Di 13. Okt 2009, 00:42

VorherigeNächste

Zurück zu Relativitätstheorie

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 25 Gäste