Harald Maurer hat geschrieben: Auch dieses Beispiel kann nicht auf das MM-Interferometer übertragen werden, denn die Anpassung der Wellenlängen an die Geschwindigkeit ist nirgendwo zu erkennen. Wenn die Autos ihre Abstände zueinander genau entsprechend ihren Geschwindigkeitsveränderungen einrichten, kommen sie am Ziel gleichphasig an!
Das tun sie in Deinem Beispiel nicht. Aber die Wellenlängen im Interferometer tun es.
Dein Beispiel entspricht einem Interferometer, in welchem die Wellenlängen nicht berücksichtigt werden. Das hat Michelson auch nicht getan, sondern eben nur mit den Laufzeiten gerechnet. Und das ist halt ein Fehler. Dein Beispiel, wo's keinen Doppler-Effekt gibt, gilt nur für unveränderliche Wellenlängen. Aber die Sache mit den Wellenlängen ist halt auch so eine, die mancher partout nicht verstehen will oder kann.
Das trifft doch alles nicht zu. Die Frequenz ist zu jedem Zeitpunkt an jeder Stelle konstant. Deshalb entsprechen den unterschiedlichen Geschwindigkeiten (in und außerhalb der Baustelle) auch zugeordnete unterschiedliche Wellenlängen (Fahrzeugabstände). Am Ziel ist die Geschwindigkeit und die Wellenlänge auf beiden Strecken wieder gleich. Sie kommen da, solange die Bausstelle nicht verlagert wird, mit einer konstanten Phasenverschiebung an. Während der Baustellenverlagerung verschiebt sich die Phase kontinuierlich. Und anhand der Anzahl der Phasenwechsel (das entspricht der unterschiedlichen Anzahl der Autos am Ziel während des Umbaus) kann wie gezeigt, die ursprüngliche Fahrzeitdifferenz berechnet werden.
Das ist doch alles klassische Physik. Die kann man doch nicht durch Anwendung des gleichermaßen klassischen Dopplereffektes aushebeln. Der Dopplereffekt ist ja bereits implizit in dieser Betrachtung enthalten
Gruß
Ernst
