Trigemina hat geschrieben:Ich schreibe ein einfaches Beispiel auf (nur Worte, keine Rechnung) und füge es später hinzu.
Du befindest dich auf r1, ich auf r2 einer rotierenden Scheibe. Beide haben verschiedene Umfangsgeschwindigkeiten, beide spüren unterschiedliche Rotationskräfte (ich die grösseren weil ich weiter aussen bin), und beide befinden sich in verschiedenen Bezugssystemen (das hat jetzt nichts mit Relativitätstheorie zu tun).
Das Letzte ist aber keinesfalls PHYSIKALISCH vorgegeben.
Zumindest solange man die BSe nicht als inertial betrachten will.
Oder?
Dass sich unsere Relativgeschwindigkeiten dennoch unterscheiden merken wir spätestens dann, wenn wir uns gegenseitig einen Ball zuwerfen möchten.
"unsere Relativgeschwindigkeiten"
WOZU ???
Zueinander haben wir selbst nach der plumpen Wikiblödia-Definition eben KEINE.
Der Ball wird seitlich abgelenkt, und zwar um den gleichen Geschwindigkeitsbetrag als es der Differenz unserer Umfangsgeschwindigkeiten entspricht. Die Corioliskraft gleicht diese Übergänge von r1 nach r2 und umgekehrt aus. Das ist die Konsequenz eines Wechsels vom einen Bezugssystem ins andere.
Aus dem nicht-rotierenden Inertialsystem betrachtet wird die Sache sofort klar, weil dort die Kräfte verschwinden. Es gibt dort weder Rotations- noch Corioliskräfte. Du auf r1 positioniert hast eine geringere Relativgeschwindigkeit zum Inertialsystem als ich. Von diesem aus gesehen unterscheiden sich unsere Relativgeschwindigkeiten voneinander und der geworfene Ball fliegt in einer Geraden, während sich der Boden der rotierenden Scheibe unter dem Ball wegdreht.
Gruss
Jetzt verkomplizier die Sache nicht so heillos.
Es gibt in dem Beispiel 3 v:
1. zum Mittelpunkt, für beide = 0
2. zueinander, auch für beide = 0
3. die Umfangsgeschwindigkeiten,
zu den jeweiligen Ursprungspositionen für beide > 0 und ≠ zueinander
Und das war´s. Punkt, Amen, aus.
Relativgeschwindigkeit ist 2., und NICHT die Differenz aus 3.
Selbst nach der Wikiblödia nicht.
jetzt aber Gute Nacht