Gluon hat geschrieben:Faber hat geschrieben: Die Länge der Scheiben (Ausdehnung in x-Richtung) dλ wird aber dabei mit der Zeit immer kleiner sqrt(1-a²t²/c²) dλ, so dass der zuvor zusammenhängende Körper nun aus vielen getrennten Scheiben besteht.
Nein, wenn die Scheiben gleichförmig gleichmäßig und über ihre gesamte Ausdehnung gleichartig beschleunigt werden, bleibt ihre Ausdehnung während der Beschleunigung gleich. Nur wenn Sie einen Beschleunigungsgradienten über die Scheiben annehmen, werden diese kürzer oder länger.
Sie vergessen schon wieder die SRT. Kein Körper bleibt bei Beschleunigung gleich lang, keine endlich lange Scheibe bleibt bei Beschleunigung gleich lang und auch keine infinitesimal lange Scheibe bleibt bei Beschleunigung gleich lang. Ob wir einen Beschleunigungsgradienten annehmen oder nicht, das betrifft lediglich die Frage, wie stark der Körper oder die Scheibe insgesamt kontrahiert wird und wie sich die Kontraktion in Bewegungsrichtung über die Länge des Körpers oder der Scheibe verteilt. Ob der Körper zusammenhängend bleibt oder nicht, die endlich langen Scheiben oder auch die infinitesimal langen Scheiben kontrahieren in jedem Fall. Die Scheiben `wissen' ja, dass sie den Gesetzen der geltenden Kinematik gehorchen müssen.
Gluon hat geschrieben:Faber hat geschrieben:Das Relativitätsprinzip verbietet nun, dass ein zunächst ruhender,
zusammenhängender Körper nach Beschleunigung in gleichförmig geradliniger Bewegung nicht mehr zusammenhängend sei.
Warum sollte es das verbieten? Auch in der Relativitätstheorie können Objekte reißen. Das Relativitätsprinzip besagt lediglich, dass ein Körper, der in Koordinatensystem S reißt, auch in S' reißt.
Nein, das Relativitätsprinzip besagt mehr. Es besagt, dass zwei identische (`baugleiche') Körper, zwei Körper mit identischer Ruhegeometrie, die zwar unterschiedlich aber beide inertial bewegt sind, identisches physikalisches Verhalten aufweisen. Das aber ist nicht der Fall, wenn der eine Körper topologisch zusammenhängend ist und der andere Körper nicht.
Gluon hat geschrieben:Ihr Link zu topologischen Räumen hat mit dieser Betrachtung nichts zu tun. Der Raum bleibt ja zusammenhängend unbeschadet dessen, ob ein Körper in ihm zerreißt oder nicht.
Sie denken immer noch materiell. Wir reden hier von geometrischen Körpern. Vergessen Sie Atome, Kräfte und dergleichen. Denken Sie geometrisch. Es gibt den 3D-Raum. Darin befinden sich 3D-Körper, die Teile des Raums exklusiv okkupieren. Zwischen den 3D-Körpern befindet sich Leerraum, der seinerseits sozusagen der Restkörper oder Zwischenraumkörper ist. Er ist völlig gleichwertig zu den normalen 3D-Körpern, er ist selbst ein 3D-Körper. Er enthält Löcher, die von den normalen Körpern gefüllt werden. Zwischen all diesen Körpern gibt es 2D-Flächen, die keinerlei Raum okkupieren. Wenn wir von Koordinaten reden, dann reden wir von diesen 2D-Flächen, die die Einteilung des Raums in Körper und Nichtkörper bzw. Zwischenraumkörper festlegen.
Es ist völlig gleichgültig, ob wir von Volumenelementen des leeren Raums oder von Volumenelementen eines materiellen Körpers reden. Wenn wir von der Topologie materieller Körper reden, können wir genausogut von der Topologie des Zwischenraumkörpers reden. Im einen Fall entstehen Zwischenräume zwischen einem zunächst zusammenhängenden Körper, im anderen Fall entstehen Brücken durch Löcher im Zwischenraumkörper. Das ist topologisch komplementär und daher völlig gleichwertig.
Gruß
Faber