Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Sa 5. Feb 2011, 20:29

Highway hat geschrieben: Hab ich was anderes behauptet? Kann mich nicht erinnern.

Ja gut, war mir mißverständlich.

Was heißt quantitativ anders?

Wellenlänge und Geschwindigkeit sind entgegen Strömungsrichtung und auch senkrecht zur Strömungsrichtung kleiner als im ruhenden Medium. Aber sie sind in den beiden Richtungen nicht gleichgroß.

v1 = sqr(c² - v²)
v2 = c - v
v1 ungleich v2

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Sa 5. Feb 2011, 20:32

galactic32 hat geschrieben: Das Meßergebnis : Keine Phasenverschiebung :!:
Was soll dieses, hm , Gepredige gegen den Ätherwind :?:

Ist ´ne vollständige Induktion. :)

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon galactic32 » Sa 5. Feb 2011, 20:39

Kurt hat geschrieben:- wenn sich in den beiden Armen bei "Ätherwind" der sich ergebende Unterschied nicht kompensiert dann dies auch messbar wäre.
Nein.
Daß die Arme ihre Länge im Ätherwind beibehalten wurde nicht sogar nie ernsthaft berücksichtigt.
- wenn sich die Änerungen aufgrund von Mitnahmeeffekten im Strahlteiler und an den Spiegeln kompensieren nichts zu messen ist.
Hängt vom Effect ab.
- dann nichts zu messen ist wenn die Erde den Bezug für das in den Armen laufende Licht erzwingt.
Na dann beweg so ein Interferometer doch mal mit 8Km/sec im Bezug Erde.
- wenn gezeigt werden kann dass sich in den Armen unterschiedliches Verhalten ergibt je nachdem wie sie sich gegen den "Ätherwind" bewegen, man davon ausgehen kann dass dann eigentlich was zu messen sein müsste.
Unterschiedliches Verhalten ergibt sich aus Messungen.Da cirkelt sich was logisch.
- dass Haralds Aussage zur Lichtuhr, ihr Verhalten bei Bewegung, so nicht stimmen dürfte
Welche Aussage genau?

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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon galactic32 » Sa 5. Feb 2011, 20:47

Ernst hat geschrieben:
galactic32 hat geschrieben: Das Meßergebnis : Keine Phasenverschiebung :!:
Was soll dieses, hm , Gepredige gegen den Ätherwind :?:

Ist ´ne vollständige Induktion. :)
Was ist daran physikalisch vollständig?
Offensichtlich sind zu wenig Chemie-Grundlagen-Kenntnisse vorhanden, um einzuschätzen, wie relevant Licht und deren LG auf inter-atomare,-molekulare Abstände rückkoppelnd zuständig wäre.

Wie war was mit der Null-Punkt-Schwingung von molekularem Wasserstoff?
Welche Sorte Äther, Licht-Äther, ist für EM-Wechselwirkungen, für Wechselwirkungen der Atomhüllen zuständig?

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » Sa 5. Feb 2011, 20:52

Hallo Highway!

Lass Dich nicht beirren! Du denkst in die richtige Richtung! Denke daran, dass die longitudinalen Doppler ebenso wie die transversalen exakt kompensiert werden (transversal verkürzt sich die Wellenlänge genau im Verhältnis der Geschwindigkeiten und genau das geschieht auch im longitudinalen D. mit Dehnung und Verkürzung) D.h. wenn an einem Spiegel die Reflexion in einer bestimmten Phasenlage erfolgt, ist diese Phasenlage am anderen Spiegel dieselbe! Ob da jetzt mehr oder weniger Wellenzüge dazwischen liegen, ist völlig egal, denn die übereinstimmende Phasenlage sagt dies nicht aus. Und denke daran, dass Licht kein dahinfliegendes Ding ist, sondern eine Transversalwelle, also eine Energieweitergabe mittels einer Anstoßkausalität. Wenn an den Spiegeln eine übereinstimmende Phasenlage bei der Reflexion vorliegt, weiß kein Mensch mehr, wieviele Wellenzüge dazwischen gelegen sein könnten, weil bei jeder Zahl die Phasenlage übereinstimmend sein kann.
Wenn man zwei Reihen Dominosteine umwirft, eine früher und eine später, die spätere aber genau gleichzeitig mit irgendeinem Stein der anderen Reihe, dann werden sie letztlich zu unterschiedlichen Zeiten alle umgefallen sein. Aber alle Steine fielen gleichzeitig. Das spätere Umfallen der einen Reihe könnte ich interferometrisch nicht feststellen, weil die Verzögerung der Anstoßkausalität nur mit direkter Zeitmessung möglich wäre. Halte ich irgendwo ein Vergleichsgerät hinein, das eine Verschiebung der Steine feststellen soll, werde ich nichts finden. Und ich werde gar nichts wissen: wieviele Steine es waren nicht, wann die zweite Reihe angestoßen wurde, wieviele Steine vor meiner Messung umgefallen sind, das bleibt alles im Dunklen, denn mein Vergleichsgerät kann das nicht anzeigen.
Genau das passiert im Michelson-Interferometer. "Wellenzüge" sausen nicht wie Eisenbahnen daher. Außer transversalen Schwingungen bewegt sich gar nichts konkret beim Licht.
Jeder Spiegel im MM-Interferometer kann nichts wissen von der Vorgeschichte der Phasenlage, die er gerade reflektiert. Die Phasenlage kann irgendeine sein, und sie wiederholt sich einfach immer wieder und verliert jede Aussage, wenn die Phasen an jedem Spiegel mit gleicher Lage ankommen. Die Spiegel im Interferometer reflektieren aufgrund der exakten Doppler-Effekt-Kompensation im Gleichtakt. Den kann man nur unterbrechen, indem man die Kompensation zwischen Geschwindigkeiten und Wellenlängen aufhebt, indem man ein bremsendes Medium in den Strahlengang legt (wie Ernst schreibt). Dann funktioniert das Interferometer, weil dann die Phasen tatsächlich verschoben sind. Aber nur im Äther funktioniert es nicht, weil die Verzögerung des Anstoßvorgangs ebenso wie bei den Dominosteinen auf diese Weise nicht messbar ist. Beide Strahlen sind ja schon längst angekommen, wenn Michelson seine Interferenzstreifen begutachtet.
Ich habe in meinem Artikel irrtümlich zu viel Wert auf die Anzahl der Wellenzüge gelegt - und das war falsch. Es kommt nur auf die Phasenlagen bei den Reflexionen an. Deshalb gibt es auf der Seite wieder eine Baustellentafel, denn ich muss diesen Punkt besser heraus arbeiten.
Also, nicht mit den Geschwindigkeiten rechnen, sondern genau gucken, was mit den Phasenlagen bei der Reflexion geschieht - und das Rätsel löst sich!

Grüße
Harald Maurer
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon galactic32 » Sa 5. Feb 2011, 20:52

Highway hat geschrieben:Der Arm der in Richtung v ausgerichtet ist macht offenbar keine Probleme. Richtig?
Gute Frage.
Hast Du 2 3 Beispiele durchgerechnet?

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Sa 5. Feb 2011, 21:30

Highway hat geschrieben: Richtig, aber auf dem Rückweg proportional größer und offenbar kommt wieder die gleiche Frequenz bei gleicher Phasenlage raus. Wo ist das Problem?

Das Problem ist, daß Du das nicht richtig verstehst. Hin- und Rückweg in Stromrichtung kompensieren sich nicht. Es ist nicht v_res=(v_hin+v_rück)/2. Und daher gleichen sich die Phasenlagen nicht aus. Die Frequenz ist ohnehin stets konstant; da gibt´s nichts auszugleichen.

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon galactic32 » Sa 5. Feb 2011, 21:32

Harald Maurer hat geschrieben:Ich habe in meinem Artikel irrtümlich zu viel Wert auf die Anzahl der Wellenzüge gelegt -
Nach der modernen Definition des Urmeters über die Zeit reicht auch eine Grund-Halb-Eigen-Wellenlänge des Arm-Abstandes.
Zwei Arme von exact einem Meter mit Licht der Frequenz 3.33 Ghz muß schon Phasengleich sein.

Sonst wäre der Abstand nicht ein Meter!

Ich vermute da kann man sich drüber im klaren sein.
Was jetzt mit Licht höherer Frecquenz, mit kleineren Wellen daran anders werden soll?

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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Sa 5. Feb 2011, 21:53

Harald Maurer hat geschrieben: Wenn an den Spiegeln eine übereinstimmende Phasenlage bei der Reflexion vorliegt, weiß kein Mensch mehr, wieviele Wellenzüge dazwischen gelegen sein könnten, weil bei jeder Zahl die Phasenlage übereinstimmend sein kann.

Das ist ja gerade der Kasusknactus der MM Idee, daß diese unterschiedlichen Wellenzüge ausgemessen werden. In einer bestimmten Stellung der Einrichtung wird das Interferenzmuster betrachtet. Dann wird die Einrichtung um 90 grad gedreht und es werden die Hell/Dunkel-Wechsel gezählt. Damit mißt man exakt die Phasenverschiebung der Signale beider Strecken. Zwei hell/Dunkelwechsel entsprechen der Verschiebung um eine Wellenlänge. Hätte man 20 solche Wechsel, dann wäre die Differenz an Wellenzügen in beiden Strahlengängen 10. Diese Periodendifferenz entspricht dann einem Zeitdelay delta-t, woraus man auf die Geschwindigkeit des Ätherwindes kommt. Bei MM erwartete man für den angenommenen Ätherwind 2 Wechsel, d.h einen Wellenzug.

Beide Strahlen sind ja schon längst angekommen, wenn Michelson seine Interferenzstreifen begutachtet.

Ja richtig. Das dann vorliegende Interferenzmuster sagt nichts aus. Daher ja die oben beschriebene Drehung der Arme. Die Veränderung des Interferenzmusters dabei liefert das Ergebnis.

Ich meine, daß deine Interpretation der Messung nicht richtig ist. Meine Rechnung ala Michelson trifft genau die Situation und stimmt auch überein mit unseren früheren Bildern zum Ablauf der Vorgänge im Äther.

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Sa 5. Feb 2011, 21:57

Ernst hat geschrieben:
- wenn sich die Änderungen aufgrund von Mitnahmeeffekten im Strahlteiler und an den Spiegeln kompensierenren nichts zu messen ist.

Wenn!!! Ist aber nicht. Das waren ja keine Amateure oder Deppen. Die Einrichtung wurde selbstverständlich getestet. Soweit ich weiß, dadurch, daß in einen Strahlengang ein "lichtverlangsamendes" Medium eingebracht wurde. Jedenfalls sind solche "Schnitzer" ausgeschlossen.

Das Ergebnis lautet: Kein Ätherwind.


Langsam, nicht kein Ätherwind, sondern kein Messwert.
Ausgehend davon dass die Erde den Bezug erzwingt, alles deutet darauf hin, ist ja sowieso nur ein ganz kleiner Messwert vorhanden.
Und der ist leicht in der Materie des Strahlteilers zu eliminieren.

Wenn MM den richtig detektiert hätte dann wäre eine Frequenz messbar gewesen.

Ernst hat geschrieben:Nicht gleichbedeutend mit kein Äther. Dein Bezug, Chiefs Mitführäther und SRT sind nach MM alle im Rennen. Allerdings scheiden eure beiden Äthermodelle wegen Unverträglichkeit mit Beobachtungen aus (Aberration).


Und das stimmt nicht, denn gerade die St-Aberration deutet auf den erzwungenden Bezug hin.
Ebenso Fizeau und GPS und das Verhalten von, von schnell bewegender Materie erzeugten, Lichtpulsen.

Für den "Ätherwind", also die vermutete Geschwindigleit gegen den Lichtbezug eines stillestehenden Äthers, fest gekoppeltem Lichtlaufbezug, reicht die Auflösung von MM, auch wenn der Einphaseffekt beim Strahlteiler mitredet, aus, für den kleinen Messwert der sich ergibt weil die Bezugsbildung der Erde nicht 100% ist, nicht.

An Haralds Aussage zur Lichtuhr stört dass er behauptet dass die Geschwindigkeit der bewegten Uhr keine Rolle spielt.
Das stimmt nicht.
Es sind sogar zwei unterschiedliche Verhaltensweisen vorhanden, jenachdem ob die Lichtuhr seitwärts oder längswärts gegen den Bezug bewegt wird.

Wenn MM den -klassischen- Ätherwind messen würde (angenommen er wäre vorhanden) dann würde sich bei Drehung das Muster ändern.
Ist aber nicht, also ist keiner da der zugleich den Bezug fürs Lichtlaufen bereitstellt.


Gruss Kurt
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