rmw hat geschrieben:Wenn man die Rotverschiebung als Ausdehnung des Weltalls interpretiert so kann man das als Hypothese gelten lassen, wenngleich es keinerlei Nachweis dafür gibt.
Der Urknall ist dagegen so etwas wie die religiöse Schöpfungsgeschichte, nur dass der Urknall noch etwas phantastischer klingt.
Wieso keinerlei Nachweis? Rotverschiebung ist nachgewiesen, und dass sie grundsätzlich durch Bewegung eine Lichtquelle vom Empfänger weg entsteht, ist ebenfalls nachwiesen. Auch dass
alle weit von uns entfernten Lichtquellen rotverschoben sind ist nachgewiesen, je weiter weg umso mehr. Was willst du noch? Daher die begründete Annahme, dass sich das Universum ausdehnt, da sich nun mal alle Galaxien offenbar voneinander entfernen.
Was den Urknall betrifft, so ist klar: Wenn sich das Universum ausdehnt, dann war es früher kleiner und noch früher noch kleiner und irgendwann war es so winzig, dass es kleiner nicht mehr geht: Voilà, ein "Urknall", mit dem alles anfing. Das ist erst mal völlig logisch und hat nichts mit Religion zu tun. Astronomen saugen sich ihre Ideen ja nicht aus den Fingern. Grundlage sind die Daten, die man aus dem Universum bekommt. Ob es wirklich so war weiß kein Mensch; es war ja niemand dabei. Aber es ist nun mal das Naheliegendste, gestützt auf die vielen Daten, die man inzwischen gesammelt hat.
rmw hat geschrieben:Das gleiche gilt auch für schwarze Löcher. Man meint aus Mathematik darauf schließen zu können. Alles was wir beobachten ist dass große Massen wie unsere Sonne Energie und damit Masse abstrahlen.
Anscheinend hast du dich noch nie mit dem Gravitationsgesetz befasst. Es beschreibt die gegenseitige Anziehung von Massen und die nötigen Energien für eine Abstrahlung. Daraus ergibt sich nun mal, dass eine gewisse Energie nötig ist, um etwas abzustrahlen. Das ist sehr gut erforscht und nachgewiesen. Es gibt dabei einen Grenzwert, den sogenannten Schwarzschild-Radius rs. Ist eine Massenansammlung kleiner als dieser Radius, dann reicht die Energie nicht aus, irgend etwas so abzustrahlen, dass es nicht mehr zurückfällt. Dazu braucht es nämlich eine gewisse Geschwindigkeit, die sog. Fluchtgeschwindigkeit, die für die Erde ca. 11 km/s beträgt. Beim schwarzen Loch ist es am rs die Lichtgeschwindigkeit, d.h. dort ist sogar Licht zu langsam zu entkommen, wenn sich alle Masse innerhalb vom rs befindet.
Ob es die Dinger wirklich gibt, weiß natürlich auch kein Mensch. Es ergibt sich aber aus den vielen Daten, die man inzwischen gesammelt hat, dass sie sehr wahrscheinlich existieren, im Zentrum von Galaxien zum Beispiel. Denn die Messwerte passen sehr genau zur Theorie der schwarzen Löcher.
rmw hat geschrieben:Und das könnte auch der Kreislauf sein. Große Massen strahlen Energie ab bis sie ihre Energie verbraucht haben, dann sind sie irgendwann kalte Massen wie Planeten. Massen ziehen durch Gravitation andere Massen an und da wo sie genug Masse und Energie angesammelt haben beginnen sie wieder Energie abzustrahlen.
Das könnte beim Schwarzen Loch eben nicht sein. Denn es widerspricht dem Gravitationsgesetz. Solche Annahmen müsstest du plausibel begründen, ohne Widersprüche zu bekannten Tatsachen. Es reicht nicht zu behaupten "könnte sein" ohne jede vernünftige Begründung. Du müsstest z.B. erst mal das Gravitationsgesetz widerlegen und ein besseres bringen. Viel Spass dabei.