rmw hat geschrieben:Rudi Knoth hat geschrieben:Was bedeutet der Begriff "Frequenz von Teilchen" denn genau. Die Vorstellung von Teilchen (Photonen), die mit entsprechenden Spins im "Gleichschritt" sich bewegen, ist auf jeden Fall falsch. Auch wenn man im Doppelspaltexperiment eine so schwache Lichtquelle hat, daß man einzelne Photonen mit einem Photomultiplier registrieren kann, sind die Zahl der Photonen entsprechend dem Interferenzmuster. Also an Stellen hoher Intensität viele Teilchen und an Stellen niedriger Intensität wenig Teilchen. Übrigens in meiner Diplomarbeit wurden niederenergetische Gammaquanten aus einer radioaktiven Quelle an Kristallen so reflektiert, wie es das bei Röntgendiffraktion der Fall ist. Da diese Teilchen "zufällig" abgestrahlt werden, wäre die "Gleichschritt-Theorie" nicht richtig.
Also der Vergleich mit im Gleichschritt marschierenbden Soldaten bezieht sich genau genommen auf Laserlicht, also auf Licht gleicher Frequenz und gleicher Phase. (Das muss ich auch auf meiner Internetseite ergänzen.)
Nachdem alle Soldaten aufrecht marschieren sind sie auch noch mit polarisiertem Licht vergleichbar.
Soldaten können aber auch mit unterschiedlicher Frequenz und unterschiedlicher "Phase" gehen und damit sind Lichtteilchen meines Erachtens durchaus vergleichbar. Lichtteilchen können kohärent sein, sie sind es aber keineswegs immer.
Mathematisch könnte man die Soldaten mit einer Wellenfunktion beschreiben, es würde aber nicht viel Sinn machen. Schrittweite, Frequenz und sich daraus ergebende Geschwindigkeit sind sinnvoller.
Beim Licht reicht allerdings Frequenz und Geschwindigkeit, eine Schrittweite wirkt sich da nicht aus.
Dann folgende Fragen:
1. Wie entstehen positive und negative Interferenzen (Verstärkung und Auslöschung sowie die "Zwischenstufen)?
2. In dem Experiment mit der Gammastrahlung werden vom Detektor einzelne Teilchen mit einer weit unter Frequenz der Strahlung liegenden Impulszahl eine Verteilung abhängig vom Reflektionswinkel gemessen. Diese Verteilung entspricht der aus der Struktur des Kristallgitters und der aus der kinetischen Energie der Teilchen berechneten Frequenz b.z.w. Wellenlänge.
Gruß
Rudi Knoth
