Doppelspalt-Experiment

Hier werden diverse Partikelmodelle diskutiert

Re: Doppelspalt-Experiment

Beitragvon Rudi Knoth » Do 9. Okt 2025, 07:27

rmw hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:Nein. Es ist ja gut und schön, dass du die Experimente selber machst, aber dann solltest du die Anordnung auch präzise genug bauen und die Punkte am Schirm mit konstruktiver und destruktiver Interferenz nicht einfach ignorieren.

Es sind deutlich dunkle Flecken zu erkennen, wo kein Licht ankommt. Streuung von Lichtteilchen kann das nicht erklären. Teilchen würden gleichmäßig streuen und es würden sich nicht solche hellen und dunklen Flecken zeigen.

Die Flecken entstehen nach den Huygensschen Prinzip...

Also ich ignoriere die Auslöschung nicht.
Ich vermute dass es sich um Überlagerung von direkt gestreuten Licht der einen Seite und von gestreuten Licht der anderen Seite, dass an der Stirnfläche der Gegenseite zurück reflektirt wird, handelt. Damit ist ein Auslöschungseffekt durchaus erklärt.

Beim Huygschen Prinzip entstehen die grünen Summenlinien und damit keinerlei Auslöschung.

Ich verwende übrigens keinen Schirm sondern die Projektionsfläche ist ganz einfach weißer Karton.


Wie kommst du zu den grünen Summenlinien beim Huygschen Prinzip, wenn man monochromatisches Lich (roter Laser) verwendet? Das würde mich aber sehr wundern. ich kann mir dies nur bei weißem Licht unter bestimmten Bedingungen vorstellen.

Gruß
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Re: Doppelspalt-Experiment

Beitragvon rmw » Do 9. Okt 2025, 07:47

Rudi Knoth hat geschrieben:Wie kommst du zu den grünen Summenlinien beim Huygschen Prinzip, wenn man monochromatisches Lich (roter Laser) verwendet? Das würde mich aber sehr wundern. ich kann mir dies nur bei weißem Licht unter bestimmten Bedingungen vorstellen.

Mit den "grünen Summenlinien" beziehe auf die grünen Linien in der Grafik von "Frau Holle" , nämlich dass dort von Auslöschung eben nichts zu sehen ist.
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Reflektionsgesetze

Beitragvon rmw » Do 9. Okt 2025, 07:58

Rudi Knoth hat geschrieben:Die Überraschung kam mit dem Ergebnis des Michelson-Morley Experimentes. Und Interferometer funktionieren ohne Zusatzannahmen nur mit einem Wellenmodell des Lichtes. Und warum gibt es nur bei Teilchenstrahlen eine strahlenförmige Ausbreitung? Mit "Kugelwellen, die von einem Punkt ausgehen, geht das auch. Und das Fermatsche Prinzip passt auch gut zu einem Wellenmodell.

Der Michelson-Versuch ist problemlos mit Teilchen mit einer Frequenz erklärbar, so wie mit Kugeln auf einem Billardtisch, nur dass die Kugeln eben irgend eine Art von Frequenz aufweisen. Da braucht man dann die ganzen Hypothesen der RT auch nicht dafür.

Mit einer Kugelwelle kannst du jedenfalls die Reflektionsgesetze an einem Spiegel nicht erklären.
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Re: Doppelspalt-Experiment

Beitragvon Rudi Knoth » Do 9. Okt 2025, 08:27

rmw hat geschrieben:Der Michelson-Versuch ist problemlos mit Teilchen mit einer Frequenz erklärbar, so wie mit Kugeln auf einem Billardtisch, nur dass die Kugeln eben irgend eine Art von Frequenz aufweisen. Da braucht man dann die ganzen Hypothesen der RT auch nicht dafür.


Dann müsste es aber periodisch unterschiedliche Teilchen geben. Denn auch die Interferenzstreifen dieses Experimentes braucht eine Auslöschung, was am Besten mit Wellen zu verstehen ist.

rmw hat geschrieben:Mit einer Kugelwelle kannst du jedenfalls die Reflektionsgesetze an einem Spiegel nicht erklären.


Aber damit kann man eine eine strahlenförmige Ausbreitung erklären. Auch eine Reflektion funktioniert wunderbar durch die Annahme von vom Spiegel durch die einfallende Welle kugelförmig ausgehenden Wellen.

Gruß
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Re: Reflektionsgesetze

Beitragvon Skeptiker » Do 9. Okt 2025, 09:00

rmw hat geschrieben:Mit einer Kugelwelle kannst du jedenfalls die Reflektionsgesetze an einem Spiegel nicht erklären.

Darum ist ja auch heute die QED die Theorie fürs Licht.
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Spiegel

Beitragvon rmw » Do 9. Okt 2025, 09:01

Rudi Knoth hat geschrieben:Dann müsste es aber periodisch unterschiedliche Teilchen geben. Denn auch die Interferenzstreifen dieses Experimentes braucht eine Auslöschung, was am Besten mit Wellen zu verstehen ist.

Aber damit kann man eine eine strahlenförmige Ausbreitung erklären. Auch eine Reflektion funktioniert wunderbar durch die Annahme von vom Spiegel durch die einfallende Welle kugelförmig ausgehenden Wellen.

Beim Michelson-Versuch ist diese erwartete Auslöschung meines Wissens ja gerade nicht entstanden.

Bei einer ausgehenden Kugelwelle von einem Punkt am Spiegel müsste man diesen Punkt überall an der kugelförmigen Wellenfront sehen, also faktisch überall. Du siehst aber nur von einem ganz bestimmten Ort aus einem ganz bestimmten Punkt am Spiegel. Das ist mit einer Kugelwelle nicht vereinbar.
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Wellentheorie

Beitragvon rmw » Do 9. Okt 2025, 09:04

Skeptiker hat geschrieben:Darum ist ja auch heute die QED die Theorie fürs Licht.

Das ist aber auch eine Hypothese die auf die Wellentheorie aufbaut.
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Re: Wellentheorie

Beitragvon Skeptiker » Do 9. Okt 2025, 09:08

rmw hat geschrieben:Das ist aber auch eine Hypothese die auf die Wellentheorie aufbaut.

Es ist schon mehr als eine Hypothese aber ja, natürlich bauen physikalische Theorien oft auf vorherigen Überlegungen auf.
In der QED ist Licht weder Welle noch Teilchen, sondern ein quantisiertes Feld.
In der QED "reist" das Photon über alle denkbaren Wege und das beobachtete Ergebnis ergibt sich aus der Summe der Wahrscheinlichkeitsamplituden.
Das erklärt alle Wellen- und Teilchenphänomene gleichzeitig.
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Re: Reflektionsgesetze

Beitragvon Rudi Knoth » Do 9. Okt 2025, 09:08

Skeptiker hat geschrieben:
rmw hat geschrieben:Mit einer Kugelwelle kannst du jedenfalls die Reflektionsgesetze an einem Spiegel nicht erklären.

Darum ist ja auch heute die QED die Theorie fürs Licht.


Nein das hat damit nichts zu tun. "rmw" versucht hier Verwirrung zu stiften. Bei einer ebenen Welle ist der "Strahl" die Senkrechte zur Wellenfront. Bei einer "strahlenförmigen Ausbreitung um eine punktförmige Quelle hat man die Kugelwellen. In großer Entfernung kann man sie eher als ebene Wellen betrachten.

Gruß
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Re: Spiegel

Beitragvon Rudi Knoth » Do 9. Okt 2025, 09:26

rmw hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:Dann müsste es aber periodisch unterschiedliche Teilchen geben. Denn auch die Interferenzstreifen dieses Experimentes braucht eine Auslöschung, was am Besten mit Wellen zu verstehen ist.

Aber damit kann man eine eine strahlenförmige Ausbreitung erklären. Auch eine Reflektion funktioniert wunderbar durch die Annahme von vom Spiegel durch die einfallende Welle kugelförmig ausgehenden Wellen.

Beim Michelson-Versuch ist diese erwartete Auslöschung meines Wissens ja gerade nicht entstanden.

Bei einer ausgehenden Kugelwelle von einem Punkt am Spiegel müsste man diesen Punkt überall an der kugelförmigen Wellenfront sehen, also faktisch überall. Du siehst aber nur von einem ganz bestimmten Ort aus einem ganz bestimmten Punkt am Spiegel. Das ist mit einer Kugelwelle nicht vereinbar.


Also im Michelson-Morley Experiment hat man keine Verschiebung des Interferenzmusters, das helle und dunkle Teile enthält, beobachtet. Also da liegst du schon mal falsch-

Was die Kugelwelle und dem Spiegel angeht, so ist die kürzeste Strecke zwischen Quelle und Beobachter nach dem Fermatschen Prinzip mit dem Prinzip Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel erfüllt. In diesem Fall hat man ein Minimum der Wege für die Teile der Wellenfronten, womit man eine konstruktive Interferenz hat. Also das habe ich im Grundstudium vor 50 Jahren gelernt.

Gruß
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